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Kategorien > Gedanken > Gefόhle

... Einsamkeit ...

von Hermione

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Ich bin so allein, fühle mich so entsetzlich einsam …
Vor allen muss ich das immer während fröhliche Mädchen spielen, doch innerlich zerbreche ich, weine ich, schlage um mich.
Er hat mich nur ausgenutzt. Er – der, für den ich so viel empfinde.
Er – für mich wie ein schwarzer Engel, eine wunderschöne Erscheinung, die mein Herz schlagen lässt.
Enttäuscht hat er mich – ich will weinen, kann aber nicht, weil es meine Eltern sonst sehen.


Ich klappe das Tagebuch zu.
Betrachte die tiefen, roten Schnitte auf meinem Unterarm, die ich mir mit der Schere zugefügt habe.
Ganz langsam habe ich geschnitten, zuerst fast zärtlich, sodass ich es kaum gespürt habe, und dann, ganz plötzlich fester …
Ein Gefühl hat sich in mir entfacht, eine Welle an Wärme und das Blut in meinen Fingern hat pulsiert.
Ich denke an die schönen Momente dabei, Tränen sammeln sich in meinen Augen.
Jetzt bin ich alleine zu Hause.
Langsam stehe ich auf, gehe zu meinem Schreibtisch und nehme die Duftkerze und zünde sie an.
Ein Duft nach Rosen und Vanille erfüllt das Zimmer nun.
Ich öffne eine Schublade, suche kurz und finde dann das, was ich wollte.
Die Rasierklinge meines Vaters; ganz scharf und somit gefährlich.
Mein gebrochenes Herz ist nicht der einzige Grund, warum ich es tun will … oder werde.
Nein. Meine Vergangenheit spielt auch eine große Rolle – für alle anderen gerät sie in Vergessenheit, aber mich verfolgt sie die ganze Zeit über, auch wenn ich gelacht habe, wenn ich geküsst habe und vor Freude geweint habe.
Sie war immer da, sie hat mich nie alleine gelassen.
Heute werde ich alleine sein. Ich setze die Klinge an der Pulsader meines Handgelenks an.
Ein tiefer, kurzer Schnitt folgt.
Tropf … tropf … tropf …
Jetzt muss ich an die Menschen denken, die mir etwas bedeutet haben.
Wieder ist sein Gesicht da … und das einer Person, der ich so viel zu verdanken habe …
Ein zweiter Schnitt – diesmal bei der anderen Seite.
Tropf … tropf … tropf …
Ich sitze auf dem Boden, und fasse es selbst noch nicht, dass ich es getan habe.
Eine Lache bildet sich auf dem Boden, so rot wie das Blatt einer Rose.
Ich schließe die Augen. Ja.
Heute werde ich das erste und letzte Mal wirklich alleine sein …

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Kommentare

DrâMâHqêEn schrieb am 2006-12-02 21:09:42:
wow! deine geschichten sind alle super! du hast ein wahnsinniges talent zum schreiben. wenn ich meine geschichten oder gedichte mit deinen vergleiche. kommt es mir so vor also ob ein 2klässler meinen text verfasst hätte^^
mach weiter so.. bin auch auf weitere texte gespannt
lg nina
Nina schrieb am 2006-08-24 23:33:22:
man das ist ech voll schön geschrieben... du hast Talent!
Jaci schrieb am 2006-08-05 21:33:00:
Passt, is wie ein gedicht in meinem Herzen aufgenommen worden....
"Er – für mich wie ein schwarzer Engel, eine wunderschöne Erscheinung, die mein Herz schlagen lässt."
Den Satz werd ich nie vergessen!
Hermione schrieb am 2006-07-31 19:51:21:
Danke =)

Es wäre aber noch schöner für mich, wenn ihr "Eleanore" lesen würdet ... hoffe, ihr findet sie auf der Seite.

Lg
wölfin007 schrieb am 2006-07-31 13:47:24:
wow,die hast du gut geschrieben. ich weiß gar nicht so recht,was ich sagen soll=)
toll..einfach toll! und so schön traurig und herzzerreisend.mach weiter so!
lg die wölfin

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