10
von
Beautiful Experience
1
Goethes Erben/Peter Heppners "Glasgarten" auf Dauerrepeat:
"Wem sollte ich diese Kälte schenken?"
"Und die Blumen wirken spröde, ganz unmöglich sie zu pflücken, sie
zerspringen in Kristalle, die im Fallen leise singen, und der Atem sanfter
Elfen, die den kleinsten Ton begleiten, durch den Garten ganz aus Lichtern,
an dein Ohr, wenn du denn hören kannst.."
Die Sonne scheint mir zu hell, also werde ich sie verdunkeln, ganz einfach.
Scheißegal, wie verrückt das klingt - es ist kein großer Zauber dafür nötig:
nichts anderes zu tun, als sich auf die dunkle Seite zu konzentrieren, die
Schatten zu sehen anstelle des Lichts, die Kälte des Windes zu spüren
anstelle der Wärme der Sonnenstrahlen..
Doch das ist krank, also verändere ich meine Sicht erneut, und diesmal
erschlägt mich die Fröhlichkeit dieser Welt beinahe, so krass ist der
Gegensatz.
Es versetzt mich in einen beinahe euphorischen Zustand, und ich erinnere
mich mit völliger Klarheit an alles, was ich im letzten Jahr gelernt habe.
Nie mehr will ich mir selbst untreu werden, und genau in diesem Augenblick
weiß ich, dass ich mit jemandem reden muß über all die Dinge, die mich
beschäftigen.
Also rufe ich sie an und genieße es, dass sie tatsächlich für mich da ist,
mir ebenso vertraut wie ich ihr vertraue, und Stunden nach unserem Gespräch
schreibt sie mir noch einmal..und dann endlich weiß ich, was ich tun muß, um
ehrlich zu sein, ohne jemandem wehzutun.
"Elfenstimmen eilen zwischen den klaren Blüten eisgleicher Äste, glashafter
Bäume. Ob sie wohl leben? Sie werfen keine Schatten, nur gebrochene
Bilder.."
(3.11.2001)
2
"Ich schließe meine Augen und atme ganz langsam, ganz tief ein.
Ich achte auf meinen Atem, bemühe mich, ihn gleichmäßig zu halten - langsam
ein und aus, ein und aus.
Ich bemühe mich, die Tränen zurückzuhalten, meine Gedanken an einen Ort zu
bringen, der licht ist und mich frei atmen läßt.
Ich erinnere mich nur zu deutlich an unser Gespräch am Telephon, das mich
heute nacht wie eine Meute gieriger Wildhunde in den Schlaf verfolgen wird.
Ich erinnere mich an den Augenblick, der gestern noch lebendig war und heute
jede Bedeutung verloren hat.
Ich öffne meine Augen und sehe dich so, wie ich dich sehen will, so, wie du
gewesen bist in meiner Vorstellung, in diesem Idealbild deiner selbst, dem
du niemals wirst gerecht werden können.
Zuletzt schließe ich meine Augen und sehe mich selbst an. Was ich sehe,
gefällt mir nicht, es macht mich wütend, blind vor Haß, und ich ramme meine
Fäuste geradezu ekstatisch immer wieder in das zersplitternde Glas des
Spiegels, bis das strömende Blut mir bewußt macht, daß ich nie wieder eine
Freundschaft wie diese erleben werde.
"Sternentanz (Shiva)" ist vielleicht heute endgültig gestorben; mein
Versprechen bindet mich. Aber dies ist "Sternentanz (Kali)", geboren aus
einem ganz intensiven Gefühl heraus, das das Ende einer Freundschaft
markiert und den Anfang einer neuen.."
Als ich vor Monaten den Anfang der Kali-Version geschrieben habe, konnte ich
nicht ahnen, wie sich alles weiter entwickelt. Aber letztendlich ist es
genauso geschehen: das erstemal in meinem Leben erfahre ich wirklich, was
echte Freundschaft bedeutet und wie sehr solch eine Freundschaft verändern
kann, wenn das Vertrauen unbedingt ist.
Noch nie konnte ich so sehr ich selbst sein.
(9.11.2001)
3
Dass ich noch nie in meinem Leben richtige Freunde gehabt habe - erschreckt
mich diese Tatsache?
Ja.
Es war wie ein Abgrund, der sich vor mir auftat, als mir meine Zicke das
bewußt gemacht hatte.
Das ist jetzt erst drei Tage her, aber ihr Satz hallt immer noch wider in
mir:
"Ich glaube, du hast noch nie in deinem Leben einen richtigen Freund
gehabt."
Ich weiß noch, wie ich sie angeschaut habe dabei. Die Sonne war längst
untergegangen, und in dem Raum war nur noch wenig Licht, sodass ihr der
Ausdruck des Erstaunens in meinem Gesicht vielleicht entgangen ist (aber
selbst das glaube ich nicht).
Einen Augenblick lang war ich vollkommen perplex; dann dachte ich, ich müsse
weinen..und einen Lidschlag später hatte ich die Kontrolle über meine
Gefühle soweit wiedererlangt, dass ich etwas sagen konnte, was nicht mehr
gesagt werden mußte.
Sie hatte mich vollkommen durchschaut, und obwohl es hätte weh tun müssen,
tat es nicht weh. Ich fühlte mich wie ein kleiner Junge vor ihr, und da war
nichts, das ich ihr vormachen konnte.
All meine Selbstsicherheit war mit einem Schlag wie weggeblasen, und
doch...war ich nie mehr bei mir selbst als in diesem Augenblick.
Gott trägt viele Masken, und er bedrängt mich von allen Seiten.
(12.11.2001)
4
Während ich mich so in meinem Elend gesuhlt und mich selbst ein wenig (na
ja, ziemlich!) bemitleidet habe, hatte ich wenigstens die Gelegenheit, in
meinen fieberfreien Momenten nahezu die komplette Robbie-Williams-Biographie
zu lesen - ja, tatsächlich :-)!
"Somebody Someday", nur damit jeder den Titel weiß, und ganz besonders Typen
wie ich können da 'ne Menge draus lernen.
Jedenfalls ist mir beim Lesen mehr als einmal meine Scheiß-Arroganz im Hals
stecken geblieben und ich mußte gewaltig schlucken, wenn ich solche Dinge
las:
"Es steckt ein furchtbarer Teufel in mir. Und er kommt nicht hervor, um sich
gegen andere zu richten; er will nur, dass ich mich selbst zerstöre.
Ich habe eine Krankheit, die mit meiner eigenen Stimme zu mir spricht und
mir sagt, ich wäre nicht krank. Und das ist meine dunkle Seite."
Nach einem Konzert in Wien sagte er:
"Mir passieren so viele schöne Dinge. Ich konnte sie nur so lange nicht
erkennen. Ich hatte mir den Kopf fest in den Arsch gesteckt. Kein Scheiß.
Selbstmitleid, Selbstmitleid, Selbstmitleid. Ich habe all die großartigen
Sachen in meinem Leben nicht gesehen, und davon gibt es so viele. Und ich
fühle mich so erbärmlich, weil ich sie vorher nicht gesehen habe. Wirklich.
Aber ich bin siebenundzwanzig Jahre alt, und es ist ein guter Zeitpunkt, um
das zu erkennen.
Es gab für mich nie einen Zweifel, dass ich heute Abend auf die Bühne gehen
und eine wirklich gute Zeit haben würde. Ich habe es einfach tief in mir
gefühlt. Ich werde heute Abend auf die Bühne gehen und eine wirklich gute
Zeit haben. Ich denke, die Leute haben das gespürt. Denn wenn sie sehen,
dass es dir gut geht, dann haben sie das Gefühl, als wären sie ein Teil
davon, was sie auch sind, sie sind ein Teil davon. Wenn sie sehen, wie du
lächelst, ehrlich lächelst, lieben sie es. Sie lieben es. Weil sie stolz
darauf sind, dass ihre Stadt, dass sie als Publikum dich dazu gebracht
haben,zu lächeln und dich wohl zu fühlen. Ihr konntet es sehen, als ich
gesagt habe: "Das ist der beste Gig, den ich jemals gemacht habe." Sie haben
einfach nur "Ja!" gerufen. Ich werde einfach besser in diesen Dingen.
Es war eine übersinnliche Erfahrung. Da war so viel Liebe auf mich
gerichtet, die mir von Tausenden von Leuten entgegengeschleudert worden ist.
Sie waren alle ehrlich froh, mich zu sehen, und wirklich glücklich, dass sie
zu dem Gig gekommen sind. Alle haben mitgesungen und die Arme in die Luft
geworfen. All diese konzentrierte Liebe, die mir entgegengeschleudert worden
ist. 13000 Leute."
Wenn man die Biographie gelesen hat, dann weiß man, dass der gute Robbie
wirklich um nichts zu beneiden ist und dass er jeden einzelnen Cent seines
vermögens mehr als verdient hat, denn der Preis, den er zahlt, ist verdammt
hoch.
Doch, um eines ist er zu beneiden: um seine Erfahrungen, seine Einsichten.
Um die schonungslose, mutige Art, mit der er mit sich selbst ins Gericht
geht, um ein anderer Mensch zu werden.
Für mich kann ich eine ganze Menge daraus ableiten.
(19.11.2001)
5
Manchmal muß ich Grenzen überschreiten, um zu wissen, wie es sich anfühlt.
Diesmal fühlt es sich so an, als sei ich in eiskaltes Wasser getaucht, und
mit einem Schlag bin ich wach.
Ab diesem Moment wird nichts mehr so sein, wie es war für mich, und es ist
höchste Zeit, dass ich mit diesem ganzen Ego-Scheiß Schluß mache, der mir
bis jetzt so wichtig war.
Es ist wirklich zum Kotzen!
Wenn ich heute für mein Leben Rechenschaft ablegen müßte, könnte ich für so
gut wie nichts geradestehen, und das ist so mies und feige!
Das bin nicht ich. Das will ich nicht sein!
Da ist viel mehr als nur Ego á Go-Go, und ich brauch glatt bis heute, um das
zu erkennen.
So lange habe ich alles, was ich hatte, falsch eingesetzt, meine Talente
mißbraucht, um Macht auszuüben über andere Menschen, mit ihnen zu spielen,
weil es mir Spaß machte.
Nie mehr.
Und damit wird sich auch das Buch der Träume verändern.
(21.11.2001)
6
"Seiner Ansicht nach waren wir alle nur erfunden: jeder s p i e l e die
perfekt gelernte Rolle seiner eigenen Persönlichkeit.
Ich war "ich" nur deswegen, weil ich niemals etwas anderes sein mußte.
Rex war nur deswegen "Rex" (mit all seinen Verhaltensweisen), weil er es
sein ganzes Leben lang gewohnt war, weil er sein ganzes Leben lang daran
gewöhnt, darauf gedrillt wurde, "Rex" zu spielen - solange, bis ihm nicht
mehr auffiel, dass er nur eine Rolle spielte. Solange, bis er die Rolle mit
einer Identität verwechselte.
DAS war Rex' Theorie."
Wenn ich diesen Gedanken weiterdenke, bleibt von mir selbst nicht allzu viel
übrig, und spätestens wenn ich mich über Weihnachten in Hamburg aufhalte,
kann ich jemand völlig anderes sein, frei von allen Erwartungen, die an mich
geknüpft werden.
Heute hat mir jemand geschrieben, dass es vielleicht in der Schwäche des
Menschen begründet liegt, vor allem, was ihm negativ erscheint, flüchten zu
wollen. Und sie sagte mir, dass das, vor dem ich flüchten will, ein Teil von
mir ist.
Ich brauche nicht darüber nachzudenken, um zu wissen, dass sie recht hat.
Also werde ich diesen Teil annehmen wie alles andere auch, und ich werde
tief Luft holen, meine Augen auf das Ziel richten und alles tun, was ich tun
muß, um mich selbst zu verlieren und meine Seele zu finden.
Fuck auf alle, die sich entscheiden, mich dafür zu hassen!
(24.11.2001)
7
"In ur life did u just give a little
Or did u give all that u had?
Were u just somewhere in the middle
Not 2 good, not 2 bad?"
Prince, Last December ("The Rainbow Children")
Nichts ist so, wie es scheint, und gerade hier im Buch der Träume
verschwimmen die Grenzen sehr schnell.
Ich habe im Laufe der kurzen Zeit seit Bestehen dieses Buches Dinge erlebt,
die ich teils selbst forciert habe, denen ich teils jedoch einfach hilflos
gegenüberstand, weil ich niemals mit solchen Reaktionen gerechnet hätte.
Ich bin nicht der, den viele in mir sehen, und ich will es auch nicht sein.
Ich will nicht, dass sich Menschen, die ich nie im Leben gesehen habe, in
mich verlieben oder sich in irgendeiner Weise von mir abhängig machen.
Während ich gerade das neue Album von Prince höre, wird mir bewußt, dass ich
die Verantwortung für die Dinge übernehmen muß, die einfach eine
Eigendynamik angenommen haben, die ich niemals wollte.
Alles, was wichtig ist, werde ich in den Geschichten auszudrücken versuchen,
die mir einfallen. Darüber hinaus habe ich keinerlei Bedeutung.
Ich hoffe, dass mir die verzeihen können, die ich mit dieser Entscheidung
verletze.
Es ist der einzige Weg, wie ich weiter am Buch der Träume teilhaben kann.
(28.11.2001)
8
"free at last,
free at last,
thank God almighty
we are free at last"
Martin Luther King
Seit Tagen höre ich überwiegend "The Rainbow Children" von Prince, und je
tiefer ich einsteige, je mehr die Musik auf mich wirkt, umso mehr habe ich
den Eindruck, das eine oder andere klarer zu sehen.
Ich bin frei zu entscheiden, wie ich meine Zeit verbringe, wie ich diese
Zeit nutze.
"Men aren't fit 2 rule"
Macht oder Einfluß, den ich besitze, habe ich nicht aus mir selbst. Die
Quelle ist eine andere.
Ich selbst bin nicht annähernd so wichtig, wie ich immer geglaubt habe.
"If ur Last December came
What would u do?
Would anybody remember
2 remember u?
Did u stand tall?
Or did u fall?
Did u give ur all?
Did u ever find a reason Y u had 2 die?
Or did u just plan on leaving
Without wondering why?
Was it everything it seemed?
Or did it feel like a dream?
Did u feel redeemed?
When the truth arrives
Will u b lost on the other side?
Will u still b alive?
In ur life did u just give a little
Or did u give all that u had?
Were u just somewhere in the middle
Not 2 good, not 2 bad?"
Der Platz, den ich bisher einnehme, ist verdammt mies, und genau darum ist
es höchste Zeit, alle Kräfte auf die Dinge zu konzentrieren, die wirklich
wichtig sind:
"I'm willing 2 do The Work
Willing 2 do what I gotta do
I'm willing 2 do The Work
Tell me now - what about u?"
(Alle Zitate aus "The Rainbow Children" von Prince)
(3.12.2001)
9
„Durch den Tod erinnert die Natur
das Leben ständig daran, dass es
sich selbst
noch nicht gefunden hat.
Ohne den Tod wären alle Kreaturen
für immer an eine
unvollkommene Form
des Lebens gebunden.
Vom Tode gehetzt, erwacht sie
zu der Idee eines
vollkommenen Lebens
und sucht nach den Mitteln, es zu ermöglichen.“
(Sri Aurobindo)
„Das Tor“ ist durchaus eine Geschichte, die einem Angst machen kann, aber
nur auf den ersten Blick. Sie beschäftigt sich mit dem größten Tabuthema
unserer Gesellschaft, dem Tod.
Wenn Sabs nicht schlafen kann nach der Szene mit der Blindschleiche, dann
ist das nur zu verständlich. Mich hat es monatelang verfolgt, als ich es
damals im Wald gesehen habe, und bis heute habe ich diese Sache nicht
vergessen. Wenn auch fast alles Fiktion ist in „Das Tor“, die Sache mit der
Blindschleiche war grausame Wirklichkeit, und es war mit das Grauenhafteste,
was ich jemals gesehen habe.
„Solange es den Tod gibt, enden die Dinge immer schlecht.
Nur der Sieg über den Tod wird erreichen, dass die Dinge nicht schlecht
enden.“
(Mirra Alfassa)
Was für ein Schwachsinn! Das dachte ich jahrelang, fast mein ganzes Leben
lang. Der Tod war nicht greifbar für mich, er war ganz weit weg.
Doch als ich ein Jahr lang zusehen mußte, wie meine Mutter starb, wie sie
immer weiter weg ging, bis sie mich nicht mehr erkennen, nicht mehr
sprechen, nicht mehr atmen konnte, da wußte ich, dass es stimmt:
„Solange es den Tod gibt, enden die Dinge immer schlecht.“
Es ist wahr, ich kann es bezeugen.
Die letzten zehn Tage vor ihrem Tod hatte ich so schreckliche Angst davor,
ihrem Sterben weiter zusehen zu müssen, dass ich nicht mehr hingehen konnte
ins Hospiz. Es war eine lähmende Angst, eine abgrundtiefe Hilflosigkeit, und
erst jetzt, ein Jahr danach, habe ich das Gefühl, wirklich weiterleben zu
können.
Aber es ist wahr.
Und weil die Dinge für jeden von uns, für alles auf dieser Welt schlecht
enden, früher oder später – genau darum gilt es, alles in die Waagschale zu
werfen, um die Dinge zu ändern.
„Es gibt jene, die als Krieger geboren werden. Sie fühlen in sich den
Anspruch auf eine vollkommene und irdische Unsterblichkeit vibrieren.“
(Mirra Alfassa)
Den Tod zu akzeptieren, heißt die Niederlage zu akzeptieren.
Ich denke, es macht mehr Sinn zu kämpfen, denn was haben wir zu verlieren,
wenn von Anfang unseres Lebens an feststeht, DASS wir am Ende alles
verlieren?
Ich glaube, es ist einen Versuch wert.
Und wenn es nicht in diesem Leben gelingt, geht der Kampf im nächsten
weiter, und im nächsten, und im nächsten – solange, bis die Schlacht
geschlagen ist. Und ich glaube, das gilt für jeden von uns.
„Etwas hat sich wirklich in der Welt geändert. Es wird natürlich Zeit
brauchen, bis es dauerhaft gefestigt ist – darin besteht der Kampf. Es muß
„ausgearbeitet“ werden; es ist in allen Einzelheiten zu verwirklichen, aber
die Veränderung ist vollzogen. Es ist nicht leicht, es erfordert Ausdauer
und Willensstärke, aber ein Tag wird kommen, wo es ganz natürlich ist.
Das Tor ist gerade offen – jetzt müssen wir hindurchgehen.
Das war die Arbeit, die Sri Aurobindo mir gegeben hatte.
Jetzt verstehe ich es“
(Mirra Alfassa)
„Das Tor“ ist keine morbide Verbeugung, kein Anerkennen des Todes. Und wenn
„Doltschin“ eine Art Flucht war, ein Überwechseln in eine todlose Welt, dann
sind „Deadline“ und „Das Tor“ deutliche Kampfansagen.
Nichts, das vielleicht schon immer so war, muß für immer so sein.
„Der begrenzte Leib bildet ein Gefäß,
in das sich Seele und Geist
ergießen, das sie zerbrechen
und – es ständig erweiternd –
wieder neuformen müssen, bis
seine Endlichkeit
und ihre eigene Unendlichkeit
übereinstimmen.“
(Sri Aurobindo)
(5.12.2001)
10
Karlsruhe ist einfach geil, vor allem an einem so klaren Wintertag wie
heute!
Gegen Ende war's jetzt beinahe 'ne Überdosis, weil die Leute sich fast
umrennen in der Kaiserstraße, aber insgesamt war's wieder einfach schön.
Es gab 'ne Menge zu sehen und zu erleben, und neben ein paar überfälligen
Weihnachtsgeschenken habe ich mir 'ne supergeile CD zugelegt (Tanja hat mich
dafür allerdings verspottet :-)!): die Neue von Enrique Iglesias, "Escape".
Jaaa, lacht nicht!! Die CD ist wirklich gut (hab sie grad laufen), und ganz
besonders "Hero" läßt die besten Ideen für das Schreiben von Geschichten
aufkommen. Funktioniert jedenfalls bei mir, zumal ich Lust habe, mal wieder
etwas richtig Schönes zu schreiben - etwas, bei dem ich Sommerlandschaften
sehen kann, wunderschöne Frauen, die wie Engel lächeln und die Sonne, die
sich im Spiel der Wellen auf einem See bricht.
Eine ganz liebe Freundin von mir lernt im Moment ein bißchen zuviel, und
vielleicht gelingt es mir ja, sie ein bißchen auf andere Gedanken zu
bringen, ein bißchen abzulenken an diesem traumhaft schönen Tag :-).
(8.12.2001)
Kommentare
marianne.engelbrecht@freenet.de schrieb am 2008-09-06 00:18:43:
Bücher haben mich noch nie wirklich inspiriert. Vielleicht weil sie mich bis jetzt nie genug fesseln konnten, so wie das pralle, reale Leben. Dieser Autor jedoch hat unzählig viele Gedanken, Wünsche, Träume und Facetten. Es ist faszinierend, seine Gedanken zu verfolgen.
Nur leider ist meine Existenz für ihn nicht mehr interessant........
M. E.
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