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Kategorien > vergewaltigt? > entkommen?

16

von nachteule_w

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DIESE GESCHICHTE IST ERFUNDEN,doch keine fiktion

16:
Langsam, schwankend ging sie die Straße entlang. Ihre eiskalten Finger zogen die Jacke enger um sich. Sie hatte nur noch einen Schuh, doch dies schien sie nicht zu bemerken. Ihr war Kalt. Sie zitterte am ganzen Leib und doch fühlte sich nichts. Sie stolperte über einen der Pflastersteine des Gehweges und musste sich an der Wand festhalten. Ihre Haut wurde von der rauen Mauer aufgerissen und begannen leicht zu bluten. Die schürfwunde am linken Knie hatte sie noch nicht bemerkt. Sie starrte auf ihre Finger. Da war rote Farbe. Klebrige rote Farbe. Sie roch süßlich und schmeckte salzig als sie sie mit der Zungenspitze kostete. Blut. Voller Panik lief sie schneller, taumelte jedoch immer wieder bis sie endlich an ihre Haustür ankam. Panisch läutete sie.
Bilder. Diese Bilder gingen ihr nicht mehr aus dem Kopf. Das konnte doch nicht passiert sein?! Nicht ihr. Sie war doch sonst immer so ein Glückskind gewesen. Doch die Bilder ließen sich da durch nicht vertreiben. Sie waren Hartnäckig. So geschah alles noch einmal.
Die dunkle Gasse. Sie wollte eine Abkürzung von dem Lokal nehmen. Sie hatte gewusst, dass sie da nicht durch gehen sollte, aber ihre Mutter würde sauer sein, wenn sie zu spät war. Sie zögerte, doch dann dachte sie an dem Hausarrest den sie fürs zu Spät kommen bekommen würde. Also ging sie die Gasse entlang, entfernte sich von der Hellbeleuchteten Hauptstraße, auf denen die Autos auch bei Nacht entlang fuhren. Was konnte schon passieren?
Doch ganz sicher war sie sich nicht. Immer wieder sah sie sich um. Zuckte zusammen wenn sie hinter sich ein raschelndes Geräusch hörte. Sie versuchte sich einzureden, dass da nichts sei und ging weiter immer tiefer in die unbeleuchtete, schäbige Gasse hinein, die vor ihr lag. Das Mädchen beeilte ihre Schritte und konnte auch schon das nächste Leuchten der Straße sehen zu der sie wollte. Gleich würde sie es geschafft haben.
Ein kalter Windstoß fegte um ihren viel zu kurzen Rock, den sie mit ihrer Freundin am Vortag gekauft hatte. Im Geschäft hatte er spitze ausgesehen und auch heute Abend hatte sie viele bewundernde Blicke, von den anderen im Lokal auf sich gespürt. Das hatte ihr gefallen.
Doch jetzt fühlte sie sich unbehaglich. Sie lief weiter. Das Echo ihrer hochhackigen Schuhe hallte in der Gasse wieder. Klack. Klack. Klack.
Diese Schuhe sollten sie größer, älter wirken lassen, damit sie auch in die andren Bars durfte. Nun, es hatte ja geklappt. Sie war dort gewesen hatte etwas Alkohol getrunken und sich über die Blicke gefreut die man ihr zuwarf. Da fand sie ihre Schuhe noch toll. Doch jetzt ärgerte es sie, dass sie so langsam vorwärts kam. Sie könnte die Schuhe ja ausziehen, aber dann würden ihre Strümpfe zerreisen. Die waren doch so schön.
Wieder hörte sie ein leises Rascheln. Ihr Atem ging schneller. Sie ging immer schneller. Rannte jetzt fast. Doch irgendwie kam sie nicht vorwärts. So verstärkte sie ihre Bemühungen.
Plötzlich spürte sie, wie sich von Hinten ein Arm um ihren Nacken schlang und sie wurde fest gegen den harten Körper eines Mannes gedrückt. Sie wollte aufschreien, doch schon schob sich eine nach abgestandenen Alkohol, Rauch und schweiß stinkende Hand über ihren Mund, und drückte ihn ihr zu. Die andre Hand schlang sich um ihren Körper und hielt sie in einem eisigen Griff fest. An ihrem Hals spürte sie was kaltes Scharfes und sie erstarrte zur Salzsäule. Ein Messer. Sie wusste es. Sie spürte Finger über ihren Körper gleiten. Fuhren gierig ihren Körper auf und ab und suchten sich ihren Weg unter dem Rock des Mädchens.
„Na, was haben wir denn da? Hast du dich verlaufen, Kleines?“ lallte der Mann ihr ins Ohr und das Mädchen konnte die Fahne des Mannes riechen. Ihr wurde Übel und sie spürte wie ihr Magen rumorte. Ihr ganzer Körper begann vor Angst zu zucken. Sie wehrte sich nach Kräften doch der Mann war stärker, hielt ihr das Messer an die Kehle und zischte Ungehalten. Niemand kam um ihr zu helfen. Nichts. Noch nie hatte sich das Mädchen so alleine Gefühlt. So schutzlos und verletzlich wie in der heutigen Nacht.
Irgendwie gelang es ihr eine Hand zu befreien und ihren Angreifer einige Hautfetzen zu reisen. Ihr Peiniger jaulte einmal auf und versetzte ihr eine Ohrfeige von der sie ganz Benommen wurde. Dann machte er weiter. Doch das Mädchen bekam nichts mehr mit. Ihr Körper schien nicht mehr ihr zu gehören. Er war steif vor Angst und ihre Psyche hatte sich ausgeschaltet und sich zu schützen.
Alles war Schwarz vor ihren Augen. Sie wusste nicht wie lange er sie bearbeitete und sich an ihr austobte. Irgendwann stieß er sie zu Boden, schloss seine Hose, murmelte ein betrunkenes: “Scheiß Schlampe!“ und torkelte seinen Weg zurück in die Dunkelheit aus der er gekommen war. Sie lag da am Boden und konnte sich nicht mehr rühren. Sie spüre immer noch die Hände an ihr, die gierig an ihr zogen und rissen. Es ekelte sie. Ekelte sich vor ihr selbst.
Es Dämmerte bereits, als das Mädchen sich wie eine Puppe erhob und langsam die Gasse bis zu deren Ende weiter ging. Sie schleppte sich auf der menschenleeren Straße nach Hause. Heim, nur noch Heim und vergessen was geschehen war. Das war alles was sie wollte.
Endlich kam sie an der Tür an und begann verzweifelt zu läuten. Augenblicklich wurde die Wohnungstür aufgerissen. Das Mädchen konnte die Wut in den Augen ihrer Mutter sehen, doch dann weiteten sich diese im Schock und die Mutter des Mädchens wurde blass. Weinend sank sie in die Arme ihrer Mutter.
Diese Nacht ihres sechzehnten Geburtstages würde sie nie vergessen.

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Kommentare

starke löwin schrieb am 2009-06-08 17:04:53:
ich muss sagen du hast es erschreckend gut beschrieben was jeden tag in der welt passiert aber ist es wirklich gut über sowas ne geschichte zu schreiben???
mir ist sowas selber passiert und das sind sicher auch die gründe das frauen wie mir nicht geglaubt wird.sorry meine meinung nicht böse gemeint
Nadine schrieb am 2009-04-27 20:06:20:
Ich finde die Geschichte echt Hamma !! Das hast du toll gemacht !! Aber sie ist auch verdammt schrecklich , aber das passiert ja so oft,leider .
Juju schrieb am 2008-12-10 15:36:47:
Wow,... die Story ist super geschrieben, aber ich finde es schrecklich das soetwas täglich passiert.
Großes Lob und liebe Grüße
franke, sina schrieb am 2008-07-31 20:20:50:
wieder eine sehr einfühlsame geschichte von dir und doch störren die vielen vorhandenen rechtschreibfehler
deine geschichte flüssig zu lesen. bevor du sie reinstellst, lese sie dir mehrmals genau durch und dann noch einmal von hinten nach vorne. glaub es mir, dass hilft. hatte auch solche probleme. deine storry is ziemlich realistisch aber du heattest den ackt der dramatik noch etwas ausfuehrlicher beschreiben koennen. wenn du lust hast kannst du von mir brennendes eis und in einer kalten dunklen nacht lesen. eine geschichte wurde aus der sicht des vergewaltigers geschrieben. wuerde mich freuen wenn du sie kommentierst.
liebe gruesse

xxx sina xxx
a schrieb am 2008-07-29 10:04:15:
wow.
echt sehr gefühlsvoll geschreiben.
TJ Omar schrieb am 2008-07-28 20:35:00:
Hammerhart. Eine echt erschreckend realistische Geschichte. Diese Geschichte ist wirklich keine Fiktion, leider.
Du hast die Geschichte echt gut hingekriegt. Respekt.

MfG TJ Omar
Anonym schrieb am 2008-07-28 17:03:08:
Wunderschön geschrieben....
eli schrieb am 2008-07-28 13:42:53:
wow! sehr einfühlsam geschrieben und vorallem sehr realistisch.

diese story wiederspiegelt das, was vielen mädchen passiert ist

mach weiter so

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