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Kategorien > Krieg > Krieg

3. Weltkrieg

von Mary

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Der Tag an dem alles begann, sah aus wie ein normaler Tag. Mein Wecker klingelte, ich stand auf und ging in die Schule. Ich kam am Nachmittag zurück. Meine Eltern waren noch nicht da, sie waren beide berufstätig. Doch dies war ich gewöhnt also machte es mir kaum etwas aus. Nachdem ich gegessen hatte, machte ich mich an meine Hausaufgaben, dabei machte ich mir um alles mögliche Gedanken. Ich halt nun mal eine Jugendliche im zarten Alter von gerade Mal 16. Und dann war da plötzlich dieser extrem laute Knall. Er war einfach ohrenbetäubend. Ich presste meine Hände auf meine Ohren. Dann war es vorbei. Als wäre nichts gewesen. Ich keuchte und fragte mich was das wohl war. Dann sah ich zufällig aus dem Fenster und erschrak. Eine schwarze Rauchsäule war über unserer Stadt. Ich konnte nicht genau erkennen was es war, aber später erfuhr ich dass es das Rathaus gewesen sein musste. Ich schnappte mir voller Panik mein Handy und rief meine Mutter an. Doch es ging niemand ran und so versuchte ich es bei meinem Vater. Dieser meldete sich nach kurzer Zeit und ich erzählte ihm was ich gesehen hatte. Mein Vater arbeite als Kommissar und wusste daher über viel Bescheid. “Was ist denn da passiert? Weißt du genaueres?” fragte ich etwas ängstlich. “Beruhig dich, Rachel! Ich weiß nichts Genaueres aber ich glaube es war ein Anschlag. Bitte verfall jetzt nicht in Panik und geh zu Alice. Ich muss jetzt auflegen. Und bitte keine Panik. Und bleib bei Alice bis ich anrufe oder persönlich vorbeikomme. Klar? Also, tschüss.” E hatte aufgelegt. Doch die Panik war gekommen, dazu die Angst. In aller Eile ging ich über unseren Garten zu Alice. Alice war unsere Nachbarin und war eine gute Freundin von mir auch wenn sie schon 25 war. Sie arbeitete in einem kleinen Atelier und war erfolgreich. “Alice? Bist du hier?” rief ich durch die offene Verandatür. Ich hörte Schritte und kurz drauf kam Alice. Ich sah in ihr Gesicht und wusste dass sie ratlos war. “Hey. Du darfst ruhig hier bleiben. Ich hab mir gedacht dass du rüberkommen würdest. Etwas sagt mir das dass nichts Gutes bedeutet. Ich meine der Knall und die Rauchwolke. Das war bestimmt eine Explosion.” “Papa meint es war wahrscheinlich ein Anschlag.” meinte ich leise. “Alice sah mit großen Augen an.” “Oh shit… Das wäre wirklich nicht gut. Setz dich. Willst du Saft?” Alice sah mich an und ich nickte müde. Dann kam noch ein Knall. Doch er war ohrenbetäubender als der erste. Meine Ohren schmerzten und ich hatte das Gefühl mein Trommelfell sei geplatzt. Doch der Knall dauerte nur Sekunden. Alice rannte in den Garten. Ein erstickter Schrei lies mich ebenfalls hinauslaufen. Der Anblick war schrecklich. Eine noch dunklere Wolke als die erste stieg auf, diesmal ganz in unserer Nähe. “Alice!” hauchte ich und zeigte auf einen Jet der mit rasender Geschwindigkeit über der Stadt herumdonnerte. Wir gingen hinein. Ein Gedanke hämmerte in meinem Kopf: Ein Anschlag! Ein Anschlag! Ein Anschlag!
Ich rief meinen Vater nochmals an, aber diesmal ging niemand ans Telefon. Ich machte mir Sorgen. Dann hörten wir die Schritte. Sie hallten laut. Es waren Soldaten. Ihre Uniform kam mir nicht bekannt vor. Ich schluckte. Wir rannten ins Haus zurück. “Wir gehen in den Keller!” rief Alice mir zu. Ich schnappte mir mein Handy und verschanzten uns im Keller. Dort versuchte ich mich nicht von meiner Panik überfallen zu lassen. Ich rief immer wieder meine Eltern an, doch keiner der beiden ging daran. Dann hörten wir ein Rumpeln und eine Reihe von merkwürdigen Lauten, wahrscheinlich eine Sprache, die wir nicht verstanden. Kurz darauf ein Trampeln gegen die Tür. “Oh nein…” presste Alice hervor. Es krachte und Holzsplitter flogen uns um die Ohren. Zwei Soldaten sahen uns an. Sie deuteten das wir mit ihnen gehen sollten, was wir aus Angst taten. Wir stiegen in einen Lastwagen ein. Der Soldat fing an zu reden. Es war Englisch. Alice, die perfekt Englisch konnte, sprach mit ihm. Da Englisch nicht gerade meine Stärke war, verstand ich kein Wort. Irgendwann drehte sie sich um. Ihr Gesicht war zerknirscht. “Er sagt dass ein dritter Weltkrieg angebrochen ist. Die Länder haben sich heute früh und gestern Nacht Kriegserklärungen geschickt. Sie bringen uns in ein Gefangenlager.” Ich war geschockt. Dritter Weltkrieg? Ich habe gedacht dass wir in diesen modernen Zeiten keinen Krieg mehr haben würden. Konnten sich die Politiker oder die Leute die dafür verantwortlich sind, nicht auch friedlich einigen? Tränen liefen mir über mein Gesicht. Was war mit meinen Eltern? Angst durchströmte mich und ich warf mich in Alice Arme. Sie versuchte mich zu beruhigen. Irgendwann schlief ich ein. Ein Rumpeln lies mich aufwachen. “Wa- was ist los?” meinte ich verschlafen, war aber dann sofort wach. “Rachel, wir sind da.” meinte Alice. Ich spürte dass sie ihre Panik unterdrückte. Es war bereits dunkel. Wir hielten an und folgten den Soldaten. Der große Raum war kühl. Ca. 100 - 200 Menschen saßen im Raum. Viele weinten und andere starrten stumm vor sich hin. Kleine Kinder schrieen und die Mütter versuchten sie so schnell wie möglich zu beruhigen. Man spürte die Angst deutlich. Wir setzten uns zu einer jungen Mutter und einer Jugendlichen in meinem Alter. Sie stammten aus unserer Stadt und wurden mit einem anderen Lastwagen hierher gebracht. Wir bekamen etwas “Suppe”, die aus Wasser und etwas Brühe bestand. Es schmeckte widerlich, aber es war besser als nichts. Wir unterhielten uns kaum, waren einfach nur über die Ereignisse geschockt. Irgendwann in der Nacht war plötzlich eine Explosion zu hören. Ich hielt mir die Ohren zu und hoffte dass der Krach aufhören würde. Weiter Explosionen folgten. Geschrei. Überall Geschrei und lautes Krachen. Ich fing wieder an zu weinen, weil ich an meine Eltern denken musste. Wo sie wohl waren? Ob es ihnen gut ging? Alice hielt mich fest. Auch ihr liefen Tränen über die Wangen. Irgendwann wurde der Krach leiser und ein Mann kam mit einem Megaphon herein und fing an zu reden. Alice lauschte und machte plötzlich ein erschrockenes Gesicht. “Was ist?” fragte ich sie leise. Ihre Stimme zitterte. “Sie haben die Bücherei und das Archiv gesprengt.” Meine Kehle wurde trocken und mein Magen zog sich zusammen. Meine Mutter! Meine Mutter! Die Wörter hämmerten in meinem Kopf. Meine Mutter ist doch dort angestellt! Sie arbeitet dort! “Aber es wurden doch vorher alle rausgeholt… oder?” meine Stimme war brüchig und zitterte. Alice biss sich auf die Lippen und schüttelte unter Tränen leicht den Kopf.

Das Ende des Krieges erlebte ich nicht mehr. Als Alice, ich und einige andere in ein anderes Gefangenlager gebracht werden sollten, wurde eine Bombe abgeworfen. Sie traf genau unseren Laster.

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Kommentare

luuk__ schrieb am 2012-01-26 21:32:03:
ich finds spannend eif aber du könntest sie weiter schreiben eif in einer anderen person :)
ishum schrieb am 2011-09-16 21:07:56:
boah iich finde diie geshichte voll kass voll spanned=)
aschommer schrieb am 2011-04-13 21:35:52:
Wieso werden Alice und die Erzählerin verschleppt? Sind sie nicht Bürger des Landes, in dem sie leben? Oder gehören Sie (bzw. ihre Eltern) irgendeiner Gruppe/Partei an, die verfolgt wird? So ganz ohne Erklärung wirkt das etwas seltsam.
Dass sie "kein Wort" verstanden haben soll, obwohl sie zumindest Englisch gelernt hatte, fand ich etwas widersprüchlich/übertrieben.

Ansonsten: Beim 3. Weltkrieg denkt man oft an Atomwaffen; das hast Du ja ausgeklammert. So könnte es genauso gut zu "irgendeinem" Krieg passen.
pilubu schrieb am 2010-08-28 20:29:16:
ich finde die geschichte cool und spannend weiter so!!!
caribu schrieb am 2010-07-20 15:28:43:
Ich hoffe das wir den 3. Krieg nie erleben werden. Die Geschichte ist fesselnd, aber ich würde sie in einem anderen Ausdruck schreiben! Ich bin selber eine von den Personen die oft und gernen Geschichten schreiben und weiß wie schwer es ist den passenden Ausdruck zu finden!
Mach weiter so!! lg Caribu
JeetJerome schrieb am 2009-04-29 15:13:39:
Die Idee, den dritten Weltkrieg aus eigener normaler Sicht zu betrachten, finde ich gut. Das hat was ähnliches wie Cloverfield. Würde ich mir die Geschichte verfilmen, würde ich wahrscheinlich eine Handcamera benutzen. Der Ausdruck ist leider nicht so mein Ding.
sinah.kesenheimer@arcor.de schrieb am 2009-04-13 12:20:21:
ähm wie soll sie bitte die geschichte erzählen, wenn sie am schluss schon tot ist.. vorallem den schluss wie kann sie denn wissen das sie gestorben ist wenn sie tot is??
das_alva@yahoo.de schrieb am 2009-04-07 22:55:32:
Schöne Geschichte. Aber der dritte Weltkrieg, sähe bestimmt anders aus. Ich ahbe das Buch gelesen und es ist logisch. Trotzdem gut. vlg. Luna
hans schrieb am 2009-03-31 12:26:40:
unrealistisch!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
KÖnig schrieb am 2009-03-24 11:31:21:
Sehr guter Lesestoff man ist in und an der Geschichte gefesselt
Weiter so!!!

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