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Kategorien > Abschied > Tod

37 Minuten

von NeDo

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Wie hat es angefangen? wie konnte es dazu kommen? Ich weiß es nicht. Es hat angefangen, wie jede andere Sache im Leben anfängt... sie fängt an, ohne uns um unsere Erlaubnis zu bitten. Aus den Ursachen werden Folgen...und aus den Folgen werden Ursachen. Wie hat es angefangen? Frag mich bitte nicht. Wieso geht die Sonne im Westen unter, nachdem sie unseren Herzen volle Wärme und Hoffnung vollgestrahlt hat? Wieso zieht sich die Welt den Schwarzen Mantel in der Nacht über, nachdem sie uns gezeigt hat, wie wunderbar die anderen Farben sind? Wieso verwelkt die Blume, nachdem ihr feiner Geruch uns für eine Weile bezaubert hat? Ein Traum in einem Traum... ein Traum in einem Anderen.
Es ist nun mal so!! Alles nimmt seinen eigenen Verlauf, während wir denken, dass wir ihn bestimmen könnten... dass wir ihn entscheiden könnten... dass wir die Kontrolle in der Hand hätten! Wir schlagen in der Welt unsere eigenen Wege, ohne zu wissen, dass wir nicht mehr als große Schachfiguren sind... auf einem größeren Feld und von einer größeren Hand bewegt werden. Ein Nebel, der sich langsam aber effektiv schleicht... Ein Nebel… Er mag die Wahrheit kurz decken können, doch er weiß genau, dass er gehen wird, wie er gekommen ist. Ein Nebel.. Er mag dicht sein, weniger dich, mehr dicht, aber er geht. Ja, es ist nun mal so... Es ist das Gesetz, das nie geschrieben wurde...das nie ausgesprochen wurde, doch spüren wir es... wie riechen es in der Luft... wie trinken es mit dem Wasser. Es nimmt in uns den Verlauf des Blutes in seinem Kreislauf... verlässt das Herz kurz, nachdem es es betreten hat... Immer wieder und wieder... Immer wieder
und wieder.
Man sagt: man könne den Anfang nicht aussuchen! Man kann aber das Ende bestimmen! Man sagt: das Leben sei ein Roman, den du mit einer schon geschriebenen Einführung bekämmst. Mit schon einem festgelegten Anfang! Doch mit dem Roman bekommst auch den Stift, mit dem du das Ende schreiben kannst. Seite für Seite ... Zeile für Zeile ... Wort für Wort... und Buchstabe für Buchstabe. Sie sagen: man schaffe die Gelegenheiten und bekommt sie nicht verschenkt. Man sucht sie und sie suchen uns nicht. Es heißt: die Welt sei eine kurze Zeit in einem kleinen Raum! Sie sagen und sagen, aber welchen Sinn hat das Ganze?? Vorgestern hab ich sie getroffen. Gestern waren wir zusammen. Und heute sind wir auseinander gegangen. Man sagt und sagt! Es ist aber die Natur der Dinge. Aus der Überraschung wird Routine, Aus der Spannung wird Langweile. Aus dem Lächeln wird Trauer... und aus der Liebe wird Gleichgültigkeit. Man gibt sich Mühen, denkt und plant, plant und macht, aber alles wird dann umsonst! wie eine Suppe: man breitet sie lange und mit vielem Geduld zu und gibt sich jede Mühe dabei. Und dann? Dann isst man sie in kürzester Zeit. Der Geschmack vergeht und die Erinnerung bleibt. Man sagt und sagt dann: Ja, es hat schon mal geschmeckt! Wie der Kuss von deinem kleinen Baby! Er dauert Sekunden, aber erfrischt dich lange... so nass ... so süß...
so erfrischend!
Ja, Nichts ist von Dauer. Das ganze Leben ist nicht mehr als eine Stunde, in der wir uns selbst und andere kennen lernen, dann vergessen wir und werden wir vergessen. Ein Moment von Vergänglichkeit! Wie zwei Geraden, die senkrecht zueinander sind: sie kommen aus dem Unendlichen, kreuzen sich in einem winzigen Punkt und verlaufen dann weiter in das Unendliche. Zwischen weiß und schwarz. Zwischen Lachen und Weinen. Zwischen Lieben und Hassen, Leben und Sterben ist nur ein feiner Faden! Ein feiner Faden, der sie voneinander trennt. Wir sehen ihn nicht, doch umgibt er uns alle, wie ein Albtraum, aus dem wir nicht wachen können. Ein grundloser Brunnen; man sinkt tief und tief ohne die geringste Hoffnung, wieder rauszukommen. Weil die Hoffnung auch mit sinkt und
sinkt?....

......Gestern trug sie ihr Kind...blass... still... schweigsam. Mit ihm rannte sie rein:
“rettet meinen Sohn bitte... er stirbt... „
... Zehn Jahre, acht Monate, zwölf Tage, drei Stunden und vierundzwanzig Minuten. Die Uhr des Lebens tickt und tickt: tik…tak...tik...tak...t...
“ kommen Sie hierher bitte ... was ist mit ihm los? Erzählen Sie „
Ein unschuldiges Kind, das nicht aufhört zu träumen. Ein unschuldiges Kind, dessen Wangen noch rot sind. Ein Kind, das das Leben vor sich ha, oder es muss mindestens so sein. Muss? was heißt denn hier muss? Wer legt die Regel fest? Was ist die Norm und die Abnorm?? Was gibt ihnen ihre Individualität? Und wer
malt ihre Grenzen?
„ Er hat nach der Schule die Soldaten mit Steinen beworfen. Der Teufel! Ich hab es ihm Tausendmal davor verboten, er hört aber nicht! sehen Sie? Sein Faust hält den Stein immer noch fest! ich hab es ihm doch schon öfter gesagt,
aber er hört nicht! “
Er hört nicht? Wer hört dann? Und wieso? Tausende weinen und rufen... Tausende leiden und rufen... Tausende sterben und rufen... rufen und rufen, wer
hat aber sie gehört?
„ Oh Gott! Er ist voller Blut! Es sind mindestens vier Schüsse gewesen! Ok, mal
sehen, was wir da alles machen können „
Zehn Jahre, acht Monate, zwölf Tage, drei Stunden und einunddreißig Minuten. Und die Uhr des Lebens tickt weiter und weiter: tik…tak...tik...tak...“.
„Oh Gott er ist voller Blut. Es sind mindestens vier Schüsse gewesen“. Blut? was ist denn schlimm daran? Es ist nur ein schön rot gefärbter Fleck, der an Länge und Breite zunimmt. Immer breiter und breiter. Beinahe wird er sogar die ursprüngliche Farbe des Hemdes mit den Vier Löchern decken. färben? Oder waschen?? Rot statt weiß? Er wünschte sich schon immer dieses rote Hemd mit dem Spruch darauf. Sein Vater und der einzige Ernährer seiner Familie lebt aber nicht mehr, und Geld wurde Eines der Wörter, die er zwar hört aber nicht sieht. Abstrakt! wie er seinen Lehrer einmal habe sprechen hören! Aber jetzt hat er endlich sein rotes Hemd. Es ist zwar gelöchert, nass und warm, aber das wird schon. Die Sonne wird auf jeden Fall nochmal aufgehen und wir ihm mit ihren Strahlen die Wärme und die Hoffnung, die er seit langem vergessen haben, zurückgeben. und da wird er sein Hemd sicher trocknen lassen können. Wer weiß, vielleicht auch für immer.
“ Docktor, wird er es schaffen? wird er das überleben? „
Der Arzt sagte nichts, doch seine Augen sagten zu viel! Zuviel von Hoffnungslosigkeit und Ratlosigkeit, von Verzweiflung und Vergeblichkeit. Sein Augen sagten die nackte Wahrheit. Die Art Wahrheit, nie hören kann oder will und die man nie ertragen kann. die Wahrheit ist wie eine Vollstrahlende Sonne; man kann nie direkt hinschauen. Man schaut sondern immer da neben, aber nie direkt hin. Ja, wie die Sonne… eine starke warme Sonne, die die Hoffnung schmelzen lässt wie ein Stück Eis.
Aber sie weint. Er kommt sich sicher vor, als wäre er ein ausgetrocknetes Feld, das Regen nach langer Dürre empfängt... salzig,

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Kommentare

Lina schrieb am 2011-10-31 09:48:33:
eine sehr gelungene Geschichte
Donevan schrieb am 2009-10-12 00:58:44:
Der Text ist genial! Liebevoll aus der Perspektive eines zehnjährigen Kindes erzählt, was erst gegen Ende richtig deutlich wird.
Ich muss den Autor loben, denn es gibt nur sehr wenige Texte, die es schaffen, mein Innerstes zu berühren.

Bei Abschweifungen muss man zwar immer aufpassen, aber in diesem Fall finde ich es klasse. Dadurch werden hier in gewisser Weise alltägliche Dinge dem Extremen, der Wahrheit, die keiner wahr haben will, gegenübergestellt.
Nedall Zalloum, n2002z@hotmail.com schrieb am 2008-09-15 10:26:37:
ich danke Euch allen für die lieben Kommentare.
diese Geschichte und andere könnt ihr in meinem Buch: Blicke aus Parallelwelten, lesen
lg,nedo
Mariam schrieb am 2007-12-25 19:57:12:
Ich fand deinen Text sehr interessant und traurig! leider ist das nicht nur eine geschichte sondern bittere Wahrheit im Gaza.besonders gefallen hat mir der Schluss, der letzte Satz...
Lg Mariam
Mohamad schrieb am 2007-12-01 16:42:01:
Gut, schreib weiter.....
Lg, Mohamad
NeDo schrieb am 2007-11-30 02:32:32:
ich danke euch allen für die lieben Kommentare
King Killer Boss Anas (Dein bester Schüler) schrieb am 2007-11-24 22:31:11:
Deien Geschichte ist very good
hut ab
mach weiter so
wenn du willst kann ich dir noch ein paar Nachilfestunden geben
hahhahha
Spaß!!!!!!ist wirklich schön
salam alleikum

von:
dein bester schüler Anas Fattal
Amer (Dein Schüler ) schrieb am 2007-11-24 22:26:39:
hallo nedo deine geschichte ist gut machaalah mach weiter so das sieht gut aus



P.S: ich muss dir das nächste mal was erzählen.



Mohammed schrieb am 2007-11-20 00:18:14:
Es ist ein guter Anfang, mir hat es gefallen aber muss ehrlich sagen ich bin am Anfang fast eingeschlafen.
Der Anfang war etwas langweilig und hatte das Gefühl, du vermittelst die gleiche Idee in jedem Satz nur mit anderen Worten.
Ein zweiter Punkt, wenn du es kurzer machst, wäre es für mich besser, denn lange Artikel sind unbeliebt auch wenn sie spannend sind. Viele verlieren bei langen Artikeln den Faden, und wissen am Ende nicht was das Ganze bedeutet.
Jeder Anfang ist schwer, aber eins überlasse ich dir" du hast es drauf"
Osama schrieb am 2007-11-19 13:51:43:
ich bin sprachlos ,,,, wahnsinnig , wie traurig diese Geschichte ist ....
schreib weiter .. du hast das Talent
Osama
Ramadan schrieb am 2007-11-18 19:28:33:
Einfach Genial !!!
LG
sebastian schrieb am 2007-11-18 12:55:39:
nicht schlecht
weiter so
yasmin el... schrieb am 2007-11-13 23:24:42:
Am Anfang war ich verwirrt.Ich wusst nicht aus welchem Perspektive ,du erzählst.
und jetzt habe ich es gemerkt. Sicht--------------- kleiner Junge. du versuchst viele Metaphern einzufügen und du vergleichts es auch jedesmal.
aber leider ist es dir nicht gelungen zu vergleichen.z.B "ausgetrocknetes Feld"-- hmmmmmmmm ????
du hast viel erzählt und du bist nicht auf dem Punkt gekommen .(man wird schon ungedulig). du beschreibst es sehr ausführlich aber versuche es nicht auszuschmücken,denn das k ommt am Ende zu eine Verwirrung.
Für mich ist es keine Kurzgeschichte.
Ansonsten bin ich zufrieden. ist es sehr traurig und du versuchst die Gefühle des Jungen zu beschreiben.( Ict hweiss ja nicht,vielleicht hast du es selbst erlebt)
brillante idee.
weiter so.


Lina schrieb am 2007-11-13 02:31:45:
Abgesehen von den Grammatikfehlern ist die Geschichte ein feines Stück Kunst. Mich würde interessieren, ob du –oder einer deiner Bekannten- schon eine ähnliche Situation erlebt hast\hat, sodass du die Emotionen und die Gefühle so präzis beschrieben kannst.
n schrieb am 2007-11-12 14:23:39:
ja echt ne supersuper gute geschichte vorallem der anfang hat mir gefallen
Jian Li schrieb am 2007-11-12 13:45:51:
Von der Idee her ist dieses Artikel exzellent. Habe mir sehr gut gefallen. Ich wollte diese Person unbedingt kennenlernen.
Sören schrieb am 2007-11-12 12:31:14:
Hey Nidal,
ist echt nen ziemlich gutes werk geworden.
bei der kritik muss ich mich teilweise den vorangeganen anschließen:
ein bißchen mehr korrektur und dann wird´s fast perfekt.
sehr gut fand ich, dass du beschrieben hast ohne zu urteilen.
so bleibt die deutung sehr schön offen.
mach weiter so.
lg sören
NeDo, n2002z@hotmail.com schrieb am 2007-11-12 01:15:27:
Ich Danke euch sehr für die lieben Kommentare und muss mich wegen der sprachlichen Fehler entschuldigen, da dieses Werk mein erstes überhaupt ist und ich hab es nicht überprüft.
Amjad Natsheh schrieb am 2007-11-12 00:24:57:
das ist toll was du geschrieben hast ya nidal,traurige Geschichte von unserer vielen palästinensischen
geschichten,aber es fehlt was,du hast nicht hingewiesen,dass diese geschichte nicht von unserem palästinensischen
Tat ist,ich drucke dir die daumen nidal,und ein guter schritt mashallah,weiter nidal.salam
christian schrieb am 2007-11-11 23:39:20:
ich würde alles klein schreiben - oder auf korrekte groß-/kleinschreibung achten.
ich finde die geschichte gut, für mich kommen die "..." also die drei punkte jedoch zu häufig vor - sollte man meines erachtens nicht so oft setzen.

lg
ayfer schrieb am 2007-11-11 23:12:18:
also ich find die schreibweise erstaunlich, so viele nicht ausgesprochen wordene gedanken werden mit einer traurigen aber auch geschickten weise geschrieben. der hintergrund dieser geschichte befürwortet die nackte und klare wahrheit, ein geschehen, welches tagtäglich passiert ist, passiert und passieren wird. ich finde du hast hier etwas dargeboten welche herzen zerreissen lässt. wörter die tiefgründig sind und man sich fragen muss warum ein mensch der noch ein ganzes leben vor sich hat das erleben muss. ich finde es sehr schön, klasse
Vahid schrieb am 2007-11-11 22:47:42:
Der Text ist gut, er sollte aber noch von Jemandem überarbeitet/korrigiert werden.
Monika Bodenstein schrieb am 2007-11-11 20:48:04:
ich bin wirklich beeindruckt. man ist irgendwie wehmutig
Elnisa schrieb am 2007-11-11 15:39:10:
Mehrfach Klasse!!!!
sevinc topcu schrieb am 2007-11-11 15:11:33:
eine wirklich sehr schöne und traurige geschichte,möge Allah uns beistehen
ahmed natsha schrieb am 2007-11-11 13:56:13:
waw...ich find das toll herr NEDO .. mach weiter und ich bin dabei ...
Liebe Grüße ,ahmed
Katja schrieb am 2007-11-11 12:39:39:
Die ersten Sätze deiner Geschichte finde ich sehr gut & interessant, und auch die Idee, Sätze durch ... aneinander-
zureihen, ist spannend. Leider driftest du aber nach der ersten guten Sätzen immer mehr ins Klischee-
hafte ab. An manchen Stellen ist die Geschichte wirr, z.B. ist mir nicht klar, was der verstorbene Vater des Erzählers
und Geld mit der Geschichte von dem sterbenden Kind zu tun hat. Auch ist dein Deutsch leider an vielen Stellen
nicht fehlerfrei, was schade ist. An anderen Stellen verwendest du Wörter, die es gar nicht gibt ("verdippen",
"schleicheln"). Versuch, zumindest Grammatik & Ausdruck zu überarbeiten, und manche sinnhafte Wiederholungen
wegzulassen, denn das Thema der Geschichte ist interessant!
Jusra schrieb am 2007-11-11 12:23:55:
... traurige Geschichte eines palästinensischen Jugen, daran erinnert mich deine Geschichte zumindest. Mashallah, man merkt, dass du ein Händchen für Geschichten und Emotionen hast. Wenn sie in sprachlicher Hinsicht noch weiter ausgearbeitet wird, hast du echt etwas schönes hinbekommen. kammel kitaabtak, kommt echt was Gutes bei raus..!
Kerstin Voß schrieb am 2007-11-09 14:12:58:
Ich bin sprachlos, mir fällt dazu nur eines ein..GRANDIOS!

Lieben Gruß, Kerstin

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