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Kategorien > Vampire > Fantasy

A New Vampires Story

von Jo

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KAPITEL II

Als sie die Augen öffnete, drang Sonnenlicht durch die dünnen Gardinen, gerade mal so viel, dass die Möbel keine Schatten werfen konnten. Sie belächelte die Theorie, dass Vampire durch Sonnenlicht sterben konnten. Es war nur eine Sache der Gewohnheit.
Jocelyn warf einen verschlafenen Blick auf ihren Wecker. Zwei Uhr mittags. Sie schlug die Denken weg und stadt auf. Noch unsicher auf den Beinen dackelte sie zu den Vorhängen und riss sie beiseite. Warmes Sonnenlicht durchflutete das Zimmer und wärmte ihre Haut. Ein angenehmes Gefühl. Undenkbar, dass die Meisten ihres Volkes das nicht spüren konnten.
Als sie sich gewaschen und angezogen hatte, tapste sie barfuss durchs Haus. Sie stieg die Treppe runter und hörte Geschirr klappern...die Küche.
Sie eilte hin und schwang die Tür auf. “Guten Moooorgen!”rief sie den Angestellten zu, die ihren Gruß weniger begeistert erwiedertet, da sie an das seltsame Benehemen ihrer Herrin schon längst gewohnt waren. Jocelyn lugte in den Kühlschrank, nahm sich was zu essen und tänzelte um die Dienstmädchen herrum um schließlich aus der Hintertür rauszuhüpfen.
Jeronimus, der das Ganze beobachtete, staunte immer wieder über die Energie seiner Herrin. Körperlich hatte sie noch nicht mal die 20 erreicht, sie war früh gestorben doch mental war sie schon 3996 Jahre alt. Jocelyn war mit Abstand die Älteste die er kannte oder die gar exestierte.
Sie ist wunderschön, dachte er. Er sah zu wie sie sich unter die alte Eiche vor dem See setzte. Die Sonne fing sich in ihrem schwarzen Haar und alte Gefühle liefen Gefahr, wieder aufzusteigen. Er liebte sie schon lange und vor langer Zeit hatte er den Fehler begangen, ihr seine Liebe zu gestehen. Offenbar zum falschen Zeitpunkt. Damals trauerte sie noch. Jocelyns Gemahl, der ehrenwerte Lord Jonathan war verstorben. Er war ein Vampir von hohem Rang und er fiel ehrenhaft bei einem Kampf mit einem Vampirjäger. Eine tragische Geschichte, so erfuhr er später von seinem Vater, der vor ihm für die Sicherheit des Ältesten verantwortlich war. So hatte er auf eine Antwort verzichten müssen...genau so wie er es heute tat. Er erwartete überhaupt keine. Manchmal, am kalten Abenden an denen das Kaminfeuer loderte, dachte sie noch an die längst vergangene Liebe. Jeronimus ignorierte rücksichtsvoll und aus Respekt vor der Persönlichkeit die sie war, die feuchten Tränenspuren auf ihren Wangen. Dennoch brach es ihm das Herz sie so niedergeschlage zu sehen.
Aus dem Grund erfüllte es ihn mit Freude sie glücklich zu sehen. Langsam schlenderte er zu ihr rüber. Sie saß mit dem Rücken am Baumstamm gelehnt und knabberte an getrockneten Früchten, während sie die Sonne genoss. Auch das war ihm immer ein Rätsel gewesen. Jocelyn liebte die Sonne. Tag für Tag, wenn die Sonne schien, verbrachte sie ihre gesammte Freizeit unter dieser Eiche und sonnte sich. Daher kam die gesunde Farbe, die für einen Vampir so untypisch ist. Auch die Ernährung seiner Herrin gab ihm zu denken. Sie ernährte sich von sterblichem Essen, zwar nicht undenkbar, aber völlig unnötig, da ein Vampir nun mal nichts anderes als menschliches Blut braucht. Dennoch musste er zugeben, dass es ihr standt. Sie war nicht so mager und blass wie die herkömmlichen Vampire. Er sah sie nur sehr selten Blut trinken, da sie es verabscheute. Eins der wenigen male war die vergangene Nacht. Er hatte die verrräterische Röte in ihren Wangen bemerkt. So wie es aussah war sie auch nur ein Vampir und ging ihren Bedürfnissen nach.
Doch das alles machte ihm keine so großen Sorgen wie ihre zahlreichen Affären, die von Jahrhundert zu Jahrhundert mehr wurden. Es verletzte ihn zwar sie jedesmal mit einen anderen Mann zu sehen, doch noch mehr verletzte es ihn, dass das Privatleben der Ältesten von jedem Unsterblichen unter sich breitgetreten wurde. Doch es schien sie kaum zu interessieren was Andere über sie sagten. Im Gegenteil. Es schien sie sogar zu amüsieren. Sie lebte ihr Leben. Sie regierte ihr Volk und sie wurde begehrt. Was kann sich eine Frau mehr wünschen, fragte sie ihn einmal. Darauf hatte er geschwiegen und sie nie wieder gefragt. Doch er wusste, dass sie sich nie wieder vermählen würde. Daüfr würde der Schmerz ewig tief in ihrem Herzen sitzen.
Jocelyn blickte auf als sein Schatten auf sie fiel. Sie schirmte die Augen ab und als sie ihn erkannte wies sie ihn neben ihr Platz zu nehmen. Er sah sich verstohlen um und setzte sich neben sie ins ware Gras. Er hatte sich mittlerweile auch an die Sonne gewöhnt. Die Umstände zwangen ihn dazu, denn er hatte vor langer Zeit den Eid geschworen seine Herrin überall hin zu begleiten...da war das bisschen Sonne unumgänglich.
Sie bot ihm lächelnd die Schale mit den getrockneten Früchten, aber er verzog nur angewiedert eine Grimasse. Jocelyn zuckte mit den Schultern und kaute genüßlich auf einer Rosine rum. ,,Gibts was Neues?” erkundigte sie sich schmatzend. Er lächelte und klappte ihr den Mund zu. ,,Man kaut nicht mit offenem Mund!” sagte er scherzhaft streng. Sie streckte ihm die Zunge raus und er lachte.
,,Deine Schüler müssten bald auftauchen. Ich schlage vor...,”er schürzte die Lippen und musterte sie von oben bis unten,”du ziehst dir lieber was anderes an.” Sie sah an sich runter und fragte sich was an ihrem weißen Sommerkleid auszusetzten war. Dann sah sie ihn fragend an. Er musste wieder lächeln. ,,Es ziemt sich nicht für eine Älteste so aufreizend rumzulaufen.”tadelte er sie.
Sie sah in an und fing laut an zu lachen. “Aber, aber, Jerry, findest du etwa, dass mein Kleid zu kurz ist?Auf was du nicht alles achtest...” sagte sie ohne das breite Grinsen zu unterdrücken.
Nun war er es der sie fragend ansah. Er spürte einen kurzen Stich in der Magengegend. Da saß sie. Mit einem kurzen weißen Kleid und sah umwerfender aus als je zuvor. Er wollte nicht antworten. Stattdesen stand er auf und lief missmutig zurück zur Villa. Jocelyn blieb noch eine Weile sitzen. Sie wusste schon lange von seiner Liebe zu ihr. Und doch zog sie ihn immer wieder damit auf. Aber nicht weil sie sich lustig über ihn machen wollte, sondern einfach nur weil sie ihn auch gern hatte. Doch mit ihm etwas anzufangen war viel zu riskant. Sie hatte Angst aus ihm ein Spielzeug zu machen wie die anderen Narren die so viele als Affären bezeichneten. Dafür hatte sie ihn einfach zu gern.
Sie stand auf und schlenderte zurück ins Haus. So spießig er auch war, er hatte recht. Sie durfte sich nicht so gehen lassen. Diese Zeitepoche hatte schon viel zu viel auf sie abgefärbt.

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Kommentare

InxXxFuck schrieb am 2010-01-18 21:17:03:
Die Geschichte ist wirklich gut gelungen außer das es vieleicht besser wär im Ich still zu schreiben oder so...
feya schrieb am 2010-01-11 17:18:57:
Fast 4000 Jahre alt und heisst Jocelyn????
Jo schrieb am 2009-03-02 16:55:19:
danke vielen dank. ich schätz des echt sehr :D aber ist echt ne ewigkeit her dass ich das reingestellt hab...ist sowas wie der prototyp hehe...ich hab schon ziemlich verändert kaum wieder zu erkennen.
trotzdem vielen dank für deine meinung. das bedeutet mir wirklich viel :)
Claudia schrieb am 2008-12-27 19:25:33:
Hallo Jo,
ich weiß nicht recht. Dein Schreibstil gefällt mir sehr gut, an der Geschichte stört mich, dass sich deine doch sehr alte Vampirin wie ein Teenager benimmt. Außerdem finde ich nichts, was für eine Vampirin typisch ist. Nichts amnutiges, sie ist Obst??? Ein Haufen Gefühle... Gut das mit dem Sonnenlicht ist noch nachvollziehbar, wenn man ihr Alter bedenkt, aber ansonsten finde ich die Vampirin in Jocelyn nirgends wieder. Du solltest Dir überlegen, Ob du sie nicht zur Hexe machst. Eine gute Hexe könnte ich mir mit so vielen doch sehr menschlichen Zügen ehrer vorstellen. Die Art, wie Du schreibst, gefällt mir sehr gut, ist lebendig und flüssig. Mich stört wirklich nur, wie die Vampirin sich benimmt, dass passt irgendwie so überhaupt nicht. Die Geschichte an sich ist aber gut. Sorry, für die harten Worte. Nur meine Meinung. :)

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