Abiosis (Mike9)
von
Simon
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ABIOSIS (Mike9)
Er schreckte auf.
Das Telefon hatte ihn aus dem Dämmerschlaf gerissen.Er griff nach dem Mobilteil und drückte den grünen Knopf.Heidi war dran.Sie schluchzte.
"Mike."
flüßterte sie,"etwas schreckliches ist passiert. Kannst Du zu mir kommen?"
"Ist es ernst?"
Heidi fing an zu weinen.
"Bin gleich da süße."
sagte der Vampir und legte auf.Er ließ das Telefon fallen und suchte nach dem Lichtschalter seiner weißen Nachttischlampe.
Nachdem das schwache Licht das Zimmer mehr schlecht als recht erhellt hatte,stand Mike auf,suchte seine Klamotten,die wie immer vor dem Bett lagen, zusammen und zog sich rasch an.Dann schaltete der Blutsauger das Licht wieder aus. Er ging am Bad vorbei ins Wohnzimmer,zog seine Stiefel an,nahm die Schlüssel in der Küche vom Tisch und lief zur angrenzenden Garage.
Er stieg in den Porsche,der gerade fertig getunt als erster vor dem Garagentor stand,schwang seinen durchtrainierten Körper in den Ledersitz und startete den Motor.
Der V8 erwachte.Per Knopfdruck eines Schalters in der Mittellkonsole öffnete sich das breite Tor und gab den Weg zur Straße frei.Durch die neu eingebaute und von ihm selbst optimierte Standheizung waren die Motoren der Autos immer auf Betriebstemperatur,so daß Mike gleich richtig Gas geben konnte.
So raste er durch die durch den Mond erhellte Nacht zu seiner einzigen Menschenfreundin.Sie wußte über Ihn Bescheid.Er kannte sie seit Jahren.Nun brauchte sie anscheinend seine Hilfe.Er wußte nicht,was ihn erwartete,aber er war bereit ihr zu helfen.
Ein paar Minuten später war er bei ihr.
Sie öffnete ihm mit völlig verheulten Augen.Kaum war Mike im Haus und die Tür geschlossen,fiel Heidi ihm um den Hals.Sie konnte kaum reden und so mußte der Vampir sie erst mal beruhigen.
Er hob sie auf und trug sie ins Wohnzimmer,wo er sie auf der Couch absetzte.Dann ging er zu dem Wohnzimmerschrank,goß ihr einen Whisky ein den sie mochte und reichte ihr das Glas.
"So. Erzähl mal,was Dich so aufregt."
"Du kennst doch den Uwe,meinen Freund."
"Ja.Was ist denn mit dem?"
"Er wird sterben."
wieder fing sie an zu heulen und zittern.
Das ging Mike ziemlich auf den Wecker,Gefühle und vor allem Trauer waren wirklich nicht sein Ding.
Aber irgendwie mochte er die kleine Blonde wirklich,also sagte er nichts abfälliges.
Als sie sich wieder halbwegs gefangen hatte,fuhr sie fort:
"Er liegt seit zwei Wochen auf der Intensiv.Er wird immer schwächer.Vorhin bekam ich einen Anruf aus der Klinik.Er leidet an einer seltenen Abiosis,einer Blutkrankheit."
"Ja und wie kann ich Dir da helfen? Ich kann zwar einiges aber alles ja nun nicht."
stutzte der Blutsauger.
"Die Ärzte können ihm nicht helfen. Mike,er wird in zwei Wochen tot sein!"
Heidi fiel wieder in einen Weinkrampf.
Mike konnte das Geheule auf den Tod nicht ausstehen.
"Und was soll ich Deiner Meinung nach tun? Beten vielleicht?"
"Rette ihn.Mach ihn zu einem Vampir."
"Du weist nicht,was Du redest."
"Doch.Tu es für mich."
"Na hör mal,das ist gewiß nicht die Beste Art,jemanden zu retten.Sein Leben wird sich vollkommen ändern.Er wird nicht mehr der selbe sein."
"Er ist aber damit einverstanden."
"Was soll das denn jetzt? Hast Du ihm die Wahrheit gesagt? Du kannst doch niemand ernsthaft glauben machen,daß es welche wie mich tatsächlich gibt!"
Die Blondine setzte sich auf,schneutzte ihre Nase und meinte dann:
"Doch,ich habe ihm von Dir erzählt.Er hat solche Angst.Er ist doch noch so jung. Er will nicht sterben."
"Das wird er sowieso. Auch wenn ich ihm mein Blut injiziere."
"Genau darum bitten wir Dich. Das ist seine einzige Hoffnung."
"Nicht,daß ich ein schlechtes Gewissen hätte.Aber an sowas hätte ich nie gedacht. Das wird so ziemlich alles ändern.Er wird Menschen töten. Ist es das wirklich wert?"
"Ja.Für mich und für Uwe."
"Da Du ja über mich Bescheid weißt,kennst Du meine Eigenschaften und tun.Unter anderem wird er nicht altern.Er wird sich mit anderen weiblichen Vampiren paaren,dich nicht mehr so sehen,wie er es jetzt tut."
"Dann gehe ich mit ihm seinen Weg."
"Wie meinst Du das?"
Mike war seit langer Zeit fassungslos.Er setzte sich.Er hoffte,sie würde es nicht sagen.
"Dann mach' mich auch zum Vampir."
"Das ist lächerlich! Das kannst Du nicht ernst meinen!"
Mike war wieder aufgestanden.
"Doch! Seit ich Dich kenne und die Wahrheit weiß,habe ich mit dem Gedanken gespielt,zu wechseln."
Mike ging zur Bar,nahm ein Glas,die Flasche Whisky,goß sich ein und drehte sich zu Heidi um.
Ernst sah er sie an.
Sein sonst immerwährendes Grinsen war verschwunden.
"Das ist nicht so einfach wie vom PC zum Mac zu wechseln. Was Du sagst ist unglaublich! Als Vampir hat man ein Leben vor sich,begleitet von der Gier nach Blut.Man wird zum Mörder.Man..."
"Das ist mir egal. Aber man lebt."
fiel sie ihm ins Wort."
Mike setzte sich neben sie.Sie war sich sehr sicher.Er nahm sie in die Arme und sie schmiegte sich an ihn.Mit großen Augen sah die zierliche Frau ihn an.
"Mike,wirst Du es tun?"
Der Blutsauger schloß die Augen.Er dachte nach.Dann sagte er:
"Okay.Ich werde ihn umwandeln.Das habe ich noch nie gemacht.Ich weiß es geht,ich habe in der Bibliothek der Gräfin darüber gelesen.Aber Du bleib bitte erst mal ein Mensch.Vampire können schon richtig pervers sein."
Ihre Halsschlagader zog seinen Blick auf sich.Fast hätte er zugeschlagen.
"Na gut.Morgen besuchen wir ihn.Er weiß also in etwa,was ihn erwartet?"
Heidi nickte.
"Gut. Ich werde Dich als Aufpasser brauchen.Keiner darf sehen,daß ich ihm was spritze. Schlaf jetzt etwas,es ist fast zwei Uhr."
Mike schnappte sich die kleine und trug sie die Treppe hinauf,legte sie ins Bett,deckte sie zu und fragte nochmals:"Du bist Dir ganz sicher?"
Wieder nickte sie."Ich liebe ihn so sehr."
Mike nickte zustimmend.Wortlos löschte er im hinausgehen das Licht.
Sie wußte,er würde sie jetzt nicht verlassen.Er würde sich noch ein oder zwei Gläser einschenken,dann eine rauchen und sich dann auf die Ledercouch legen.
Gleich war sie vor Erschöpfung eingeschlafen.
Der Blutsauger zog seinen Ledermantel aus,warf ihn über einen der Stühle im Wohnzimmer,holte sein Zigarettenetui aus der Brusttasche und zündete sich eine der Kippen an.Der Aschenbecher auf dem kleinen Wohnzimmertisch war voll. Nein,er quoll über.Naja,er konnte sie ja schon verstehen.
"Is ja ekelhaft."
dachte er und ging in die Küche um ihn zu leeren.Beim Betreten der Küche ging das Licht automatisch an.Mike überlegte,ob er auch so Sensoren in sein Haus einbauen sollte.Wäre ja schon praktisch.
Nachdem er den Aschenbecher nun wieder benutzen konnte,begab er sich ins Wohnzimmer,wo er einen großen Schluck nahm.Er war jetzt doch etwas verwirrt.
Da stand er nun.Im leeren Zimmer einer Frau,er sollte den Erlöser spielen.
"Das halte ich im Kopf nicht aus."sagte er leise zu sich selbst.
Er nahm einen weiteren
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Kommentare
Simon.kloeter@gmx.net schrieb am 2006-04-11 11:22:23:
Hallo Leute!
Tut mir leid,dass es so lange gedauert hat.
Aber jetzt habe ich mal 3 weitere Geschichten eingestellt.
Viel Spass beim Lesen
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