Abschied
von
Anariel, die Nomadin
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Vorbei geht langsam nun die Nacht,
Nach mir greift auch die Trauer sacht.
Und fühl mich wie ein wildes Tier
Eingesperrt im Jetzt, in Hier.
Möchte doch so gerne fort,
An wilden, altvergessnen Ort.
Es dämmert bald der Morgen
Und tief im Leib brennen heiß die Sorgen.
In meine Augen drängen
Bitterheiß die Tränen.
Meine Seel, sie schmerzt, ist wund.
Stille geht die Dunkelheit.
Noch einmal gedenk ich leis dem Bund,
Aus längst vergangener Zeit.
Und seh ich zu den fernen
Hellen, klaren Sternen.
Dann blüht in mir still der Schmerz.
Oh lieber freund, oh Bruderherz!
Meine Seel vermißt ihr Gegenstück.
Mein Geist vermisst den Deinen.
Und selbst in meinem größtem Glück
Muß ich manchmal weinen.
In meiner Seele sind geblieben
Tiefe,tiefe Wunden.
Da unsre Wege schieden
Zieh allein ich meine Runden.
Irgendwann vergehn die Schmerzen,
Doch bleiben Narben mir auf dem Herzen.
Doch es helfen nicht die Klagen.
Und so bleibt wenig mir noch zu sagen.
Ohne Dich sind meine Nächte leer.
Ich weiß wir sehen uns nicht mehr.
Doch nie vergessen sollst Du sein.
Gedenke Deiner in Stern- und Mondenschein.
Und nun, oh Bruder wünsche ich Dir ganz leise
Eine Gute Reise!
Anariel, Winter 2003/2004
Gewidmet an Rainer Detmers *16.Juli1960 +18.Nov,2003
Tot in seiner Wohnung aufgefunden
-Freund, Weggefährte, Seelenbruder! Gerne hätte ich Dich mal getroffen!
Niemals werde ich Dich vergessen!
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Kommentare
Anariel schrieb am 2007-10-18 21:06:12:
Hallo Lothar, Liebe Wolfsblut&Rabenherz......
Ich danke euch für die schönen Kommentare. Es freut mich immer wieder, wenn ich mit meinen Worten berühren kann.
Mit lieben Grüßen
Anariel
Anariel schrieb am 2007-10-04 05:20:03:
Liebe Wolfsblut&Rabenherz,
danke euch für den Kommi.
Gedichte sind und waren schon immer ein wichtiges Ausdrucksmittel für mich.
Hallo Lothar Cremer,
auch an dich ein Danke für den Kommentar.
Ja es ist schwer einen solch jemanden zu verlieren.
So eine Trauer, die Trauer um jemanden, den man gleibt hat, die vergeht auch nicht, sie wird nur irgendwann einmal sanfter und tut nicht mehr ganz so weh.
Trauer ist sowieso was seltsames und ja in gewisser Weise auch egoistisch. Wir trauern ja auch viel mehr darum, das WIR nicht mehr mit denjenigen, der gegangen ist zusammen sein können und nicht darum das er hat gehen müssen.
Ich finde es auch passend das genau dieses Gedicht gnaz am anfang der Liste meiner Texte steht.
Danke euch.
Mit liebem Gruße
eine Nomadin zwischen den Welten
Anariel
Lothar Cremer schrieb am 2007-09-08 00:12:06:
Sehr schön geschrieben. Man merkt, dass es aus deiner Trauer heraus geschrieben wurde. Ich habe ein ähnliches Erlebnis erfahren müssen. Ich weiss wie es ist einen lieben Freund und Weggefährten zu verlieren. Ich trauere mit dir.
LG Lothar
Wolfsblut&Rabenherz schrieb am 2007-09-05 20:42:44:
liebe Anariel, es bedarf keiner Worte über dies geschriebene.
wenn das Gefühl seinen Weg durch die Seele sucht um gelebt zu werden.
Anariel schrieb am 2006-08-14 03:23:17:
Hallo Soltberg,
Bitte gern geschehen. Freut mich, wenn meine Kritiken Dir helfen. Bin ja selbst um jede einzelne froh.
Bin leider noch nicht dazu gekommen, alles von Dir zu lesen.
Werde ich aber nachholen.
Und ja, ich schreibe oft aus Gefühlen heraus. Und auch oft aus Emotionen von Schmerz und Leid, oder auch weil ich mich unverstanden fühle bzw manchmal das Gefühl habe, das man mich gar nicht verstehen will.
Aber oft schreibe ich auch aus tiefempfundenem Glück und einfach aus der Freude am schreiben selbst.
Aber mit dem Schreiben angefangen habe ich tatsächlich aus Schmerz und Verzweiflung heraus.
Es gibt so einige Gedichte, die wohl niemals jemand lesen wird.
Ich danke Dir sehr für deinen Kommentar.
Mit liebem Gruße
Anariel
Dr.Soltberg schrieb am 2006-08-13 17:59:42:
HAllo Anariel,
danke für deine Masse an konstriktiver Kritik.
Find ich wirklich klasse!
Und auch deine Geschichten sind wundervoll, ich entnehme aus ihnen, dass du auch aus Schmerz und Verzweifelung heraus schreibst.
Und es gelingt dir wirklich vollends die Emotionen und Gedanken des Leids einzufangen!
Abba das is nur meine Meinung.
Alles Gute!
Dr.Soltberg
Tenebra schrieb am 2006-06-14 07:17:33:
Das Gedicht geht richtig unter die Haut...
Luh schrieb am 2006-06-13 23:57:49:
hallo meine geliebte Nomadin, ich finde dich doch überall.-g-
Und ich sagte es bereits in Deinem eigenem Forum: "Würde sich jeder so von geliebten Menschen verabschieden,
dann wäre unsere Welt eine bessere!"
Anariel schrieb am 2006-06-13 23:25:18:
hallo Judith,
Ich habe leider keine Geschwister aber Rainer war wie ein Bruder für mich.
Mein Seelenbruder, ein Bruder des Herzens...drum kommt auch der ausdruck "Bruderherz" und "Bruder" darin vor.
Er fand meine Gedichte immer so toll und hat mich immer wieder ermutigt weiterzumachen, da ist es nur Recht und billig ihm allein eines meiner Gedichte zu widmen.
mit liebem Gruße
Anariel,die Nomadin
angelika schrieb am 2006-06-13 12:58:19:
Hi,
bei solchen sachen schreib ich grundsätzlich keine wirkliche Kritik weil ich finde, das sie da nicht hingehört! Ich möcht dir sagen das ich den Inhalt selbst sehr sehr berührend fand!
LG
sternenkind
Judith Strobel schrieb am 2006-06-12 21:24:57:
TOLL!!!! Ich finde du hast gut gereimt aber auch die Dramatik ist deutlich zu erkennen!! Nur eine Frage habe ich: War Reiner Detmers dein Bruder??MfG Judith Strobel
zettel schrieb am 2006-06-10 08:21:34:
rrichtig ggefühlvoll!!! echt!!!
lg
zettel
Lili schrieb am 2006-06-09 18:52:17:
Ich finde den Geschichte sehr schön und auch toll
Leanyka schrieb am 2006-06-09 17:20:06:
Hallo, ein starkes und auch trauriges Gedicht. Ich konnte den Schmerz oder die Sehnsucht des lyrischen-Ichs (In diesem Falle ja du) mitempfinden.
lieben Gruß,
Leanyka
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