Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Fantasy > andere Welt

Adam und die Reise nach Lorr

von malli

1 2

Die Laube wurde dichter und dichter, bis man einen Durchgang, ein Tor erkennen konnte, während Adam, Freund und der Mond die einzigen Zeugen dieses Schauspiels waren.
„Magie.“, stellte Adam flüsternd fest, nachdem er seine Sprache wieder gefunden hatte. „Endlich hast du es verstanden.“, grinste Freund und sie gingen langsam auf den Mann zu. Je näher Adam kam, desto klarer wurde das Bild und er erkannte, dass der Mann alt war und das Tor eine leichte goldene Farbe angenommen hatte.
„Wer seid ihr?“, fragte der Mann und starrte in ihre Richtung. Adam zuckte zurück, als er in die weißen Augen des Mannes sah und verstand, dass er blind war.
Freund räusperte sich und sprach mit fester Stimme: „Wir sind die Reisenden Freund und Adam, die Einlass in das Land erbitten.“
Der alte Mann nickte, zog ein Stück altes Brot aus der Tasche und lutschte daran, dann lehnte er sich an den Baum und schnaufte: „Ich bin der Wächter dieses Tores und nicht jeder kommt an mir vorbei. Aber wenn ihr ein Rätsel löst, dann wird euch euer Wunsch erfüllt.“
Adam verdrehte die Augen: „Klar, ein Rätsel, was sonst?!“ Der alte Mann starrte ihn an und richtete dann seine Axt auf Adam, doch Freund trat dazwischen und sprach: „Edler Wächter, vergebt meinem Freund, doch er ist von der Magie noch ganz verwirrt. Verratet das Rätsel und wir werden versuchen es zu lösen!“
Der Alte knurrte, senkte seine Axt und räusperte sich nochmals: „Löst ihr das Rätsel nicht, werdet ihr nie das Land erreichen, welches ihr zu sehen wünscht.“ Die beiden Freunde nickten und als könnte er es sehen, begann der Wächter das Rätsel anzustimmen. Mit leiser, knarrender Stimme fing er an ein Lied zu singen:
„Sainura werden sie genannt,
doch reiche ihnen nie die Hand.
Sie reißen dich ins tiefe Blau,
drum halte Abstand, rede, schau.
Ein Geschenk solltest du geben,
sonst bringst du sie nicht zum reden.
Mit Schönheit verzaubern sie dich,
drum bleib ganz ruhig, so schützt man sich.
Vieles könnte ich noch sagen,
doch möchte ich nicht zu viel wagen.
Ihr Zauber, der reicht weit hinaus,
kommst nie mehr aus dem Bann heraus.
Ihre Schönheit vergisst man nie,
doch hüt’ dich vor dem Kuss für sie.
Im Wasser ist es dann so kalt,
dein Schrei ist es, der nie mehr schallt.
Sie lässt dich dann niemals mehr gehen,
Die Welt wirst du nie wieder sehen.
Sie sind gefährlich und gemein,
doch der Weg dorthin, der muss sein.“

Freund und Adam sahen sich fragend an. „Was war denn nun das Rätsel?“, wagte Adam zu Fragen, während Freund in den Wald schaute.
„Fremder, ich singe das Lied nicht noch mal. Kennst du die Antwort oder nicht?“ Adam kratzte sich am Kinn: Sieht so aus, als könntest du vergessen mit mir in dieses Land zu gehen.“ Wirklich traurig war Adam nicht, doch als Freunds Augen leuchteten und er aufgeregt den Pfad zurück sah, wusste Adam, dass das noch nicht das Ende der Geschichte war.
„Wir müssen eine Sainura finden! Und wir müssen sie etwas fragen: Ein Geschenk solltest du geben, sonst bringst du sie nicht zum Reden.“ Adam nickte: „Und wo finden wir so eine?“ Freund sah zum Wächter: „Wir finden des Rätsels Lösung.“ Dann schritt er wieder zurück in den Wald, Adam versuchte mit ihm Schritt zu halten und keuchte.
„Wir sind an etlichen Sümpfen vorbei gekommen auf unsrem Weg, die Sainura leben dort, aber vor allem in Seen, wenn wir Glück haben, gibt es hier eine Sainura.“ Adam zeigte zu einem Sumpf, der am Wegesrand lag. „Versuchen wir es dort, aber passen wir lieber auf, ich will nicht in der Tiefe enden.“ Freund lachte: „Ein Sumpf ist nicht sonderlich tief, denke ich, deshalb glaube ich auch nicht, dass wir sie hier finden. Wir brauchen einen See.“ Und in eben diesem Moment entstand aus dem Sumpf ein See, auf der Oberfläche schwammen Seerosen und Schilf durchbrach die Wasseroberfläche. Man konnte die tiefe Dunkelheit erahnen und Adam staunte nicht schlecht, als er plötzlich Gesang vernahm. Er schien aus dem See zu kommen und bald erblickten die beiden Freunde ein Mädchen, das im Wasser trieb.
„Ist sie tot?“, fragte Adam erschrocken und ging näher heran, doch Freund zog ihn zurück. „Nicht! Sie ist nicht tot, sie treibt nur ein Spiel mit uns!“ Die Freunde traten einen Schritt zurück und blickten auf das hübsche Mädchen. Ihre blasse Haut schimmerte im Mondlicht und das lange weiße Haar umrahmte ihr Gesicht, dessen feine Züge atemberaubend schön waren. Das Mädchen trug nur ein leichtes Gewand, das halb durchsichtig war und den zarten Körper umschmeichelte. Reglos trieb der Körper auf der Oberfläche und Adam wurde zunehmend unruhig: „Was ist, wenn wir sie retten müssen? Das müssen wir!“ Doch Freund hielt ihn ängstlich zurück: „Nein! Wenn sie tot ist, dann ist es längst zu spät und wenn es eine Sainura ist, dann ist es für uns zu spät sobald wir das Wasser betreten!“
Plötzlich öffnete das Mädchen ihre Augen, die rot und wütend zu Freund blitzten. Sie richtete sich auf und auf einmal lag sie am Ufer des Sees. Freundlich schaute sie die Fremden an. Mit ihren langen Fingern fuhr sie sich durch das Haar und lächelte.
„Was wollen solch schöne Männer wie ihr in diesem Wald?“ Adam blinzelte glücklich zurück und auch Freund entspannte sich. „Wir wollen ein Rätsel lösen.“, flüsterte Adam. Das Mädchen ließ ihre Augen wieder rot aufblitzen, die aber so schnell wieder blau wurden, dass Adam meinte, er hätte sich alles nur eingebildet.
„Ich kann euch helfen!“, lachte sie. „Aber ich will etwas dafür haben.“ Sie kicherte und legte sich auf den Bauch. Verführerisch winkte sie Freund zu sich heran, der sich jedoch nicht rührte. Wie erstarrt blickte er auf die Schönheit, die immer wieder lachte und mit den Augen zwinkerte. „Ein Kuss. Nur ein Kuss. Wie einfach es ist nicht wahr?“, flüsterte sie und ihre Augen leuchteten. „Hättet ihr Gedacht, dass es so einfach ist?“, sie kicherte und summte ein kleines Lied, während Adam den Kopf schüttelte und näher kam. „Es ist wirklich sehr einfach, Freund. Reich mir deine Hand. Los, halt mich fest.“ Freund nahm die Hand von Adam, der näher an die Sainura ging, die bereits die Lippen gespitzt hatte. Doch dann öffnete sie unerwartet die Augen und blitzte die beiden böse an. „Was soll das? Hast du Angst, mein Junge? Ich werde dir doch nichts tun! Lass seine Hand los.“ Adam ließ die Hand von Freund los und kam wie benommen näher. „Nein, ich habe keine Angst.“ Die Sainura lachte glasklar und streckte ihre langen Finger nach Adam aus. Adam sah nur noch die Augen der Schönen, bis er die Kälte spürte, die von ihr ausging. Er verharrte in der Bewegung und betrachtete die Finger. „Warte, Adam.“ Adam fuhr erschrocken zurück und die Sainura sah wütend zu Freund. Freund drehte der Sainura den Rücken zu und flüsterte mit Adam: „Das ist nicht gut! Ich glaube nicht, dass dies das Geschenk ist, das verlangt wird. Hast du irgendwas bei dir? Ein Schmuckstück vielleicht?“ Adam schüttelte den Kopf und wurde wieder klarer: „Du hast Recht, es hieß in dem Lied, hüt’ dich vor dem Kuss für sie. Wir brauchen etwas

1 2

Kommentare

Keine Kommentare vorhanden.

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.