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Kategorien > Urlaubserlebnis > Lustige Ereignisse

All Inclusiv

von Anna

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I.

I
ch weiß gar nicht mehr, welches sichere Zeichen es war, bzw. wann genau ich gemerkt habe, dass dieser Urlaub nicht so verläuft, wie ich es normalerweise kenne. War es schon an dem Tag, als mein Mann mir sagte, er gehe bis zum Beginn des Urlaubs noch arbeiten, um dann anschließend, 12 Std. später, nachts um 2 Uhr, im Taxi zum Flughafen zu sitzen?
Oder war es der „Abschiedsbesuch“ meiner Schwiegereltern, die nicht, wie gewöhnlich, pünktlich (eher noch 15 Min. vor der Zeit) um 15.00h zum Kaffeetrinken da waren, sondern erst 1 ½ Stunden später?
Es könnte auch die große Überraschung, die nach dem Kaffeetrinken kam, als sicheres Zeichen gelten, als meine Schwiegermutter vor meinem Schwiegervater steht, mit ausgestreckter Hand, die Handflächen nach oben und die Finger schnell auf und zu klappend, als wolle sie den Autoschlüssel haben (dabei fährt sie das Auto gar nicht gerne und hatte auch schon ein Sektchen intus)? Mein Schweigervater zieht aber keinen Autoschlüssel, sondern einen Umschlag aus der Innentasche seiner Weste. Ich denke noch, es sei wiedermal Post vom einheimischen Stromanbieter, der nach 11 Jahren immer noch nicht vermerkt hat, dass mein Mann nicht mehr zu Hause wohnt. Aber dann sehe ich, dass das blaue Label des eben besagten Absenders fehlte. Blitzschnell umgedacht komme ich dann auf die Einladung zur Taufe der gerade frisch geborenen Nichte meines Mannes. Es kommt aber alles ganz anders, zu einer wirklich echten großen Überraschung! Denn als ich den Umschlag annehme, umdrehe und das Wort „Urlaubsgeld“ lese.
Noch nie, ich wiederhole, noch nie habe ich in meinem ganzen Leben einen solchen Umschlag bekommen. Und jetzt, das 1. Mal, ausgerechnet von meinen Schwiegereltern? War das das Zeichen für diesen verrückten Urlaub?
Ganz sicher, das der Urlaub nicht so normal verlaufen wird, wie gedacht, gehofft, geglaubt, bin ich, als DER Taxifahrer morgens um 2.00h vor der Haustür steht, der uns vor kurzem erst an der Straße aufgegabelt hat, um uns in die Stadt mitzunehmen und der mich da schon mit seinen Erzählungen genervt hat. Das uns ausgerechnet genau dieser Taxifahrer abholt, das ist doch schon kein Zufall mehr!? Auf der Fahrt zum Flughafen erzählt er uns von all seinen tollen Reisen nach Jugoslawien und Afrika und was weiß ich nicht von welchem Land auch immer, in das er all seine zu vertickenden KFZ´s überführt. Einschließlich seiner geplanten Reise nach Österreich, wo er einer persönlichen Einladung eines bekannten Künstlers zu einer Vernissage folgt. Das ist definitiv das sichere Zeichen für mich - dieser kleine „Erzählbär“!
Am Flughafen dann kurzzeitig der ganz normale Wahnsinn, wie z.B. in der falschen Warteschlange stehen (die andere war eindeutig schneller); Passagiere, die noch einiges an Diskussionsbedarf mit der Bodenstewardess haben, und, als wir endlich an der Reihe sind, Übergewicht des Gepäck um 0,5kg. Wir haben beide zum Glück einen einhelligen, weniger hellen, Gesichtsausdruck gemacht und sind dann ohne Aufpreis mit der Boardingkarte in unserer Hand nochmal davongekommen. Bevor wir uns der Pass- und Zollkontrolle stellen, wollen wir erstmal einen Kaffee genießen. Kurz bevor wir endlich in der langen Warteschlange die nächsten Kunden gewesen wären, überlegen wir, doch erst die Kontrollen über uns ergehen zu lassen – nicht sehr clever von uns, wie sich später herausstellt.
Natürlich haben wir eine volle und noch unangebrochene Wasserflasche dabei, die man nach den neuesten Flughafenbestimmungen nicht mehr dabei haben darf und die wir entsorgen müssen – wegwerfen. Und dann, dann ist der „normale“ Wahnsinn auch schon wieder vorbei. Die zweite Überraschung naht, die, die mir ebenfalls noch NIE passiert ist und die ich auch nicht heraufbeschworen habe, ich schwöre!!! Ich gehe also durch die „Piep“ Schranke und da steht plötzlich ein kräftig gebauter, dunkelhäutiger Zollbeamter mit meiner kleinen Tasche in seiner Hand, vor mir und fragt mich, ob dies meine Tasche sei….
Mir geht die totale „Düse“, wie damals, als ich mit längst 18 Jahren in einer Diskothek nach dem Personalausweis gefragt wurde. (Hallo, ich durfte nach 24 Uhr dort sein, und trotzdem ging mir die „Düse“ wie jemand, der erwischt wurde.) Ich wusste zwar, dass alles ok ist mit dem Inhalt meines hübschen Arztkoffers, trotzdem folge ich mit einem unguten Gefühl im Bauch dem ernsten Zollbeamten zu einem gläsernem, abgeschlossenen Raum, meinen Mann im Schlepptau, dem ich ansehen kann, was er gerade denkt!! (Was hat sie wieder versucht an verbotenem in die EU einzuschleusen? Was, von dem sie schon beim einpacken wusste?) Der Beamte stöbert die Tasche durch, scannt alles Mögliche darin ein und sagt dann, zum allgemein Aufatmen, das alles in Ordnung sei. Aber warum ich? Gab es Anzeichen für diese Kontrolle, für diesen Sicherheitsscheck, den ich nur aus dem Fernsehen kenne? Nein, jeder ist mal dran! Aha, leider glaubt mir das von meinen Verwandten und Freunden und vor allem mein Mann nicht wirklich einer.
Ok, das reicht mir für diesen Urlaub an Verrücktem und glaube fest daran, dass der Wahnsinn nun ein Ende hat. Wir gehen in den Duty Free Shop und kaufen Parfum für uns beide, weil ich keines eingepackt habe (zu viel Gewicht im Koffer und so) und weiß doch jeder, dass hier im Duty Free alles viel günstiger ist. Für meinen Mann bekommen wir dann auch das Passende, für mich nicht. Gott sei Dank für meinen Mann. Das hätte er mir sonst lange nicht verziehen und es mir auch den ganzen Urlaub vorgehalten (und auch danach noch). Aber warum habe ich nicht auch für mich einkaufen können? Wer zieht da im Hintergrund die Fäden? Hört der Wahnsinn, das Verrückte, hier nun endlich auf?
An der Café-Bar angekommen überredet, nein, überzeugt mein Mann mich ein Urlaubsbier zu trinken – morgens um 3.00h. Es wirkt sofort! Auf dem Weg zum Raucherraum torkel ich schon leicht. Beim zweiten Stop an der Bar bestelle ich mir dann einen Cappuccino, und natürlich ein zweites Bier für meinen Mann – ist doch Urlaub. Das hat Folgen. Wir sitzen also gemütlich an der Bar, lästern über die anderen Reisenden und plötzlich die Durchsage, dass wir zum Boarding kommen sollen. DAS passiert definitiv nur den Leuten, die nicht wohl erzogen sind, eben die, über die wir vorher noch gelästert haben, nicht mir oder meinem Mann, die wir so ordnungs- und regelbewusst sind! Doch, es sind wir. Also, das restliche Bier auf ex trinken und los rennen zum Gate, das natürlich nicht um die Ecke ist. Genauer gesagt renne ich, mein Mann läuft gemütlich – die Promille wirken eben. Wir kommen zum Glück trotzdem noch rechtzeitig an. Aber das Schicksal meint es nicht gut mit uns.
Im Flugzeug, endlich an unserer Sitzreihe angekommen (das dauert, weil alle anderen vor uns ihr unpraktisches Handgepäck im Gepäckfach über ihnen verstauen müssen, sich einig werden müssen, wer am Fenster sitzt, um dann ihre beleibten Körper in die engen Sitze zu quetschen), sind unsere Plätze bereits belegt. Das muss man sich mal vorstellen, das gibt

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