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Kategorien > Kurzgeschichte > Krimi

Alle Jahre wieder

von Shalaina

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Connie Thompson joggte durch den Park, der nahe an ihrer Wohnung lag. Sie drehte jeden Tag um 16 Uhr ihre Runde und war gerade auf dem Rückweg. Sie durchquerte gerade den Parkeingang, der von zwei großen Ulmen flankiert war, als sie fast von ein paar Jugendlichen auf Skateboards umgefahren wurde. “Passt doch auf ihr Idioten!” rief sie ihnen nach Atem ringend hinterher und strich eine Strähne ihres braunen Haares aus dem Gesicht, welche sich aus dem Zopf gelöst hatte. Das war etwas was sie an New York nicht leiden konnte. Wenn man nicht aufpasste, lag man schneller unter irgendwelchen Rädern als man schauen konnte. Sie setzte sich wieder in Bewegung und hatte nach 10 Minuten das Gebäude erreicht, indem ihre Wohnung lag. Das Gebäude ist 1902 erbaut worden und wurde vom Eigentümer so gut instand gehalten, dass es dort nie etwas zu bemängeln gab. Deshalb hatte es sie sehr verwundert, dass sie für ihre wunderschöne Dreizimmerwohnung eine im Verhältnis gesehen niedrige Miete zahlen musste. Im Treppenhaus begegnete sie ihrem Nachbarn Tom Reed. “Hey. Warst wieder fleißig deine Runde laufen, wie?” fragte er sie mit einem Lächeln und musterte ihre vor Schweiß glänzenden Beine, die in kurzen schwarzen Laufshorts steckten. “Aber sicher doch. Vielleicht kommst du das nächste Mal einfach mit. Könnte dir nicht schaden.” entgegnete sie als sie sich an ihm vorbei-schob und dabei auf seinen Bauch klopfte. Er war mit seinen 31 Jahren 5 Jahre älter als sie und zeigte bereits einen kleinen Bauchansatz. “Nur wenn wir danach zusammen duschen.” konterte er und seine blauen Augen funkelten. “Dafür musst du erst mit mir mithalten. Wir sehen uns.” Sie drehte sich um und stieg die letzten Stufen hoch. Sie fand Tom ziemlich anziehend und hoffte insgeheim, das sich bald mehr ergeben würde als immer nur diese kleinen Flirts. Nachdem sie die Tür hinter sich geschlossen hatte, begab sie sich direkt ins Bad um zu duschen.
Sie hatte es sich gerade auf dem Sofa bequem gemacht und schaute sich die Spätnachrichten um 23 Uhr an, als es an der Tür klopfte. Sie erhob sich leise und schlich zur Tür. Man konnte in dieser Stadt nicht vorsichtig genug sein. Letzte Woche ist erst eine Frau in ihrer eigenen Wohnung überfallen worden, nicht weit von ihrer Wohnung entfernt. Sie schaute durch den Spion und sah Tom vor der Tür stehen. Verwundert schob sie den Riegel zur Seite und öffnete die Tür. “Tom, was möchtest du denn so spät noch von mir. Ist alles in Ordnung?” fragte sie ihn erstaunt.
“Ich möchte mit dir reden. Könntest du mich reinlassen?”
“Natürlich.” antwortete sie und trat zur Seite um ihn einzulassen. “Um was geht es?” erkundigte sie sich. “Ich finde es gar nicht nett, wie du mich in letzter Zeit behandelst.” er drehte sich um und schaute sie aus kalten Augen an. “Was?” Seine Aussage irritierte Connie und sie blickte in seine Augen um zu sehen ,ob er sich einen Scherz mit ihr erlaubte. Was ist denn mit seinen Augen? Sie sind doch blau und nicht braun. “Du hast mich schon richtig verstanden.” erklärte er mit ungewohnt tiefer Stimme. Langsam bekam sie es mit der Angst zu tun. “Was ist hier los, Tom? Soll das irgendein schlechter Scherz sein? Wenn ja ist er nicht lustig.”, sagte sie mit verängstigter Stimme und bewegte sich langsam auf das Telefon zu, dass am Fenster stand, “Du solltest besser gehen. Wir können morgen reden.”
“Ich werde nirgendwo hingehen.” erklärte er ruhig. Connie griff nach dem Telefon um den Notruf zu wählen. Kaum hatte sich ihre Hand um den Hörer geschlossen als er auch schon bei ihr war und ihr den Hörer aus der Hand riss. “Du bist ein sehr böses Mädchen.” sagte er und packte sie an den Haaren. Als sie anfangen wollte zu schreien schlug er sie mit der freien Hand ins Gesicht. Blut spritze aus ihrem Mund bevor sie gegen das Fenster fiel, welches daraufhin mit einem Krachen zu Bruch ging. Beim Versuch sich festzuhalten, zerkratzte sie ihm den rechten Unterarm. Es kam kein Laut über ihre Lippen als sie aus dem Fenster fiel. Nur das aufschlagen ihres Körpers war in der Stille der Nacht zu vernehmen. Tom beugte sich ungerührt aus dem Fenster und schaute zu dem daliegenden Körper hinunter. Er bemerkte noch nicht einmal wie eine Scherbe seine Haut am Bauch zerschnitt.
Es war 23:58 Uhr als ich am Tatort ankam. Es war noch der 23. Mai 2005. Auf dem Gehweg vor dem Gebäude Nr.328 lag die Leiche einer jungen Frau Mitte 20. “Ihr Name war Connie Thompson, wohnte ihn Apartment 4c. Mrs. McKinley aus 2b hat sie gefunden. Sie war mit ihrem Hund draußen. Sie hat weder etwas gehört noch gesehen.” teilte mir Jerry Bray, ein junger Detectiv des Morddezernates von New York, mit. “Habt ihr die Bewohner des Hauses schon befragt?” “Nein, Sir.” antwortete er etwas unsicher. “Gut, dann macht das jetzt. Sind die Leute von der Spurensicherung unterwegs?” hakte ich nach. “Ja. Sie werden jeden Augenblick hier sein.” Mit einem weiteren Kollegen ging er in das Gebäude um die Bewohner zu befragen. Ich wartete auf die Spurensicherung und ging mit ihnen in die Wohnung des Opfers, während der Gerichtsmediziner die Leiche untersuchte. Ich wusste schon was wir finden würden, bevor wir die Wohnung betraten. Die Tür ist nicht gewaltsam geöffnet worden und sie ist aus dem zweiten Fenster von rechts des Wohnzimmers gefallen. Das Telefon lag auf dem Boden. Blut tropfte von den Glassplittern, die noch im Rahmen hingen. Ich wies sie an Abstriche von den Scherben zu machen. Langsam ging ich durch die Wohnung, in der ich das letzte Mal vor 10 Jahren gewesen bin. “Chief Lovell. Keiner der Anwohner hat etwas mitbekommen. Wir haben alle befragt bis auf die aus 2d und 3a.” sagte Bray der plötzlich neben mir stand. Ich muss bestimmt 10 Minuten in Gedanken gewesen sein. Ich hatte noch nicht mal bemerkt wie er den Raum betreten hatte. “Wer wohnt in 3a?” fragte ich. “Ein Mann namens Tom Reed.” bemerkte Bray. “Gehen wir noch mal hin. Der ist bestimmt da.” sagte ich und verließ die Wohnung von Connie Thompson. Bray folgte mir auf den Fersen. Ich pochte laut gegen die Tür. “Mister Reed machen sie die Tür auf. Polizei!” rief ich. Nach 5 Minuten andauernden Klopfens öffnete sich die Tür. Dahinter kam ein Mann Anfang 30 zum Vorschein, der am Bauch und am Unterarm blutete. Seine schwarzen Haare standen wirr vom Kopf ab und seine blauen Augen blickten mich ratlos und verzweifelt an. “Was haben sie denn gemacht?” fragte ich ruhig, obwohl ich die Antwort schon kannte. “Ich, ich weiß es nicht.” stotterte er verwirrt. Ich glaubte ihm. “Was ist denn los?” fragte er mich. “Connie Thompson ist ermordet worden. Kommen sie bitte mit. Wir bringen sie ins Krankenhaus und möchten ihnen anschließend noch ein paar Fragen auf dem Präsidium stellen.” bat ich ihn und gab Bray ein Zeichen damit er sich um Tom Reed kümmerte. Reed willigte ein und folgte uns zum Wagen von Jerry Bray. Er und sein Kollege David Stone brachten ihn ins Krankenhaus. Ich würde mich mit ihnen im Präsidium treffen. Doch zuerst fuhr ich ins Leichenschauhaus. Der Gerichtsmediziner

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Kommentare

anma schrieb am 2007-04-17 10:10:35:
Passt ja eher in die Kategorie Mysterie! Aber vielleicht ist das Ende gerade deshalb gut, weil nicht gleich klar ist, dass es etwas in surreale geht. Auf jeden Fall ein Krimi, der mir sehr gut gefallen hat!

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