Alles Stirbt
von
Lea Sikora
1
Alles stirbt
Ein Schrei ertönt zwischen toten Bäumen
aus dem düsteren Wald hervor.
Ein lauter heller Schrei,
lang gezogen und doch kurz,
nachhallend im leeren Wald zwischen fallenden Blättern.
Ein Schrei,
so laut, dass man ihn an allen Waldrändern hört,
dass es jedem die Nackenhaare aufstellt und
einen eiskalten Schauer über den Rücken jagt.
Jeder kennt diesen Laut,
es scheint aber nicht irdisch zu sein.
Jeder weis die Bedeutung des Schreis,
kann es dennoch nicht erklären.
Die Ursache dieser gellenden Schmerzen
ist das Gebiet darum herum.
Ein Land aus kalten Betonklötzen und
stinkenden stählernen Maschinen,
schwarzer Rauch und Unmengen von Müll und Dreck.
Der Wald schreit,
den Schrei der Verurteilten.
1
Kommentare
Charly Brown schrieb am 2008-12-30 12:24:02:
Finde das Stück hier rein stilistisch sehr viel besser als deine andere Geschichte aus dieser Rubrik, da es eher
etwas von einem Gedicht hat und weniger von einer reinen Meinungsbeschreibung.
Das Thema ist hoch brisant und gut gewählt.
Beste Grüße
Kommentar hinzufügen