Alles andere ist egal...
von
Siebenmeilen Stiefel
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…denn diese Geschichte hat es in sich. Ich weis nicht ob ihr es gerne hört, aber die entscheidende Frage bleibt derweil die gleiche. Es geht nicht darum was ihr mal werden wollt, oder was ihr seid, nicht darum woran ihr glaubt und so weiter… . Aber am besten wir gehen die Sache anders an und rollen die ganze Geschichte von hinten auf: Heute Morgen bin ich verkatert aufgewacht, die Luft war heiß, die Liebe am Ende, die Amseln am Fenster auf Blues gestimmt und alles was ich wollte war überleben. Am Ende habe ich das auch geschafft, aber ich sage euch, es war nicht so einfach wie es im Nachhinein klingt. Als erstes bin ich aufgestanden, in die Küche gegangen und habe Kaffee gemacht. Nachdem ich eine Weile ferngesehen hatte war mir aber doch eher nach einem Bier zumute und danach nach noch einem und nach noch einem. Den Kaffee ließ ich stehen und schließlich hatte ich ganz schön einen sitzen. Einmal klingelte das Telfons. Es war gegen Mittag. Steve war dran.
„Hi Steve“
„Hi Alter, kommst du mit an den See, ein bischen abkühlen?“
„Geht leider nicht, hab hier zu tun“
„Ach, was musst du schon tun?“
„Sorry, geht echt nicht“
„Na, falls du dirs noch anders überlegst, weist du ja wo du uns findest!“
„Ja ist gut“
„Also bis dann“
„Bis dann, Steve“
Steve legte auf. Ich legte auf und mich eine Weile ins Bett. Es war eine Bullenhitze.
Gegen Abend wurde es kühler. Ich stand auf, zog mich an und ging raus auf die Straße. Das Problem ist, dass man am Abend eines entspannten Tages meistens ziemlich aktiv wird. Ich ging also raus und checkte was die Leute draußen so trieben. Ich schlenderte die Straßen entlang und dachte mir nichts dabei. In einer kleinen Gasse an der linken Straßenseite sah ich drei Männer im Anzug. Vor ihnen kniete ein Mann im Bademantel, sie hielten ihm eine Knarre an den Kopf. Ich ging hinter der nächsten Mülltonne in Deckung. Natürlich hätte ich einfach weitergehen können, aber die Sache interessierte mich, also sah ich’s mir an. Die Anzüge redeten auf den Mann ein, der hatte mächtig die Hosen voll und der Schweiß lief ihm runter. Dann drückten sie ab. Es war hässlich anzusehen. Der Mann am Drücker steckte die Knarre ein und alle drei stiegen in einen Limosine mit getönten Scheiben, die im Schatten parkte. Sie fuhren davon. Die Gasse lag leer und finster vor mir. Es war komisch. Ich hatte für heute genug. Wieder zu Hause legte ich mich aufs Bett, machte ein Bier auf (und dann noch eins) und starrte an die Wand. Der Kaffe vom morgen stand noch immer in der Küche, kalt und nutzlos. Was hättet ihr aus diesem Tag gemacht, dachte ich mir? Und das war es. Ich bin aufgestanden und habe das hier geschrieben. Naja, ich dachte einfach ich hätte was Wichtiges zu sagen, denn die entscheidende Frage ist doch, dachte ich mir jedenfalls dort auf dem Bett, was du tust, nicht heute nicht morgen, sondern genau jetzt. Sonst ist alles egal. Deine Ideen dein eKonzepte, das alles ist egal! Nur was du tust.
Vielleicht ist das ganze aber auch Bullshit und hätte die Geschichte hier ein Konzept gehabt, wäre vielleicht was Besseres dabei rausgekommen, auf jeden Fall etwas anderes. Ach … Seht selbst!
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