Alles ist unsichtbar
von
Basther
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Klar, Du siehst mich. Besuchst mich.
-Ich bin nicht gesehen-
Ja, Du verstehst mich. Denkst an ich mich.
-Ich bin übersehen-
Gut Du fragst nach mir. Erkennst mich.
-Doch kannst mich nicht verstehen-
Allerdings, wenn du mich siehst, so wie ich Dich sehe…
Oder anders: Wenn ich mich sehe, so wie Du mich nicht siehst…
Ist es dass Selbe.
Wenn wir beide aneinander mich nicht sehen, dann sehe ich dich doch auch nicht.
Haben wir beide etwa Scheuklappen auf unseren Augen?
Ohropax in den Ohren? Vielleicht wollen wir uns ja auch nicht hören?
Ich stelle mich auf die Domplatte. Schreie. Kreische. Schlage wild um mich.
Du siehst es und reagierst nicht. Bist blind auf dem Auge.
Du hörst mich und verstehst mich nicht. Bist taub auf dem Ohr.
So lass uns einfach weiter gehen und nicht danach fragen.
Wonach?
Danach!
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Kommentare
Stern schrieb am 2006-11-14 18:04:36:
Das tut einem richtig weh beim Lesen, wenn man an all die unausgesprochenen Gefühle denkt, die in dem Protagonisten (dir selbst?) schlummern, beziehungsweise eben nicht schlummern sondern wach sind, so wach, aber nicht herausdürfen.
Und kommen sie heraus, bleiben sie unbeachtet... Traurig.
Anne Szeike schrieb am 2006-11-13 08:52:33:
ich finde, dieses gedicht hat eine gewisse ausstrahlung, so wie bei einigen meiner gedichte
kalt, verlassen
es gefällt mir
und es erinnert mich irgendwie an so manche beziehung
ganz liebe grüße
Anne Szeike
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