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Kategorien > Erotik > Kurzgeschichte

Als,Mit und Unter

von Melanie Goldweida

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ALS, MIT & UNTER

Das war ein leben. Jeden Abend durfte ich ihren liebreizenden Duft atmen und auf ihrem sanften Körper liegen. Jeden Abend durfte ich sie bedecken mit meinem zarten, weichen Flaum um zu wärmen ihre schöne wohlgeformte Brust. Obwohl ich es sehr liebte, wenn ihr an dieser Stelle ihres heißen Körpers die Kühle des Raumes noch etwas nachschwang, denn so konnte ich die zarten Knospen dieser schönen Frucht leicht an mir spüren. Sie sanft probieren. Sowohl in einer leichten Sommernacht als auch in der kühlen, kalten Winterzeit. Mit den unterschiedlichsten Temperaturen wechselten auch ihre Vorlieben und Träume, Wünsche und Ängste.
Wenn sie träumte, von ihm und ihre Hände langsam aber gezielt über ihren Körper glitten, sich fließend über sich hinweg tasteten, dann spürte ich ein zartes beben in diesem. Sie wusste wo sie sich berühren oder massieren musste, damit an anderer Stelle ihre Lust langsam dem Höhepunkt zu schwebt.
Ihre lieblichen Gedanken, zum Teil auch kleine, schmutzige Phantasien die sie mir manchmal erzählte, ganz leise, ja fast im Flüsterton mit ganz zartem aber bestimmten Nachdruck in der Stimme, gleich so, als wäre ich ein sehr sanfter, einfühlsamer Liebhaber.
Manchmal war ich dies wohl auch. Oder öfter?!.(Da treibt es mir doch glatt ein Lächeln ins Gesicht und etwas verlegene Röte auf die Wangen.)
So nahm sie mich doch manches Mal zwischen ihre köstlich gerundeten, strammen Schenkel und ließ mich ihr feuchtes, wohlriechendes Fleisch spüren welches ich mit Genuss aufsaugte und mich weiter hinein grub um ihr noch näher zu sein. Dieser Geruch, er war betörend. Es duftete, nach frische, nach Rosen und nach Frühjahr. So, als sei die Zeit der neuen Blüten und Knospen angebrochen. Wie sich diese so langsam entfalten um dann in vollem Licht ihren Glanz der Welt zu unterbreiten. Männern und Frauen einen glücklichen Schimmer aus den Augen entlockend im Gedanken an diese Jungfräulichkeit. Einfach herrlich. Wenn ich doch nur schmecken könnte, dachte ich so einige Male bei mir, wollte ich dass sie so schmeckt, wie sie riecht. Dieser Duft. Göttlich. (Es sei mir vergönnt tief durchzuatmen um diesem Gedanken noch näher zu sein und ihn fast als Wirklichkeit zu empfinden.)
Doch immer bei diesen Gedanken und Schönheiten eines solchen Daseins angekommen- ja schon fast meine Lippen an ihr- klingelt ihr Wecker und sie erwacht. Verschlafen murmelt sie sich noch einmal ein, ganz fest, ganz tief. Lässt ihre weichen Haare über mich streichen, bevor sie ihren schönen glatten jungen Körper dann streckt und räkelt. Zentimeter für Zentimeter genieße ich. Jeden Tag aufs Neue dieses schöne Schauspiel, bevor sie mir entgleitet, aus meiner warmen Umarmung, ich sie entlass um dann am Abend ihren süßen Luxus wieder bereitwillig zu empfangen. Ihr wieder zu lauschen.
Sonnenstrahlen gleich ihre Kurven zu umrunden.
Ich bin wohl ihr Geliebter. Heißbegehrt. Sehr gern.
Ja, er war mein Geliebter. Ist mein Geliebter und wird wohl immer mein Geliebter bleiben.
Dieses Gefühl hatte ich oft. Wenn ich traurig und allein war, mir fröstelte verkroch ich mich immer zu ihm. Er war immer für mich da, mit seiner wärmenden Art. Meine Gedanken sprudelten nur so aus mir heraus in seiner Nähe. Mal laut, mal leise. Doch mein stummer Zuhörer war immer da um mich zu trösten oder meinem lachen zu lauschen. Mich ganz fest zu halten und mich an sich zu schmiegen, hineinzukriechen, fast erstickend nah kam ich ihm. Wenn ich fror, wärmte er mich, wenn mir heiß war, schlängelte er sich elegant um meine Höhen und Tiefen. Wie ein Bergsteiger der sich an die schönsten Orte der Welt hervorwagt. Ach wie ich ihn dafür liebe, mir das Gefühl zu geben geliebt zu werden. Kuscheln und berührt werden, überall, als ob viele Hände einen gleichzeitig verführen würden und es einem langsam immer wärmer wird.
Der Sonne entgegen.
Die Gedanken schweifen und formen Worte und gebärden sich im Körper wie Wolken am Himmel, werden zu Schmetterlingen und entfalten ein prickeln wie es sonst nur Brausepulver vermag. Wie im Delirium begibt sich mein Körper immer weiter auf dieser Reise. Durch Bäche und Täler.
So schön kann es sein wenn man ihn hat, diesen wunderbaren Liebhaber.
Über sich, wenn man sich geborgen fühlen möchte. Um sich, wenn einem nach kuscheln ist und bei einem, wenn man traurig ist. So vielseitig und aufregend kann das Leben sein. Denkt man darüber nach und sich hinein, ist das Leben einer Decke wohl schön. Wohl sehr schön, wenn man dieses Leben mit einem schönen, attraktiven Menschen verbringt.

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