Anfänge
von
Mary
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Ich liebte ihn.
Das war mir klar, seit ich ihn im Krankenhaus getroffen hatte. Ich war hergezogen, gerade eben. Und schon war ich in meiner Freude über die Treppe gestürzt. Eine nette Nachbarin brachte mich ins Krankenhaus. Mein Fuß war nur verstaucht. Im Gang sah ich ihn das erste Mal. Groß, blond, ein Lächeln im Gesicht. Er ging an mir vorbei, beachtete mich nicht. Verwundert über meinen Herzschlag, sah ich ihm hinterher. Damals war es kühl, aber angenehm für November.
Später saß ich in dem Kaminzimmer, dass mir an meinem Zuhause besonders gut gefiel, und trank heißen Kakao. Und dachte an den Unbekannten, der mein Herz klopfen ließ.
Am nächsten Morgen machte ich mich auf den Weg in die Universität. Das alte Gebäude war ein Traum.
Ich klopfte an der Tür. Meine Hände waren kalt. Ich entschuldigte mich bei dem Professor und suchte mir ein Platz in den oberen Reihen. Beim Hinaufgehen der Treppen, sah ich ihn. Er sah mich an. Gedankenverloren, aber überrascht. Ich fühlte Wärme in meinem Gesicht und setzte mich schnell.
Als ich das monströse Bauwerk verließ, ließ ich meine ganze Freude in ein kleines Lächeln fließen.
Am Abend aß ich Nudelsuppe und träumte vor mich hin.
Ich sah ihn am nächsten Tag, wie er mit seinem Freund sprach. Verkrampft, mein Blick auf den Boden blickend ging ich vorbei. Aber ich spürte die Blicke. Erschaudernd betrat ich die Universität.
Dann sprach er mich an. Urplötzlich. Einfach so. Aus heiterem Himmel.
“Du bist das Mädchen aus dem Krankenhaus.”
Stand da, sagte es und lächelte.
Mein Herz klopfte schnell, mein Hirn schaltete aus und meine Lippen bebten.
“Ja.”
So begann alles.
Man sagt die erste große Liebe sei die einzige. Vielleicht stimmt es. Vielleicht nicht. Heute, genau 4 Jahre später, sage ich noch einmal “Ja.”
Was braucht man schon für ein perfektes Glück?
Geld?
Macht?
Ruhm?
Wissen?
Ein perfektes Leben?
Oder einfach nur die Gelegenheit, jemanden zu zeigen dass man ihn liebt?
Ich stehe hier vor dem Altar, um mit dir das zu teilen, was man Leben nennt.
Ich bin hier um dir zu zeigen, wie wichtig du mir bist.
Ich bin hier, damit du weißt wie sehr ich dich brauche.
Zu diesem Anlass, sage ich dir wieder die Wahrheit, die seit damals nie zu einer Lüge wurde.
Ich liebe dich.
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Kommentare
sherry_vine schrieb am 2009-09-22 01:25:15:
wow, sehr schön wie der Übergang zwischen früher und jetzt geschrieben wurde!
Ich mag es sehr! :)
lg
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