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Arbeiten ist wichtig

von StereoLove112

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Arbeiten ist wichtig.
Ohne richtigen Job kein richtiges Einkommen und ohne das richtige Einkommen kein gutes Leben…

Wem wurde dies Sprichwort nicht schon mindestens 100-mal von den lieben Eltern, den Schwestern oder anderen fürsorglichen Mitmenschen ins Ohr geträllert. Als Kind ist man dann bestrebt dies Sprichwort so ernst wie möglich zu nehmen, die Schule abzuschliessen und den anschliessenden Traumjob ausfindig zu machen.

So fing auch meine ach so schöne Karriere als Handelsmittelschülerin und jetzige BM Praktikantin an. Oh wie glücklich war ich als die Aufnahmeprüfungen bestanden waren, wie leuchtend mir meine Zukunft vor Augen lag.
Mit dem aus dieser Illusion entsprungenen Elan startete ich meinen ersten Tag an der ESC i Burgot*.. Jawohl Burgot, auch bekannt als tiefer Abgrund der Menschheit, Abfallablage für jugendliche oder einfacher, der Arsch der Welt. Um meine Sprachkenntnisse zu verbessern und meine Zukunft mit noch mehr Licht zu beleuchten habe ich als intelligente blonde 14-jährige die Schule auf Französisch gewählt. Verständlich oder? Als ich nun also in meiner ersten Wirtschaftsstunde sass und dem Lehrer an der Tafel interessiert meine ganze Aufmerksamkeit schenkte, wurde mir klar dass ich kein einziges Wort verstand was dieser Mensch so von sich gab. Jedoch war seine Mimik sehr unterhaltsam, also war es mir unmöglich das in der schulischen Umgebung bekannte Gefühl von Langeweile zu verspüren. Dies könnte man als gutes Omen sehen oder?

Dachte ich jedenfalls, bis zur Menschenrechtslektion. Da war’s mit dem guten Willen zum beobachten der Menschlichen Regungen im Gesicht der Professoren auch schon vorbei. Kann man’s mir verdenken einer Konzentrationslücke erlegen zu sein wenn der Lehrer doch selbst nicht wusste von welchem Thema er sprach und man dies so deutlich auf seinem Gesicht lesen konnte? Nachdem mir drei Mal die Augenlider über meine haselnussbraunen, vor Interesse und Elan glänzenden Augen gerutscht sind und so den Eindruck erweckt haben ich würde im interessierten zuhören einschlafen, kam es zu meiner allerersten Ermahnung an der neuen Schule.

Der Lehrer blickte mich an und sagte, mit einer auf meine Schläfrigkeit Rücksicht nehmenden freundlichen, sympathischen und ruhigen Stimmen: „Madame Maeder si vous vous endormez encore une fois dans ma lesson je vous mets dehors!!!!!!“. Durch dieses sanfte Ermahnen wieder in die wunderschöne Welt der Realität zurückgeholt schreckte ich im Stuhl auf und erweckte den Eindruck eines geschockten Moorhuhns, auf welches gerade heftig geballert wurde. Ach jaaaah, die gute, nützliche, lehrreiche und unterstützende Schule am Arsch der Welt… Wo wäre ich ohne diese 3-jährige stetig von interessanter Lektionen und freundlichen Professoren strotzende Tortur? Wahrscheinlich wäre ich arbeitslos, würde zuhause mit einem Bier und einer Packung Zigaretten vor dem Fernseher sitzen, Pizza essen und in den TV starren.

Ich würde morgens erst um 10Uhr aufstehen und jeden Tag vor mich hindösen. Wer will schon so ein ruhiges, entspannendes Leben? Ja ich war sehr dankbar für die nützlichen Jahre in der französischen HMS. Dann nachdem ich mit Hilfe von, natürlich alle auf Pflanzen basierenden, zur Unterstützung der Konzentration, gegen Nervenzusammenbrüche vorbeugenden Tabletten und gesamthaft etwa 40Liter Kaffee und 2 Stunden unterstützendem Schlaf pro Tag entspannt meine Examen bestand, konnte ich der ESC Burgot gar nicht genug dankbar für die 3 Jahre verschwendeter Lebensenergie sein.

Als würde mein Berufsleben nach diesen schulisch wichtigen Enttäuschungen nicht schon genug einem seit drei Jahren nicht mehr geleerten Abfalleimer gleichen, entschied ich als nun erwachsene und reife Frau mittleren Alters die Berufsmatur zu absolvieren. Natürlich habe ich als vor Kompetenz strotzende zukünftige Praktikantin schon Monate vor Beginn des praktischen Jahres angefangen nach einem mich und meine Erwartungen ansprechenden Praktikum zu suchen... Fortsetzung folgt falls gewünscht ;)

*Burgot gibts glaub ich nicht mal, habe den Namen der Schule abgeändert, damit das ganze doch ein weeeenig anonym bleibt!

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Kommentare

derlox@hotmail.de schrieb am 2011-05-05 23:41:56:
Sehr schöne Geschichte ^^ Gutes beispiel wir das Schulsystem das wir haben .Lernen so viel unnütziges das wir nie in unseren eben brauchen werden.^^ naja würd mich über eine Fortsetzung freuen ^^

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