Arbeitstitel: Ire
von
Sunny
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Ich machte gerade Ferien bei meiner Tante in Irland. Mir gefiel es hier eigentlich immer sehr gut, doch ich war schon zwei Wochen hier und langsam begann ich mich zu langweilen.
Wie fast jeden Abend machte ich einen Spaziergang zu den Überresten eines uralten Steinkreises. Ich fand diesen Ort faszinierend. Ganz in Gedanken daran wie die Menschen vor vielen, vielen Jahren die riesigen Steine wohl an ihren Platz bekommen hatten, begann ich den Hügel hinauf zu steigen, auf dessen Kuppe sich majestätisch die Monolithen erhoben. Oben angekommen blieb ich einen Moment stehen und sah mich um. Die Steine warfen lange Schatten so dass das innere des Steinkreises schon sehr dunkel war. Zu den Steinen aufsehend betrat ich den Steinkreis. „Verdammter Mist“, schrie ich. Ich hatte mir den Fuß an etwas…hmm…nicht ganz hartem gestoßen und war gestolpert. Ich stand auf und drehte mich um, um mir den Übeltäter anzusehen der mich so gemein zu Fall gebracht hatte. Doch was ich entdeckte war ein Junge. Er lag regungslos im Gras. Seine Kleidung war seltsam. Er trug eine knielange zerschlissene Hose und ein ebenso zerschlissenes weises Hemd. Ich hockte mich neben ihn und rüttelte ihn an der Schulter.
„Ich bin tot“, dachte er. „Aber kann einem toten denn übel sein?“
Langsam (wegen der hämmernden Kopfschmerzen) öffnete er die Augen. Er sah einen verschwommenen hautfarbenen Fleck. Angestrengt starrte er ihn an.
Nach und nach konnte er Einzelheiten erkennen. Da! Das musste eine Nase sein.
Der Fleck war ein Gesicht! Jetzt bemerkte er auch, dass mit ihm gesprochen wurde.
Ich wusste nicht wer der junge war und was er hier machte, aber ich war erleichtert als er endlich die Augen aufschlug.
„Hallo ich bin Rachel. Kannst du mir sagen was mit dir los ist?“ fragte ich aufgeregt. „Hallo Rachel. Mein Name ist Alec. Ich habe keine Ahnung“, war die Antwort.
Neugierig musterte er mich. „Was?“, wollte ich wissen. „Findest du es nicht reichlich ungehörig halb nackt draußen herum zu laufen?“ „Wie Bitte? Was soll das heißen?“, fragte ich wütend. „Du läufst nur im rum und fragst mich was das soll?“ Nachdenklich schaute ich an mir herunter. Ich trug ein himmelblaues Sommerkleid welches mir bis zu den knien reichte. „Ich finde mein Outfit sehr passend“, gab ich schnippisch zurück.
„So ein Depp“, dachte ich bei mir.
„Ich muss nach Hause. Hast du mein Pferd irgendwo in der Nähe gesehen?“ wollte Alec dann wissen. „Nein, hier ist kein Pferd. Wohnst du in der Nähe? Bist du vielleicht vom Pferd gefallen?“
„Halt. Nicht so viele Fragen auf einmal!“, jammerte Alec und hielt sich den Kopf.
„Ich wohne in Sligo und ich bin nicht vom Pferd gefallen. Ich bin unten am Hügel abgestiegen.“
„Sligo?“, überlegte ich. „Seit wann tragen die Menschen da so komische Sachen?“
Der Junge sprach weiter: „Ich weis noch, dass ich in den Steinkreis getreten bin und dann…nicht mehr.“
„Das ist schon seltsam“, bemerkte ich.
Er nickte und hielt sich sofort wieder den Kopf.
„Zu Fuß kommst du jedenfalls nicht ohne Nachtwanderung nach Silgo. Gibt es jemanden der dich abholen kann?“, fragte ich.
„Nein.“ Sein Blick wurde hart.
„Hmm…dann komm am besten mal mit“
Langsam stand er auf und wir gingen gemeinsam zum Haus meiner Tante.
Vor der Garage blieb Alec abrupt stehen. „Was ist das?“, fragte er verdattert.
„Was meinst du?“, gab ich gedankenverloren zurück. „Das rote ding da.“
„Ein Auto du Torfkopf“, meckerte ich. Ich war nicht zu Späßen aufgelegt…schließlich hatte er mein Lieblingskleid beschimpft. Unwirsch drehte ich mich zu ihm um. Ich wollte gerade noch eine bissige Bemerkung machen, doch dann entdeckte ich den verwirrten Ausdruck in seinem Gesicht. Er spielte mir nichts vor. Er wusste wirklich nicht was ein Auto war. „Weißt du, man setzt sich rein und dann kann man damit Fahren“ erklärte ich. Er sah mich noch verwirrter an. „Keine Pferde?“, wollte er wissen. „Äh…Nein keine Pferde. Es hat einen Ottomotor.“ „Hä?“ „Ach vergiss es fürs erste.“
Wir gingen um das Haus herum und ich zeigte ihm das Fenster des Gästezimmers, welche sich zurzeit bewohnte. „Glaubst du, dass du da rauf klettern kannst?“, wollte ich wissen. Alec grinste und nickte dann.
Ich rannte wieder zurück zur Vorderseite des Hauses, riss die Tür auf und stürmte hinein. Ich war völlig aufgewühlt, auch wenn ich das natürlich niemals zugegeben hätte. Als ich durch den Flur rannte rief ich kurz: hallo Tante Claire und flitze in mein Zimmer. Dort saß Alec schon auf der Fensterbank und schaute dem Sonnenuntergang zu. Hastig öffnete ich das Fenster. Zu hastig…
Alec, der daran lehnte plumpste rücklings ins Zimmer und landete unsanft auf dem Boden. Verdutzt sahen wir uns an. Plötzlich brachen wir beide in schallendes Gelächter aus. Als ich mich wieder beruhigt hatte setzte ich mich zu ihm auf den Boden. Ich wusste nicht was ich sagen sollte. Mein hals wurde ganz trocken und mein Magen rebellierte. Was sollte der blödsinn? Ich hatte mich doch sonst immer unter Kontrolle.
„Ha…hast du vielleicht Hunger?“ stotterte ich schließlich. „Ja, sehr sogar“
Er schien nicht bemerkt zu haben wie nervös ich war.
Mit zittrigen Knien stand ich auf und ging in die Küche.
Fortsetzung folgt
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Kommentare
sunny schrieb am 2009-01-18 18:38:40:
oh...hab noch was vergessen...da sist noch nicht der engültige titel...ich kann de rgischte noch keinen namen geben weil ich noch nicht weiß wie sie sich entwickelt
sunny schrieb am 2009-01-18 18:29:43:
hey...habe mich sehr übe rdeinen kommentar gefreut. schön, dass es dir gefällt was ich schreibe
ich kenne irland selbst ganz gut...und die frohnatur diese völkchens...
die geschichte spielt wie du sicher gelesen hast in sligo...die iren nennen es auch sligeach. den ort wirst du sicherlich auf jede rkarte finden. späte rhabe ich eventuell auch noch vor meine charaktere in den ´sogenannten burren und nach mayo und cork zu schicken.
also nochmal vielen vielen dank
Lara-Malou schrieb am 2009-01-12 18:50:46:
Interessante Geschichte. MIr gefällt dein Titel sehr, er ist absurd und das macht ihn witzig - er hat meine neugier geweckt! Ich bin zudem eingefleischter Irland-fan, seit ich letztes jahr eine reise dorthin gemacht habe. mich würden ortsangaben interessieren, vielleicht habe ich einige deiner schauplätze ja schon wirklich gesehen!?
ich habe gelernt, dass die Iren ein lustiges, sehr angenehmes völkchen sind. bin gespannt darauf, die ein oder anderen charakterzüge wiederzuerkennen!
also...ich will dir ja jez keinen stress machen oder so, aber ich habe hohe erwartungen! ^^^
nein, spaß beiseite. mir gefällt soweit, was ich lese.
schreib weiter!
lg,
Lara-Malou
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