Aschaffenburg Noir-Der Friseur
von
Kalle
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Die beiden unterhielten sich schon eine ganze Weile als den Stadtrat ein menschliches Bedürfnis heimsuchte.
Meine Chance!
Ich folgte ihm auf die Toilette wo außer uns beiden nur ein völlig zugedröhnter Möchtegernyuppie herumlag.
Diesen benutze ich sogleich um die Tür zu blockieren.
Fröhlich am abschütteln bemerkte der Stadtrat nicht wie ich mich an ihn heranpirschte.
Ihr könnt euch seine Verwunderung vorstellen als sein Oberkiefer aus heiterem Himmel Bekanntschaft mit dem Pissoir machte.
Aber er war ein abgebrühter Hund, wie die meisten Berufsverbrecher.
Erst als ich ihn auf den Lötkolben in meiner Manteltasche hinwies packte er aus.
Die Worte sprudelten aus ihm heraus wie die Pisse eines besoffenen auf den Rand der Klobrille.
Nachdem er mir alles erzählt hatte was ich wissen musste ließ ich ihn eines meiner
“Spezial-Papers“ ablecken.
Das hatte ich vorher schön mit einem hoch halluzinogenen Nervengift aus den U.S.A. bestäubt.
Ebay, ihr ahnt es.
In ungefähr 12 Stunden würde der Herr Stadtrat mit einem höllischen Kater aufwachen und sich an nichts mehr von dem was gerade passiert war erinnern.
Als ich das Xena verließ warf ich einen Blick an den Tisch des Friseurs und blickte ihm tief in die Augen.
Wohlwissend das ich in diesem Moment die Augen einer Bestie blickte wie sie die Menschheit seit Stefan Raab nicht mehr gesehen hatte.
Später in dieser Nacht lag ich wach im Bett, das fahle Mondlicht warf sein Schattenspiel durch die Alu-Jalousie auf mein Bett.
Ich hatte eine Flasche Jägermeister zum einschlafen getrunken aber es brachte nicht den üblichen Erfolg.
Ich zermarterte mir das Hirn was ich der Frau des Friseurs erzählen sollte.
Die Wahrheit auf keinen Fall. Damit würde ich ihr Leben in Gefahr bringen.
Aber irgendeine Geschichte musste ich ihr auftischen.
Ohne Lösung des Falles kein Honorar, ohne Honorar kein Koks.
Da kam mir die Idee!
Ich gab ihr einfach was sie haben wollte.
Ich sprang aus dem Bett und rief meinen guten Kumpel Sebastian an.
Er wohnte in Hessen studierte seit 10 Jahren erfolglos Mathematik, und kannte sich gut mit Bildbearbeitungssoftware aus.
Am nächsten Abend schickte ich ihr das “getunte“ Foto ihres Gatten.
Auf dem Bild saß er nicht mit dem Stadtrat an einem Tisch sondern mit einer 17 jährigen Hobbynutte die wir aus dem Stadtmagazin exportiert hatten.
Zu allem Überfluss hatte Sebastian ihm einen mächtigen Ständer in die Hose editiert.
Eine halbe Stunde später rief sie aufgelöst an und bat um ein treffen im Xena……
Eine knappe Stunde nach dem ableben der Friseursfrau befand ich mich in der Nähe des Bahnhofs im Hinterzimmer der Dönerbude meines guten Freundes Yildirim.
Nachdenklich sah ich aus dem Fenster und zog an der kleinen Crack-Pfeife die er mir gestopft hatte.
Der Nebel zog in dicken Schwaden durch die Nacht. Das Mondlicht ließ ihn unheimlich leuchten.
>Was is los mit dir meine Freund?< fragte Yildirim.
Mann konnte über die türkischen Immigranten denken was man wollte, sie verkauften den besten Stoff zu fairen Preisen.
Ich zuckte mit den Schultern.
> Ach Yildirim, du hast keine Ahnung wie kaputt diese Stadt wirklich ist.<
Entgegnete ich seufzend.
>Ahh gut gut, dachte schon es liegt an meine Stoff das du nischt gut drauf bist<
Er kraulte sich seinen schwarzen Vollbart.
> Meine Freund, was diese Stadt braucht ist ein neuer Held<
Da hatte er wohl recht.
Zu schade das ich keinen kannte.
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