Ashley
von
Anne Gorcy
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Das Leben von Ashley war nicht leicht. Als sie zehn war starb ihre Mutter. Sie ertrank im Meer, das genau vor ihrem Haus lag. Ja, ihre Eltern und sie hatten ein Haus direkt am Meer. Dort wohnte Ashley immer noch mit ihrem Vater. Sie hatte ihren Vater mal geliebt, jedoch ist er nach dem Tod der Mutter Alkoholiker geworden. Wenn ihm etwas nicht passte, dann schlug er Ashley. Einmal war es so schlimm, dass sie wegen inneren Blutungen ins Krankhaus musste. Da war sie gerade mal 13. Aber auch wenn ihr Vater einmal nicht betrunken war, war er gemein zu ihr, denn sie sah ihrer Mutter sehr ähnlich. Wahrscheinlich erinnerte Ashley ihn an die Mutter. Man könnte aber auch meinen, sie hätte wenigstens Freunde gehabt, doch die hatte sie nie. Alle verachteten sie, wegen ihrem Vater. Ashley war seit dem Tod ihrer Mutter wirklich einsam. Wenn es besonders schlimm war, ging sie immer zur Klippe in der Nähe des Hauses, setzte sich dort hin und schaute aufs Meer. Sie sah dabei zu, wie die Wellen gegen die Klippe schlugen und dachte an ihre Mutter. Ob ihre Mutter sie sehen konnte? Sie weinte immer wenn sie dort war und fragte sich, wie ihre Mutter sie nur alleine lassen konnte. Ashley wollte nicht mehr Leben, jedoch gab es noch einen Grund, wieso sie trotzdem noch am Leben war: Sie glaubte fest daran, dass es eines Tages mal besser sein würde. Bis zu ihrem 16. Geburtstag glaubte sie das. Am Abend ihres Geburtstags geschah jedoch das Unfassbare. Ihr Vater kam wie immer betrunken von seiner Stammkneipe nach Hause. Ashley saß im Wohnzimmer und schaute ihren Lieblingsfilm „Titanic“. Nachdem ihr Vater seine Jacke und seine Schuhe ausgezogen hatte, setzte er sich neben sie. Er stank förmlich nach Alkohol. „Na, meine Süße. Jetzt bist du 16. Schon eine junge Frau. Eine Hübsche noch dazu.“ Sie wunderte sich. So nett war ihr Vater noch nie. Erst recht nicht, wenn er betrunken war. Er legte plötzlich einen Arm um sie und dann geschah etwas, wovon sie nicht mal geträumt hatte. Ihr eigener Vater vergewaltigte sie! Danach war er wieder gemein zu ihr und schrie sie an, wieso sie ihrer Mutter doch so ähnlich sehe und er es, wenn es nicht so gewesen wäre, nie gemacht hätte. Weinend lief Ashley zu ihrer Klippe. Draußen regnete es. Als sie dort angekommen war, schoss ihr nur eine Frage durch den Kopf. Warum hat er das getan? Es war so, als wären zwei verschiedene Leute dort gewesen. Sie sah keinen anderen Ausweg mehr. Sie wollte nun endgültig sterben! Immer noch weinend schaute sie aufs Meer. Durch den Wind waren die Wellen größer denn je. Sie schaute dann zum Himmel. Eine kleine Lücke war in den Wolken zu sehen, durch die ein Licht schien. Ashley dachte daran, dass es vielleicht ihre Mutter war, die zu einem Engel geworden war und auf sie wartete. Ja, so war es ganz bestimmt. Ihre Mutter wartete auf sie. „Mama, gleich bin ich bei dir!“, schrie sie ins Meer hinaus. Sie trat an den Rand der Klippe. Noch einmal drehte sie sich zu ihrem Haus um, wo ihr Vater wahrscheinlich gerade dabei war, ein Bier zu trinken und nicht mal annähernd an seine Tochter dachte. Sie schaute zurück aufs Meer. Langsam bildeten ihre Lippen ein Lächeln. Sie freute sich, denn es würde ihr bald besser gehen und sie würde bald wieder mit ihrer lieben Mutter vereint sein. Ashley schloss ihre Augen und ließ sich langsam nach vorne fallen. Und während sie auf das Meer zu fiel, lächelte sie immer noch. Denn sie weiß: Auch sie wird bald ein Engel sein.
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Kommentare
katy sunn schrieb am 2009-10-13 14:17:02:
*schniff* mega schöne geschichte
meine note: 1+ xD
Anne Gorcy schrieb am 2008-11-06 23:30:35:
Hallo Anna!
Danke für die Kritik! ;O) Ich bin noch Anfängerin wenn es im so was geht, aber ich werde mich bemühen ;O)
Anna Müller schrieb am 2008-10-31 07:48:46:
Die Geschichte an sich ist sehr schön und auch toll geschrieben, du bist sehr sprachbegabt.
Allerdings hättest du an manchen Stellen ausführlicher schreiben können.
Wieso ist die Mutter ins Meer gefallen?
Wegen dem Vater oder aus Versehen?
Warum behandelt der Vater Ashley so, was ist daran so schlimm, dass sie ihrer Mutter ähnlich sieht?
Lg, Anna
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