Auf Wiedersehen
von
Kiara
"Auf Wiedersehen!", sagt er. Versucht mich aufzubauen.
Er kann die Trauer in seiner Stimme nicht unterdrücken. Das ist einfach zu viel!
Die Tränen laufen mir in Strömen übers Gesicht. Versuche die Schluchzer zu unterdrücken, ihn zu unterstützen, doch es gelingt mir nicht.
Ich weiß, dass es kein ,Wiedersehen' geben wird. Wir werden nie wieder mit einander lachen, uns in den Armen halten, nie wieder gemeinsam frühstücken, uns nie wieder in die Augen sehen. Gleich ist alles vorbei. Gleich ist der Sinn meines Lebens nicht länger bei mir.
Er küsst mich noch einmal, ein letztes mal.
Ich versuche den Moment so gut wie möglich auszukosten. Ich weiß, es ist das letzte mal, dass unsere Lippen sich berühren. Für immer.
Ich habe so gehofft, so gebetet, doch am Ende war es nur ein Traum. Ein wunderschöner, alleserfüllender Traum, aber eben doch nur ein Traum. Ich habe so lange geträumt, mir so lange etwas vorgemacht. Es konnte einfach nicht wahr sein, so schön war es.
Und das soll jetzt alles vorbei sein? Warum?
Das kann doch nicht alles vorbei sein! Warum ist es nicht so wie in den vielen Geschichten und Märchen? Die Liebe siegt immer... Nein, das hier ist die harte, kalte Realität.
Langsam löst er den Kuss. Einige Tränen haben sich den Weg über seine Wangen erkämpft. Auch er ist am Ende.
Zärtlich streicht er die große Träne auf meiner rechten Wange weg. Kaum merklich lächelt er mich an, lächelt über das, was wir hatten.
Warum? Warum muss es jetzt vorbei sein?
In mir zieht sich alles zusammen. Mein Magen verkrampft sich, weiß, dass es jetzt vorbei ist.
Die Tränen lassen sich nicht mehr zurückhalten. Sofort sind meine Wangen von 2 dicken Tropen benässt. Ich kann nicht anders, muss meinen Gefühlen und mir irgendwie Luft machen.
Ich weiß, dass ich es ihm so schwerer mache, aber ich kann nicht mehr. Alles bricht aus mir heraus. Ich werde von heftigen Heulkrämpfen geschüttelt.
Doch dann reiße ich mich wieder zusammen. Ich muss das jetzt hinter mich bringen. Zum Weinen habe ich noch den Rest meines Lebens Zeit.
Er sieht mir noch ein mal in die Augen, das letzte mal. Ich habe das Gefühl, er würde mit den Augen lächeln. Plötzlich höre ich seine Stimme. Wie er mir zuflüstert, wie sehr er mich liebt, wie er alles, was er so sehr an mir liebt aufzählt und wie er sich entschuldigt, doch seine Lippen bewegen sich nicht.
Seine grünen Augen geben mir Hoffnung. Es wird vorbei sein, ja, für immer vorbei sein, doch mein Leben wird weitergehen. Die Uhren werden nicht stehen bleiben. Der Kalender wird weiter an Dicke verlieren. Die Winter werden das Haus erkalten lassen. Die Vögel werden im Frühling singen. Im Sommer wird die Sonne scheinen. Der Herbst wird die Blätter von den Bäumen wehen.
Ich muss mein Leben weiterführen, auch ohne ihn.
Er erfasst meine Hand, will nicht dass es vorbei ist. Er will festhalten, an dem was wir haben und an mir.
Doch dann muss er sich besinnen. Er kann mir nicht mehr in die Augen sehen.
Er dreht sich um. Nie wieder werde ich sein Gesicht sehen, nie wieder von seinen Blicken gestreichelt werden.
Er macht einen Schritt von mir weg. Dann tritt er hinaus. Hinaus aus dem Haus und hinaus aus meinem Leben.
Die Tür wird geschlossen und es ist vorbei. Wir sind vorbei. Einfach so.
Kommentare
Dr.Soltberg schrieb am 2006-05-25 21:55:20:
Ja, die GEschichte ist gut und intelligent verfasst...
Schreib doch noch n paar!
Du hast potenzial!!! :D
CogitoErgoSummi schrieb am 2006-02-25 21:06:16:
die geschichte ist zum heulen schön :.D !
wirklich. aber hättest du nicht wenigstens eine kleine andeutung, eine winzige anspielung auf einen grund machen können? die fehlt mir irgendwie noch ein bisschen.... ich meine keine genaue erklärung, sondern vielmehr einen kurzen schlußsatz, der zum nachdenken anregt o.ä. - naja, geht mir wahrscheinlich nur so, da ich selber grade in dieser lage stecke und keinen klaren grund habe.... ;) ich hoffe, du hast ncihts dagegen, wenn ich ihm deine geschichte mal um die ohren haue ;) ? schönes we noch, schreib weiter !
Ann schrieb:
Du hast die Gefühle sehr schön beschrieben. Es war richtig schön die Geschichte zu lesen. Großes Lob
Angel 89 schrieb:
ich kann mener Vorredenerin nur zustimmen. Bei so vielen traurigen Gefühlen ist einem doch einfach zu Heulen.
Dreamiss schrieb:
echt eine geile Geschichte. Du hast die Gefühle perfect vermittelt! Aber, entschuldige das ich so dumm frage, warum geht er? Supergroßes Lob
Hallo schrieb:
Ur fad es wird so oft Wortwiederholung gemacht.
Kiara schrieb:
Erstmal ein großes DANKE für das viele Lob! Ich hab die Geschichte irgendwie für zu kitschig gehalten... Warum er geht weiß ich nicht, mir war irgendwie nichts besonderes dazu eingefallen. Also habe ich einfach alles mögliche offen gelassen.
Nina-Alice.Greschitz schrieb:
Deine Gesschichte ist sehr schön geworden, aber traurig! Aber deine Geschichte spricht mir aus der Seele!!! Ich fühle seit ungefähr einem Jahr so, seit mich mein Freund verlassen hat! :-() Leider!!!!
Großes Lob an dich!!
juliawes@tele2.at schrieb:
Die Geschichte ist wirklich traurig du hast viel Gefühl vermittelt dennoch etwas kitschig (sorry) Auch Warum er geht ist nicht wirklich gut geschildert. Trotzdem tolle Geschichte!!!
- schrieb:
Ganz schöne Geschichte, jedoch tatsächlich zu viele Wiederholungen, meiner Meinung nach. Sehr gut ausgedrückt, aber die Tränen kamen mir ein wenig zu oft vor ;) Ansonsten wirklich unglaublich gefühlvoll und rührend, Respekt!
C.R.K@gmx.de schrieb:
Wow... sehr schöne Geschichte... Mach bloß weiter so.
ManuGringi@aol.com schrieb:
Hi!
Eine wunderschöne Geschichte. Man kann sehr gut nachvollziehen, was die Hauptperson fühlt. Wunderschö. Ich hätte heulen können. Dickes, rießengroßes Lob an dich.
SwEeTy schrieb:
ich find die geschichte ist wirklich super. ich hab nur 1 kritik , du solltest zum schluss unsere neugierde befriedigen. warum trennt ihr euch wenn ihr euch so sehr liebt?muss er sterben? oder liebt ihr euch aber ihr könnt einfach nicht zusammenleben , es gibt paare die können nicht mit un nich ohne einander. trotzdem ist deine geschichte toll , kompliment!
liebe grüß SwEeTy
Kiara schrieb:
Manchme Menschen sind lieb, nett und würden dieses Geheimnis jetzt ausplaudern, aber so nett bin ich dann doch nicht und gewisse Dinge sollte man doch für sich behalten *fg* Die Geschichte soll einfach auf viele Situationen passen, das geht aber nciht, wenn ich den Grund der Trennung verrate. Denkt euch was aus, denn diese Sache werde ich wohl für mich behalten...
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