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Kategorien > Liebe > Gefühle

Auf den Straßen

von Sarafina Lübkemann

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und seine etwas breiteren.
Er lächelt immer noch, wie ich sehe, als ich aufschaue. „Guten Morgen Prinzessin. Hast du gut geschlafen?“
Ich nicke und küsse ganz sanft seine Wange. „Wunderbar. Und du?“
Auch er nickt. Aber darauf folgt kein Kuss, sondern bloß ein weiteres Lächeln.
Wir passen gut zusammen. Er ist der beliebteste Junge auf der Schule, ich das beliebstete Mädchen. Er groß, gut gebaut, schwarze Locken. Ich etwas kleiner als er, schmal und lange schwarze glatte Haare. Letztes Jahr waren wir laut des Jahresbuchs das Traumpaar. Ein himmlisches Gefühl, muss ich sagen.
Ich sehe die Blicke der andere. Sie sind eifersüchtig, sie wollen auch so einen super Freund. Einen der sie auf Händen trägt und alles für sie tut. Ich muss an die silberne Halskette denken, die in meinem Schmuckkasten liegt. Vor dem Ferien hat er sie mir geschenkt, dabei war nicht einmal unser irgendein besonderer Tag. Einfach so. Und ich habe mich mehr als gefreut.
„Du siehst heute hübsch aus.“, bemerkt er bewundernd, hält mich kurz ein Stück von sich weg, um mich anzusehen und zieht mich dann wieder an sich. Ich spüre seinen Atem auf meinem Kopf und bin restlos glücklich. Er meint es ernst.
Ich küsse ihn noch einmal, aber nur ganz kurz, auf den Mund. „Danke.“, sage ich leise und eher in sein Shirt.
Ich höre wie sich Abby neben mir räuspert. Die Arme hatte ich total vergessen. Sanft drehe ich mich zu ihr um und lächelte sie entschuldigend an. Mein Blick soll ihr sagen, dass es mir Leid tut und wir später reden. Und sie versteht ihn. Mit einem ganz kurzen Nicken, was nur ich gesehen habe verschwindet sie und ihr Zigarettenrauch in der Menge, irgendwo dahinten höre ich sie mit jemand sprechen.
Ein warmer Windzug zieht an mir vorbei und ich muss wieder an das Lied denken. „…dies ist der Sommer unseres Lebens…“ Eigentlich schade, dass ich es nicht zu ende hören konnte.


Luc.
Auf meiner Maschine fahre ich schnell durch die Straßen. An jedem Auto vorbei, egal wo sich eine Lücke findet und egal wie klein sie ist. Ich habe heute kein besonderes Ziel. Ich will einfach nur fahren. Fahren und den Wind spüren. Fahren um zu wissen, ich bin am Leben.
Was gestern schon anders hätte sein können. Vorsichtig fühle ich mich meinen Fingerspitzen nach der genähten Wunde am Kopf. Sie pocht, obwohl ich Schmerztabellen genommen habe.
Viel zu schnell biege ich ab, so dass die Autofahrer empört hupen, aber dass macht nichts. Ich kenne meine Grenzen und die meiner Maschine, es bestand keine große Gefahr. Vielleicht eine kleine, aber ohne so kleine Gefahren wäre das Leben doch langweilig, oder nicht?
Ich halte. Obwohl ich kein bestimmtes Ziel gesucht habe, hat mich meine Maschine wie von selbst zu seinem Haus gebracht. Er ist wach, ich sehe es weil die Vorhänge aufgezogen sind. Einmal pfeife ich laut, dann wird das Fenster schon geöffnet. Tizian. Er sieht müde aus.
„Ey, Tizian. Bist du gerade erst aufgestanden, oder was?“, rufe ich belustigt hoch.
Etwas verständnislos schaut er mich an und reibt sich die Augen. „Was machst du denn hier? Wie spät?“
Ein kurzer Blick auf die neue Rolex die ich in irgendeinem Haushalt mitgehen lassen hab. Coole Uhr, ich kann mich nur noch einmal zu diesem Stück beglückwünschen. „Kurz nach Zehn. Zeit zum aufstehen. Kommst du runter oder muss ich erst rauf kommen?“ Eigentlich will ich lieber gleich weiter fahren.
Aber Tizian ist noch schläfrig. Er winkt mich nach oben, so dass ich mein Motorrad abschließen und zur Haustür muss, durch einen Summer werde ich ins Haus innere herein gelassen. Ich war schon so oft in diesen kühlen Gängen, ich kenne jeden Winkel. Während ich die Treppen hinauf gehen, ich nehme zwei Stufen auf einmal, denke ich an all die vielen Male wo ich hier mit Tizian gespielt habe. Wir waren noch Kinder, aber schon da die dicksten Freunde. Die Zeit hat dies nicht geändert.
Oben erwartet mich eine offene Haustür. Ich trete ein. „Man Tizian, was wäre wenn irgendein neugieriger Nachbar rein gekommen wäre?“, fragt eich gespielt entrüstet und schließe die Tür. Tizian finde ich in der Küche. Er hat Kaffe gemacht. Kann ich gut gebrauchen, obwohl ich wach bin. Die Müdigkeit steckt mir in den Knochen. Immer noch.
Tizian gießt uns beiden eine Tasse ein. Er trinkt seinen Kaffee mit Milch, ich mit Zucker. Auf dem kleinen Küchentisch steht immer eine kleine Kanne Milch und ein kleiner Topf mit Zucker.
Ich merke wie Tizian meine Stirn mustert. „Sieht gar nicht so böse aus wie gestern.“, lautet schließlich sein Urteil. Und er grinst.
Ich grinse zurück. Er hat ja Recht. Gestern hat es geblutet und geblutet, jetzt war da bloß noch ein kleiner genähter Riss. Umso besser, eine neue Prügelei wartet bestimmt schon.
Gähnend trinkt er noch einen Schluck seines braunen Kaffees, er muss wohl genauso an die letzte Nacht denken wie ich. Voller Stolz. „Ey, die haben wir so was von fertig gemacht. Die trauen sich nie wieder uns auch nur schief anzusehen, Pisser.“ Er lacht und ich lache auch. Er hat wieder Recht.
Mein schwarzer und dampfender Kaffee kühlt in seiner Tasse, ab während ich meinen besten Kumpel aufmerksam mustere. Es sieht fast so aus, als hätte er gestern nichts abbekommen, aber dass kann nicht sein. „Irgendwelche Verletzungen?“, fragte ich also.
Cool wie immer schüttelt er den Kopf. Er ist mächtig stolz drauf, das sehe ich.
Ohne lange zu überlegen oder richtig hinzusehen, weiß ich, dass er lügt. Er muss lügen. Ich haue mit einer menge Kraft auf seine Schulter, es scheint wie ein Schulter klopfen, aber eigentlich wollte ich nur sehen ob er Schmerzen hat. Ja, die hat er. Er zuckt zusammen, wenn auch nur kurz. Für eine Sekunde wird sein Blick schmerzerfüllt, dann grinst er wieder.
„Man, lügen kannst du wirklich nicht.“ Lache ich ihn aus und trinke einen großen Schluck von dem noch etwas zu heißem Kaffe. Aber was runter muss, muss runter. Und ich halte es wie ein Mann aus.
Tizian gähnt wieder. Man, der braucht dringend eine erholsame Fahrt durch den Wind, um richtig wach zu werden. „Wollen wir gleich los fahren?“, frage ich also und erhebe mich schon fast.
Er sieht mich einige Momente verwirrt an, dann hellt sich seine Miene auf. „Fahren wir mit deiner Maschine?“ Als ich nickte haut er mit der flachen Hand auf den Tisch, so dass es einen Knall gibt. „Krass.“ Und schon ist er aufgesprungen und mir voraus im Flur. Ich eile ihm nicht nach, schließlich habe ich die Schlüssel. Ohne mich geht gar nichts.
Draußen steigen wir auf die Maschine und fahren mit großem Gejaule los, so wie immer. Ich bin froh mit meinem besten Kumpel durch die Gegend fahren zu können, es gibt kein besseres Gefühl. Außer vielleicht eins. Aber dass kann ich mit Tizian schlecht machen.
Es dauert nicht sehr lange bis wir halten. Ich halte mit quietschenden Reifen vor einen Cafe, darin sitzen ein paar Mädchen. Zwei drei kenne ich, darunter Selina. Mit ihren dunkelbraunen Augen, den langen Wimpern eine bildhübsche Eroberung. Außerdem hat sie klasse Beine.
„Ey, da ist Selina, lass mal rein

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Kommentare

caro schrieb am 2010-03-13 09:24:00:
GROßARTIG!!!!! weiter schreiben!!!
Bringt super Spaß zu lesen!!!
Supi Fini!!!! :)
Nelly schrieb am 2010-03-11 08:26:58:
WOW. Deine geschichte ist der Wahnsinn :)
Schreib bitte so schnell es geht weiter :)
Ich freu mich auf die Fortsetzung und bin total gespannt wie es weiter geht :)
Lieben Gruß, Nelly.
Moon Dancer schrieb am 2010-03-09 16:12:55:
echt hamma!! schnell eine fortsetzung=)
lg

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