Auf den Straßen
von
Sarafina Lübkemann
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Rückspiegel sehe ich Hazels fieses Grinsen, sie weiß was jetzt kommt und sie weiß dass ich es hasse. Und genau das freut sie daran so sehr.
„Dann lade ihn doch bitte für Freitagabend zum Abendessen ein.“, sagt mein Vater in einem Ton, der keine Widerworte duldet. Dann biegt er in die Seite Straße ab und wir sind bald zu Hause angekommen.
Luc.
Lachend bogen wir auf die andere Seite ab, ich spürte den bösen Blick der Schönheit immer noch in meinem Rücken, aber das machte nichts.
„Wow, die waren echt…“, Tizian haut mir auf die Schulter. „Die hinten war echt nicht schlecht.“
„Die vorne war besser.“, sage ich grinsend und biege wieder ab.
Tizian zieht eine Grimasse und wiederholt hochnäsig ihre Worte. „Ich weiß nicht warum ich dir meinen Namen sagen soll. Außerdem habe ich einen Freund. Bla, bla, bla.“ Wieder spüre ich einen Schlag auf der Schulter. „Aber dein Spruch war auch nicht schlecht.“
Stolz über das Lob richte ich mich ein wenig auf und gebe Gas. Wir fliegen jetzt fast über die Fahrbahn und ich finde es super. Dieses Gefühl was man bekommt, wenn auf dieser Maschine sitzt ist mit nichts vergleichbar.
Ich schaue kurz auf die Rolex. Kurz nach zwei Uhr. Eigentlich würde ich jetzt erst aufstehen. Ich höre wie mein Magen knurrt und entscheide für mich und Tizian eine Pizzeria aufzusuchen und etwas zu essen. Und ein kühles Bier um die Mittagszeit konnte auch nicht schaden.
„Wollen wir nicht irgendwas essen gehen?“, fragt Tizian von hinten und ich freue mich darüber dass wir mal wieder den gleichen Gedanken haben. Unsere Geschmäcker sind zwar grundverschieden, aber die Gedanken gleich. Ich nicke um ihm zu zeigen dass ich schon auf den Weg war und biege wieder ab. Eine leere Straße bietet sich mir und ich gebe so viel Gas, wie ich schon lange nicht mehr Gas gegeben hatte. Ich grinse.
Wir halten vor einer unsere Stammpizzerias und gehen so schnell es geht rein. Ich hab Hunger wie sonst was, und wenn ich nicht bald etwas zu beißen bekomme ist Schluss.
Lachend setzten wir uns an einen der Tische und Tizian hebt die Hände und verkündete Lautstark das er den Kellner verlangt. Ich sehe mir das ganze belustigt an und werde erst aufmerksam, als eine junge Kellnerin an unseren Tisch kommt. Sie träg kaum etwas, der schwarze Rock ist kurz, die Schürze kürzer. Ihr Oberteil eng geschnitten und ein verführerischen Lächeln auf dem Gesicht. „Was kann ich für die Herren tun?“
Ich zwinkere ihr zu, sehe kurz auf die langen braunen Beine und dann wieder in ihr Gesicht. „Wir hätten gerne zwei Pizzas mit Salami und zwei dunkle Biere.“
Sie schreibt sich alles auf, lächelt dann noch mal und eilt wieder zum Tresen.
Vor mir pfeift Tizian anerkennend, er schaute ihr nach. Ich denke dass er mit den Gedanken schon am Abend ist, wo er sich vorstellt dass sie ihm ohne Widerworte ins Bett folgt. Ich grinse.
„Die war echt heiß.“, bestätigt er meinen Gedanken. „Guck nur wie sie sich freut uns zu sehen.“
Ich lache. „Sie kennt uns nicht. Sie muss heute den ersten tag da sein.“ Ich schaue ihr nach, aber nicht wie Tizian auf ihr Hinterteil sondern auf ihr Gesicht. Niedlich und hübsch, aber kein Vergleich zu Selina. Ich muss grinsen als ich an meine Gedanken von vorhin denke und ihren kecken Augenaufschlag als sie gefragt hat, ob wir uns nachher sehen. Aber ich habe Prinzipe. Keine Versprechen, also habe ich mal sehen gesagt. Wenn ich Zeit habe werde ich sie besuchen, wenn nicht eben nicht.
Die Kellnerin kommt wieder. Sie trägt unsere beiden Biere leichtfertig mit sich herum, stellt sie auf den Tisch und sagt. „Die Pizzas sind auch gleich fertig.“ Dann sieht sie Tizian an. „Und du, schau mir ja nicht wieder auf den Hintern, oder es setzt was.“ Sie funkelt ihn herausfordernd an, aber daraus hat sich Tizian noch nie etwas gemacht. Er lacht und sie entfernt sich.
„Man ist die heiß auf mich.“ Sagt er, und ich sehe an seinem Gesicht dass er es wirklich glaubt.
Ich lache ihn aus, aber er sieht es als Zustimmung. „Na dann.“, behaupte ich und schüttle den Kopf über ihn. Er ist zwar wirklich mein bester Freund, aber wenn sich eine Frau zwischen uns entscheiden muss, wählt sie mich. Dass ist uns beiden klar, denke ich.
Tizian trinkt einen großen Schluck von seinem Bier. Er ist bester Laune. „Sag mal, was steht denn heute Abend an?“ Er grinst.
Ich weiß worauf er hinaus will. Ein Rennen, wie fast jeden Abend. Immer an der gleichen Stelle. Es ist gefährlich. Aber es macht höllischen Spaß. Aber ich habe besseres vor. Selina. „Geht nicht.“, sage ich also und kratze mich nachdenklich am Kinn. „Ne, alter, geht wirklich nicht.“
Tizian hebt eine Augenbraue. „Ist Selina wichtiger als deine Maschine? Deine Freunde?“ Er versucht mir ein schlechtes Gewissen zu machen. Aber er wird es nicht schaffen. Ich will heute Nacht Selina. „Man könnte fast denken du wärst verliebt in diese Braut.“ Er sieht mich forsch, aber ich lache. Ich würde mich niemals verlieben. Weder in Selina noch in eine andere. Verlieben ist dumm. Man ist abhängig.
„Ey überleg’s dir wenigstens. Deine Maschine ist ganz verrückt auf dieses Rennen.“
Ich schaue aus dem Fenster, rüber zu meinem Baby. Vielleicht könnte ich doch mit fahren. Selina kann ja auch noch später ihr Fenster öffnen.
Mabel.
Entspannt sitze ich auf meinem gemachten Bett. Im Hintergrund beruhigende Musik. Nichts was in den Charts ist. Nicht wenn ich zu Hause bin. Ich habe nach dem Lied gesucht. Sommer unseres Lebens. Aber ich habe es nicht gefunden. Ich bin mir sicher, ich habe die CD, sie muss bei Abby sein.
Tief durchatmend lege ich mich noch weiter in meine Kissen und schließe die Augen. Ich Träume von Masons Kuss, seinen warmen Lippen auf meinen. Er ist der erste den ich so geküsst habe. Er wird der einzige sein. Niemals wieder würde ich mich so in einen Jungen verlieben. Nie wieder. Würde ich ihn verlieren würde für mich alles vorbei sein. Kein Grund und Boden mehr unter meinen Füßen.
Es klopft. Ich weiß dass es Hazel ist. Meine Mutter kommt nicht oft in mein Zimmer. Lieber spricht sie durch die Sprechanlage links neben der Tür. Die Tür, die sich gerade öffnet. Ihr brauner Schopf zwängt sich zwischen Tür und Angel. „Hey Mael, hast du kurz Zeit? Ich will mir was von dir ausleihen.“
Ich nicke. Sie holt es sich sowieso irgendwann heimlich. Dann bin ich lieber dabei und kann im Notfall eingreifen. Ich will nicht dass sie alle meine Klamotten trägt. Ich kann es nicht leiden.
Sie geht wie selbstverständlich zu meinem großen Kleiderschrank. Sie reißt die Türen auf, nimmt ein paar Sachen hoch und zieht schließlich mein schwarzes Minikleid raus. Mein fast bestes Stück.
Sofort bin ich auf den Beinen und will es ihr wegreißen, aber sie ist schneller. „Ich will es mir doch nur für einen Abend ausleihen. Du bekommst es heil zurück.“, protestiert sie flehendlich.
Aber ich bin nicht leicht zu erweichen. Ich schnappe mir ihren Arm und ziehe sie vor den großen Spiegel. Ich will ihr zeigen dass es ihr nicht steht. Als ich uns im Spiegelbild betrachte, fällt mir wieder auf wie
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Kommentare
caro schrieb am 2010-03-13 09:24:00:
GROßARTIG!!!!! weiter schreiben!!!
Bringt super Spaß zu lesen!!!
Supi Fini!!!! :)
Nelly schrieb am 2010-03-11 08:26:58:
WOW. Deine geschichte ist der Wahnsinn :)
Schreib bitte so schnell es geht weiter :)
Ich freu mich auf die Fortsetzung und bin total gespannt wie es weiter geht :)
Lieben Gruß, Nelly.
Moon Dancer schrieb am 2010-03-09 16:12:55:
echt hamma!! schnell eine fortsetzung=)
lg
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