Auf der Suche - Svenjas Schicksal (2)
von
Gimliy
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Okay, ein erneuter Versuch! Irgendwie ist der zweite Teil, den ich neulich schon gesendet hatte unter gegangen. Ich war etwas verwundert, dass ich überhaupt keinen einzigen Kommentar gesehen habe und die Geschichte auch nie bei den neuen Geschichten in der Startseite aufgetaucht ist. Nun, da gab es wohl eine lange Zeitspanne, in der nix aktualisiert wurde. Mit der Hoffnung, dass es nun Rückmeldung gibt, noch mal Svenjas Schicksal 2!
Hier also nun der zweite Teil meiner Story. Weil sie ehrlich gesagt extrem lang ist, hab ich sie in viele kleine Teile untergliedert. Ich stell jetzt erst mal die ersten Kapitel rein und warte die Meinungen und Kritiken ab und dann sehen wir mal weiter^^. Also bitte weiterhin das kommentieren, was ich hier einsende, das würde mir WIRKLICH weiterhelfen.
Da hier hauptsächlich Rapper, Zuhälter, Gangster und Youngster vorkommen, benutzen sie natülich eine lockere Sprache. Daher werden auch oft Wörter gebraucht, die entweder aus dem englischen stammen, daraus abgeleitet oder frei erfunden sind. Bitte wundert euch daher nicht, wenn solche „Slang-Begriffe“ vorkommen. Damit ihr einige Dinge besser verstehen könnt, habe ich euch eine kurze Liste angefertigt. Wer die Bezeichnungen bereits kennt, der kann den untersten Abschnitt der Story überspringen, für die Anderen ist am Ende der Story ein kleines Nachschlagewerk zu finden. Viel Spaß beim weiterverfolgen von Svenjas Abenteuern wünscht euch Gimliy!
************* Auf der Suche – Svenjas Schicksal (2) *************
Der zweite Jugendanwalt sah so ähnlich aus, wie Herr Berlich, war nur ein wenig älter, aber schien mir nicht so sympathisch, denn er begrüßte mich nicht wirklich. Dann kam das Übliche. Wir sind hier wegen blah, blah blah, ich tischte ihm meine Story auf und dann erzählten die Zeugen, was sie gesehen hatten, mein Anwalt sagte noch ein oder zwei Sätze, dann verschwand der Typ und noch ein paar andere Leute im Nebenzimmer, um sich zu beraten. Einige Zeit später kamen sie zurück. Dann begann der Jugendanwalt, der den Richter ersetzte, mit dem Üblichen, von wegen, sie hätte es nicht tun müssen und sie weiß doch, dass so was verboten ist und dann kamen sie endlich zum Urteil. „Du wirst hiermit zu einer Woche Dienst in einem Altenpflegeheim verurteilt.“ Oh shit! Ein Altenheim, bitte nicht! Das war doch der pure Albtraum! Diese Woche würde mich killen! Doch ich ließ mir nichts davon anmerken und senkte meinen Blick. Der „Möchtegernrichter“ beendete die Sache und Herr Berlich brachte mich aus diesem Albtraumgebäude. Auf dem Parkplatz stand schon der weiße Audi. Herr Berlich drückte meine Hand und sagte freundlich: „Viel Glück! Ich werde dich vielleicht einmal besuchen kommen, um zu sehen, wie du klar kommst, okay?“ Ich nickte nur und stieg dann zu Bremse und Mus ins Auto. Bremse war Pizzalieferant und Mus war Arbeitsloser. Den Wagen hatten sie geklaut, umgespritzt und neue Kennzeichen genommen. Mir hatten sie das erzählt, aber ich war ja auch ein festes Mitglied. Mit 12 Jahren war ich in das dunkle Geschäft eingestiegen. Ich war nur ´ne kleine Nummer, kaum einer kannte mich in der Szene, bis David März sich meiner angenommen hatte. Er bezahlte mich für Aufträge, besorgte mir Zigaretten und manchmal bestimmte Getränke, tolle Klamotten, stylische Uhren und ich hatte immer ´n bisschen Kohle. Tja, so ging das immer weiter und jetzt war ich in Cool-Daves, so nennen sie David, Gang. Es war sozusagen, wie eine eigene, kleine Mafia, obwohl wir mit den Riesengangstern nichts zu tun hatten, oh nein, wir waren unabhängig, ungefähr so wie die MRV, die Metall Rocker Vereinigung. Die waren unsere Feinde. Wir nannten uns HOPZ, sozusagen die Verarsche von COPS. Oft gab es Gangkriege, auch mit den BKJ, den Basketball Killer and Jumpern, oder den Greenlights. Aber heute gab es keine Zwischenfälle. Bremse stoppte vor der Würstchenbude. „Steig aus, wir gehen nicht mit!“, sagte er schroff. Ich stieg aus, rief noch kurz „CU!“ und ging in die Bar „Italia Sunshine“. Die Bar sah aus, wie eine ganz gewöhnliche Bar. Rechts war ein Tresen, an dem Leute mit Biergläsern saßen, links war ein Nebenraum, in dem es Tische und Stühle gab. Am Stammtisch saß Gino. Seine langen schwarzen Haare waren zu einem Pferdeschwanz gebunden, an seinen Ohren hingen Diamanten, seine Kleidung bestand aus Leder und eine für ihn typische Zigarette zierte seinen Mundwinkel. Bei ihm saßen noch ein paar schräge Typen. Gino sah mich kurz an, grinste und winkte mir zu. Ich ging durch die Bar in Richtung der Toiletten, das war geradeaus. Dort gab es 4 Türen. Eine, die in das Zimmer hinter dem Tresen führte, eine Damen- und eine Herrentoilette und eine Tür, auf der „Privat! Unbefugte haben keinen Eintritt“ stand. Die öffnete ich und schloss sie schnell hinter mir. Ein kleiner Raum lag vor mir mit zwei Türen. Eine führte zu einer Besenkammer und die andere Türe führte in ein verborgenes Treppenhaus, natürlich ging ich nicht in die Besenkammer. Rechts ging eine Treppe in den „Erwachsenenteil“. Das war Ginos größere Einnahmenquelle: Illegale Wettbüros, Spiele und vor allem „verbotene Liebe“ lockten viele Besucher an. Zu meiner Linken befand sich ein Fahrstuhl, das war mein Ziel. Ich ging hinein, zog den Knopf für den Alarm heraus und drückte den Knopf darunter. Es war ein Geheimknopf, der in den Kern, den verbotenen Keller, den Raum unter der illegalen Hölle führte, wo die echten Kriminellen abchillen. Gino war wirklich kreativ. Er hatte somit ein Versteck unter dem Versteck eingerichtet. Der Fahrstuhl fuhr nach unten und als die Tür aufging, war ich mitten drin. Ein riesiger Raum voller Sofas, Tischen, Lichter und Menschen. Diskokugeln beleuchteten den Raum, in dem dunkle Gestalten auf Sofas saßen, rauchten, Karten spielten, Tabletten einwarfen, Geld zählten, gemeine Pläne schmiedeten, Golduhren anstarrten und seltsame Coctails tranken. Ein großer, schlanker Mann mit Oberlippenbart, einer Sonnenbrille und Lederjacke mit Stinkefingeraufnähern kam auf mich zu und nahm mich in die Arme. Cool-Dave! Er war soooooo süß! 27 Jahre alt, Grafikdesigner, trat manchmal in Clubs auf rappte Tracks von Bushido und Ersguterjunge, war seit 3 Monaten mit mir zusammen und voll sexy! „Na, was geht, Baby?“, fragte er mit seiner coolen Rapperstimme. Ich drückte mich an seine Lederjacke und meinte: „Einfach alles! War irgendwie … besser als ich befürchtet habe. Ich muss eine Woche in so ´n beknacktes Omahaus! Ach, die Alten im Albtraumgebäude haben nicht viel gestresst!“ David grinste. Er führte mich zu seinem Platz, an dem Jessica Felixen, Fabian Brändle, der nur Brand genannt wird und Pooz, der eigentlich Benjamin Mischur heißt, saßen. Sie tuschelten gerade, doch als ich kam stoppten sie. Pooz und Jess waren auch in meinem Weisenheim. „Hör mal, Baby!“, begann Cool-Dave, „Du musst jetzt leider mal ´ne kreative Pause machen, weil die dich gerade auf ´m Kicker haben, kapierst du?“ Ich war angeschlagen. Wieso? Ich war doch nicht „auf´m Kicker“ von irgendwem. „Was
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Kommentare
Nacht schrieb am 2008-10-18 19:07:32:
Hallo Gimliy
Gut beschrieben die Scene. Ein paar coole Sprueche weniger, und dafuer eine deutliche Beschreibung des Hintergrunds waere gut. Aber eine prima Geschichte.
Gruss Nacht
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