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Kategorien > Drama > Liebe

Augenkontakt

von Mularion

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Die Sonne schien auf meinen Körper, als ich auf dem saftig grünen Feld lag und in den klaren Himmel starrte. Es wehte eine warme Briese über mich hinweg, streichelte meine Haut. Es war ein wunderschöner Tag, doch er hätte noch schöner sein können. Ich weiß nicht wieso ich es nicht geahnt oder verhindern hätte können. Ich komme mir so schlecht vor. Der Schmerz in meinem Herzen ist unerträglich, zerfrisst mich nach und nach.
Es geschah alles einen Abend zuvor. Ich war mit meiner besten Freundin und mit meinem besten Kumpel in einer Disco gewesen. Wir haben uns immer Samstags darin verabredet um ein wenig zu feiern, doch gestern war es anders, als sonst. Die Lichter flackerten, flogen über unseren Köpfen hinweg. Die Gäste waren hin und weg von der Musik, davon angetan zu tanzen. Ich saß neben ihr, sprach mit ihr über den Ausflug, den wir beide planten. Es war noch so viel zu tun, doch sie ließ alles klein aussehen. Ihr Blick war voller Freude, voller Leben, dürstete nach Party. Ich packte sie, zog sie auf die Tanzfläche, brachte auch mich in Partylaune. Die Menge jubelte, tanzte wie jeder Andere auch. Wie in einem Musical tanzten wir alle die gleichen Schritte, bewegten uns gleich zur Musik. Der Alkohol glitt über die Theke, wie die Pest im Land sich verbreitete. Immer weiter tranken wir, immer schöner wurde der Abend, doch irgendwann war auch für uns die Zeit gekommen zu gehen. Wir taumelten, mit den Armen um unsere Schultern geschwungen, aus der Disco, stolperten zu unseren Wägen, doch betrunken waren wir nicht. Ich schaute erneut in ihre Augen, erkannte plötzlich diese Angst, diese schreckliche Angst, als würde ein Monster in ihrem Wagen lauern. Ein letztes Mal drückte ich sie, stieg in meinen Wagen, ließ den Motor an, fuhr in die Nacht hinein.
Es waren vielleicht eine halbe Stunde vergangen, seit ich im Wagen saß und nach Hause fuhr, verspürte plötzlich so eine Angst in mir, wie ich es ihr ansah. Ich konnte in vielen meiner Freunde, Verwandten ihre Gefühle aus den Augen lesen. Immer wieder behielt ich Recht, doch jetzt war ich mir unsicher. Hatte ich wirklich diese Angst in ihren Augen gesehen? Habe ich wirklich diese Panik wahrgenommen? Ich schlug mit der Hand aufs Lenkrad, drehte mitten auf der Straße um, fuhr zu ihr. Das Haus in dem sie wohnte, sah in der Dunkelheit gruselig aus. Eine Laterne beleuchtete den Eingang, Krankenwagen standen um den Eingang herum. Ich lief schneller, rannte auf die gaffende Menge zu, drückte mich durch bis in die vordere Reihe. Sofort stieß ich einen unerträglichen Schrei aus, fiel auf die Knie, kroch auf den Händen in die Mitte. Da lag sie. Blut überströmt lag sie vor mir. In ihrem Bauch steckte ein Messer, tief genug um ihr einen Todesstoß versetzt zu haben. Ihre Augen starrten in den Himmel, schaute zu den Sternen hinauf. Ich sah ihr in die Augen, sah diese Leere. Ich erkannte nichts mehr. Es war wie eine Hülle, die sich als meine beste Freundin ausgab. Es war wie eine Marionette, die nichts fühlte, weder lebte noch denken konnte. Wie ein Loch, konnte ich in ihre Augen, in ihre Leere schauen. Sanitäter packten mich, zogen mich vom Tatort weg, brachten mich zur Polizei, die gerade ein paar Akten durchschaute. Ich hatte noch nie solch eine Leere gesehen. Ich will nie mehr diese Leere erkennen.
Nun war es drei Tage her, seit ich sie verloren hatte. Hätte ich es geahnt, hätte ich sie nach Hause gebracht. Würde sie dann noch leben? Ich weiß es nicht! Ich kann es nicht sagen, aber dies soll auch mein Ende sein. Wieso leben, wenn ich die größte Liebe in meinem Leben verloren habe. Was soll ich tun, wenn ich ihr nicht mal sagen konnte wie sehr ich sie liebte? Es war alles meine Schuld. Ich hätte es verhindern können! Ich habe es nicht getan! Alles nur wegen diesem…. diesem einen Augenkontakt!

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Kommentare

roo sabbath schrieb am 2010-08-08 15:06:20:
ich mag es - obwohl ich natürlich hoffe das diese geschichte nur ihrer fantasie entspringt---

aber ich würde ihnen raten die geschichte das nächste mal einfach ein bisschen zu gliedern, dan fällt einem daslesen nähmlich leichter ...

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