Autobahnfahrten in der Nacht
von
AdmiralohneBoot
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Mal. Das ferne Grollen. Dieses Mal explodierte es wieder in seiner Intensität und an der Klimax geschah es. Der Fässer Stapel geriet ins Wanken und ein Fass nach dem anderen knallte mit ohrenbetäubendem Lärm auf den Boden. Die Fässer begannen auf mich zuzurollen, worauf ich um mein Mäuseleben rannte. Ich rannte so schnell mich meine vier kurzen Beine tragen konnten und ich schaffte es. Ich gelangte durch das Scheunentor in die Freiheit. Die Fässer konnten die Scheune nicht verlassen. Es war als wäre eine unsichtbare Mauer da, die die Fässer daran hinderte die Scheune zu verlassen. Nach einer Weile liessen die Fässer ihre Versuche, die unsichtbare Mauer zu durchdringen sein und rollten wieder zurück in den hinteren Teil der Scheune, wo sie sich wieder zu einem ansehnlichen Stapel stapelten. Ich wähnte mich in Sicherheit, doch dieses Gefühl war eine Täuschung. Eine schwarze Katze tauchte auf und stürzte sich auf mich. Mit einer kurzen Bewegung ihre Kieferapparats verschlang sie mich.
Am nächsten Morgen war ich total gerädert. Zu allem Überfluss kam das Klopfen mit meinem Erwachen augenblicklich wieder zurück. Im Vergleich zur Nacht fiel mir ein Unterschied auf. Das Klopfen war panischer und schneller. Ich hämmerte mit den Fäusten gegen meinen Kopf und nahm mir vor, innerhalb der nächsten drei Tage einen Arzt aufzusuchen.
Ich versuchte den ganzen Tag über das Klopfen nicht zu beachten und mich meinem Auftrag zu widmen. Es gelang mir nur halbwegs. Mehrmals verlor ich den Faden und brauchte mehrere Minuten bis er wieder eingefädelt war. Am Abend machte ich mich wieder auf den Rückweg in meine Heimatstadt. Die Firma hatte angerufen, um mir zu sagen, dass ich für neue Instruktionen im Hauptquartier erscheinen solle. Das Klopfen hatte unterdessen den Klang des auf die Erde fallenden Regens angenommen. Es prasselte unentwegt in meinem Kopf nieder und liess mich keinen klaren Gedanken fassen.
Ich fuhr auf derselben Autobahn, auf der ich in der Nacht zuvor gefahren war. Alles war so wie immer. Die weissen Autobahnstreifen verschwammen in der Dunkelheit und das Klopfen in meinem Kopf liess mich über die Fahrbahn schlängeln. Klopf, Klopf, Klopf…Klopf, Klopf…Klopf, Klopf, Klopf. Es war unerträglich. Ich hielt an der nächsten Raststätte an und rannte so schnell ich konnte zur Toilette, wo ich mich, in eine Kloschüssel hinein, übergab.
Das Klopfen verschwand augenblicklich nach meiner unfreiwilligen Magenentleerung. Ich tauchte mein Gesicht am Waschbecken in eiskaltes Leitungswasser. Ich schüttelte meinen Kopf, um die letzten Nachwirkungen des Klopfens zu vertreiben. Es funktionierte. Mein Kopf war wieder klar. Nicht das leiseste Anzeichen eines Klopfens war in Sicht alles war gut.
Jedenfalls bis ich wieder zu meinem Wagen gelangte. In der Zeit, in der ich mich in der Toilette aufgehalten hatte, war mein Wagen von der Autobahnpolizei umstellt worden. Ich näherte mich meinem Wagen und verschaffte mir mit Hilfe meines A.I.R.S Ausweisses Zutritt zu meinem Wagen. Ich fragte einen Polizeibeamten, was hier los sei. Er sagte mir, dass man in, was er ja nicht wusste, meinem Wagen eine Leiche entdeckt habe. Ich verstand die Welt nicht mehr. Wie zum Teufel kommt eine Leiche in meinen Wagen?
„Wurde sie im Kofferraum gefunden“? , fragte ich den Beamten.
„Ja sie lag im Kofferraum.“
„Woher wussten Sie, dass sie im Kofferraum dieses Wagens war?“
„Ein Lastwagenfahrer hat aus dem Kofferraum ein lautes Klopfen vernommen. Daraufhin hat er uns verständigt. Wir haben das Klopfen ebenfalls vernommen und den Kofferraum aufgebrochen. Das Klopfen hat sofort aufgehört, als der Kofferraum offen war. Wir entdeckten nichts ausser der Leiche. Wir wissen nicht, wie das Klopfen verursacht wurde. Dieser Fall ist äusserst merkwürdig.“
Nun war ich vollends verwirrt. Das Klopfen, das mich die ganze Zeit verfolgt hatte, kam aus meinem Wagen? Und das Klopfen hatte keine erkennbare Quelle, da die Leiche ja eine Leiche war.
„Wo ist die Leiche? Ich möchte sie in Augenschein nehmen.“
„Sie liegt dort drüben beim Wagen der Gerichtsmedizin.“
Erst jetzt entdeckte ich den schneeweissen Gerichtsmedizinwagen mit seinem charakteristischen toten Kopf an der Seite.
Ich ging hinüber und verschaffte mir wieder mit meinem A.I.R.S Ausweiss Zutritt. Als der Gerichtsmediziner die Leiche enthüllte, traf mich der Schlag endgültig. Die Leiche war die schwarzhaarige Frau, die ich in der Nacht zuvor im Schnellrestaurant gesehen hatte.
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Kommentare
The Ghostman schrieb am 2010-02-24 17:07:14:
gute Geschichte sowas liest man gern,mehr davon
The Ghostman schrieb am 2010-02-24 17:07:07:
gute Geschichte sowas liest man gern,mehr davon
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