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Kategorien > Action > Action

Aya Steal

von samael

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„What should I say? What would you know about me? Me name? Oh, I think you know my name, isn’t it?” she smiles and put her cigarett at the ground. “I’ m the tragical person who is the protagonist of this story. My name ist Steal, Aya Steal. Have a nice day!”


Seit geschlagenen zwei Stunden sitzt sie in diesem kleinen, verrauchten Café mit den plastiküberzogenen kleinen Tischen an den regenschmutzigen Fenster. Draußen ist es kalt, nicht nass, nur kalt. Der Wind peitscht und wirbelt Schneeverwehungen von den Bergen an Schnee, die man an den Straßenrändern aufgetürmt hatte. Menschen eilen vermummt wie Russen im Winter vorbei. Sie lächelt: Sie sehen aus wie Russen im Winter – sehr witzig, ich bin in Moskau. Was macht sie eigentlich hier? Das fragt sie sich seit zwei stunden. Seit dem ist ihr Adrenalinpegel beständig am Sinken. Wärme und Rat suchend umklammert sie die frische Tasse Kaffee – ihre dritte seit dem sie sich gesetzt hatte. Die Morgendämmerung wird noch lange auf sich warten lassen, es wird nicht die letzte Tasse sein, an die sie sich klammert. Vor knapp drei Stunden hatte sie jemanden umgebracht. Jemand der sie umbringen wollte, weil er sie für jemanden anderen hielt. Er konnte nicht wissen, dass sie nur eine Engländerin war deren Freund sie unwissentlich in dieses Spiel gezogen hatte, dessen Regeln sie nicht kannte, aber entschieden hatte den restlichen Spielern die Tour zu vermasseln. Dummes Kind! Schellt sie sich und muss daran denken wie alles angefangen hatte.


Es war einer der Tage im Jahr, den sie am meisten hasste. Es war ein Tag voller Schnee, aufgesetzter Fröhlichkeit, warmen Wohnzimmern und einem lächerlichen Tannenbaum um Haus unter dem sentimental eingepackte Geschenken lagen als wohnten hier noch Kinder. Sie hasste diese Tage, weil sie sich so verloren vor kam in diesem Haus, in das sie nur zurückkehrte um ihren unerklärlichen Masochismus zu befriedigen. Jedes Jahr wollte sie nie wieder zurück kommen und jedes Jahr tat sie es dennoch. Irgendeine Geisteskrankheit musste sie dazu zwingen. Es konnte nicht mit rechten Dingen zugehen, dachte sie immer, wenn sie im Wohnzimmer vor dem Kamin saß, ein Glas Sherry in der Hand und versuchte zu begreifen, dass sie gleich die schlimmsten Stunden im Jahr durchhalten musste und sie immer wieder so dumm war daran freiwillig teilzunehmen. Sie roch ihre Mutter noch bevor sie neben ihr auftauchte um sie mit verkniffenem Mund anzustarren. Das tat sie immer. Sie glaubte, Aya würde sich dann schuldbewusst an sie wenden und fragen was los sei. Aber das tat sie nie, ihre Mutter sollte es langsam gelernt haben. Nach einigen Minuten, in denen Aya gelassen weiter an ihrem Glas nippte und sich weiter mit ihrem Buch beschäftigte, schnaubt sie wie ein fettes Pferd, obwohl sie selbst so dürr war wie ein Reisigzweig. Langsam zählt Aya bis zehn, dann: „Willst du so den Gästen gegenübertreten?“ schrillte die Stimme ihrer Mutter durch den Raum. Aya sah nicht auf: „Es sind jedes Jahr die gleichen, warum sich die Mühen machen?“
Ihre Mutter Agnes entsetzt: „Warum tust du das jedes Jahr? Musst du uns so blamieren?“ Aya: „Es kommen wie jedes Jahr die gleichen Gäste, noch mehr blamieren als in den letzten Jahren kann ich wohl kaum oder hast du eine Idee?“ Agnes: „Sieh mich gefälligst an, wenn du mit mir redest! Hast du noch immer keinen Anstand?“ Aya: „Ich weiß wie du aussiehst, so genau muss ich dich nicht mehr ansehen. Warum willst du dieses Spiel jedes Jahr neu spielen. Lass mich doch einfach!“ Agnes: „Du bist unausstehlich!“ Aya: „Danke, ich gebe das Kompliment zurück!“ Ein Klingeln an der Tür erlöst sie von ihrer Mutter. Die Tür öffnet standesgemäß das Mädchen, Aya fand diese Art der Koketterie ihrer Mutter schon immer verabscheuungswürdig. Ganz die gute Gastgeberin steht sie einige Schritte hinter dem Eingang zum Wohnzimmer, das sie standesgemäß `Salon´ nennt. Sie wird die Gäste wie jedes Jahr auf die gleiche Weise begrüßen – eine Kontinuität auf die sich alle verlassen konnten, denn einfallsreich war Agnes Bond nie.
Der schale Geschmack eines weiteren alles beherrschenden Geruchs ließ Aya wissen, wer da gekommen ist. Aber spätestens das als erstes zu erwartende Klagen über das schreckliche Wetter hätte jeden Zweifel verscheucht. Leidlich hört sie dem Gespräch am anderen Ende des Raumes zu: „Was für ein schreckliches Wetter. Ach, das geht einem gleich in die Knochen. Ah Agnes, Liebling, du hast dich wieder einmal selbstübertroffen! Du siehst blendend aus! Und das Haus so schön wie immer! Und dein Baum! Und-“ jetzt war es soweit. Sie hatte Aya gesehen, von weitem konnte sie den naserümpfenden Blick ihrer Großmutter spüren: „Immer noch ohne Begleitung?“ Aya reagierte nie darauf. Es hatte keinen nennenswerten Sinn darauf zu reagieren. Ihre Mutter übernimmt das fürsorglich für sie: „Einen derartig armseligen Gesellen finden wir nicht in ganz England!“ Großmutter meinte jedoch, dass man sie nur gehörig hätte trimmen müssen: „Solche Mädchen sind wie störrische Stuten. Man muss sie nur richtig rannehmen und ihnen kräftig auf die Nüstern schlagen, dann spuren sie und lassen sich problemlos decken.“ Aya: „Du musst es ja wissen, das erbärmliche Ergebnis dieser Methode steht neben dir!“ Agnes wurde blass vor Zorn, ihre Großmutter streifte sich ihre Handschuhe ab und ging auf Aya zu: „Sie hätten dich in dieses Internat stecken sollen, dann wärst du ein artiges und wohlerzogenes junges Fräulein geworden und nicht so ein undankbares Gör.“ Aya: „Ja, ich wäre verblödet, stumpfsinnig und bereits mehrmalige nuttenbetrogene Ehefrau eines Säufers! Dann hätten wir eine Selbsthilfegruppe gründen können Großmutter.“ Offen sah sie die alte Frau an, die sich von einer Ehe in die nächste rettete und die die Männer nur wegen dem lächerlichen Titel ehelichten. Doch da holte sie bereits aus, als eine weiteres Klingeln an der Tür und das von einem Knicks des Mädchen begleitete: „Mister Bond, bitte treten sie ein.“ Sie davon abhielt.
Um sich keine Blöße zu geben wendet sich ihre Großmutter verächtlich von ihr ab, um den anderen Gast zu begrüßen, wie man es von einer Lady of Humphert erwartet.

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Kommentare

Joul-Now schrieb am 2007-05-12 10:25:41:

fängt sehr gut an, (kleine Fehler sind okay), aber was mich interessiert, wäre ob du die Spannung aufrecht erhalten kannst. Gib's bald mehr?
Lunatic schrieb am 2007-04-24 10:45:59:
toll geschrieben Kompliment, habe auch keinen Rechtschreibfehler gefunden ! Aber irgendwie is mir das Ende zu offen es fehlt etwas wenigstens etwas was Grund zur Spekulation lässt aber hier ist nix was den Übergang vom Kaffee zur Party beschreibt oder zusammenhält. Ich hoffe es kommt eine Fortsetzung ...

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