Balance - Im Zeichen der Waage (Allmachts-Zyklus 1
von
Leinad Linguisti
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sich im Schneidersitz hin, faltete die Hände vor der Brust und schloss die Augen.
Dolnar wieherte vor Lachen.
„Willst du eine Seance abhalten? Die Geister deiner Ahnen rufen?“
II.
Roland machte keine Anstalten sich zu regen. Er saß einfach nur da. Entspannt und frei jeder Regung. Dolnar ging auf ihn zu und wich einen Schritt zurück, als er auf eine unsichtbare Barriere stieß.
„Die Magie des Nichts wird dich nicht retten. Sie verlangt dir sehr viel ab.“
„Ich vertraue meinem Gefühl. Meiner eigenen Kraft.“
„Du wirst nur gelenkt. Du bist nur eine Marionette.“
III.
„Deine Worte prallen an mir ab, Dolnar. Ich werde nicht länger von meinen Gefühlen übermannt. Ich lebe.“
Roland riss die Augen auf und umklammerte Dolnars Handgelenk. Der Krieger schrie auf, als sein Handgelenk brach. Schlaff hing seine Hand an ihm herunter, als Roland ihn endlich losgelassen hatte.
„Gib auf, Dolnar. Gegen mich wirst du versagen.“
„Du weißt nicht auf welche Macht du dich eingelassen hast. Sie wird dich fallen lassen. Niemand hält es lange in ihrer Nähe aus. Komm mit mir und ich erzähle dir, wo deine Tochter ist. Sie sehnt sich so nach dir.“
Roland blieb ruhig. Der Boden vibrierte. Anzeichen für seinen angestauten Zorn. Doch er ermahnte sich ruhig zu bleiben.
IV.
„Wo ist sie?“
„Dort wo die Ewigkeit sterblich ist. Im Reich der Allmächte selbst. Das du erscheinen wirst, war von langer Hand vorhergesehen. Nichts entgeht den gewaltigen Mächten des Immerdar. Sie werden dich leiden lassen. Sie werden SIE leiden lassen. Du wirst bald zu ihren Füßen kriechen und deine neue Existenz verfluchen. Doch nun gibt es kein Zurück mehr.“
Dolnar löste sich in einem Fetzen von Finsternis auf. Roland blieb im Schneidesitz. Verharrte so.
Ende des ersten Teils
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