Beautiful Place
von
Leila
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Doch er wusste, dass Alison nun das wichtigste war. Wo könnte sie nur sein?
Da fiel ihm ein Nachmittag vor ungefähr einen Monat ein: „Wo wäre der schönste Ort für dich? Wo wärst du am liebsten?“, hatte er sie gefragt. „Außer hier und jetzt bei dir meinst du?“, hatte sie geantwortet. Lächelnd gab er zurück: „Ja ganz genau.“ Und ohne zu fragen warum er dieses wissen wollte, hatte sie ihm eine Antwort gegeben, die er nie vergessen würde: „Am liebsten wäre ich dort, wo ich in Ruhe nachdenken kann, aber noch mitten in Philadelphia, der Stadt meiner Träume bin. Wo ich allein bin und doch alle Menschen um mich habe. Wo ich die Stadt sehen kann, jedoch weit genug weg bin um dem Lärm und der Hektik zu entgehen. Dort kann ich die Lichter Philadelphias sehen, aber gleichzeitig auch die hell leuchtenden Sterne in der Nacht. Wo ich in einer anderen Welt sein kann, jedoch den Überblick über meine Realität nicht verliere. Genau dort müsstest du mit mir sein, dann wäre es der schönste Ort der Welt.“
„Ich weiß wo sie ist.“, sagte Chris mit einem Lächeln an Julian gewandt. Er wollte schon aufbrechen, als er Julian dort allein, voller Reue und mit einem blauen Auge sitzen sah. „Ich also...“ setzte Chris an. „Ich komm schon zurecht. Ich werde jetzt abreisen. Nun muss zwischen euch beiden erst einmal wieder alles ins Reine kommen.“ Sagte Julian mit einem gequältem Lächeln auf den Lippen. „Ich danke dir.“, sagte Chris, fügte jedoch mit einem ernsten Blick noch hinzu: „Das heißt jetzt aber nicht , dass das alles schon vergessen und verziehen ist.“ „Sicher, das weiß ich.“, sagte Julian und mit einem dieses Mal erst gemeintem Lächeln sagt er noch: „Nun geh schon. Hol sie dir endlich zurück.“
Sofort machte sich Chris auf den Weg. Auf den Weg zum schönsten Ort der Welt.
Ein wirres Durcheinander herrschte in seinem Kopf. Pausenlos dachte er an den eine Abend, den einen Kuss, an seinen Reue zeigenden Freund und an... Alison. Wieso wurde ihre Liebe auf so eine harte Probe gestellt? Hatten sie es denn nicht verdient glücklich zu sein? Und da waren sie schon wieder. Die Fragen, die ihm niemand beantworten konnte.
Chris lief immer schneller. Immer mehr drängte es ihn sie zu finden, zu sehen, mit ihr zu reden. Wieso hatte er nicht schon früher daran gedacht, dass sie genau dort, genau dort an diesem Platz sein kann, sein muss? Sie hatte ihm doch den Ort ihrer Träume gesagt und er hatte ihn doch für sie gefunden.
Endlich war er angekommen. Niemand war zu sehen. Nur eine einzige Person saß allein auf einer Bank. Sie muss es einfach sein, bitte, dachte Chris. Er ging leise und langsam auf sie zu. Ein Zweig knackte unter seinen Füßen. Die Person drehte sich um. Und tatsächlich sie war es. Doch ihr einst immer fröhliches Gesicht war nun ein Schleier aus Tränen der Trauer. Aschfahl und zitternd am ganzem Leib saß sie da. „Chris...aber... was... du...“ Sie konnte keinen klaren Gedanken fassen. „ Bitte lass mich alles erklären. Ich..“ Doch er unterbrach sie. „Nein bitte lass mich zuerst.“ Er versuchte all seine Gedanken und Gefühle zu ordnen. „Für mich ist eine Welt zusammen gebrochen als ich euch sah. Ich konnte einfach nicht mehr. Hab mich hintergangen und verraten gefühlt, Ich musste da raus.
Julian war vorhin bei und hat mir alles erklärt. Ich weiß nun, dass dich keine Schuld trifft. Ich habe dir unrecht getan. Ich hätte dir zuhören und vor alle dem hätte ich dir vertrauen müssen.“ Einen Augenblick herrschte Stille doch er sagte noch: „Vergib mir. Aber gerade weil ich dich so sehr liebe, hat es mir so wehgetan. Ich..“ Aber nun sagte Alison: „Du musst dich für nichts entschuldigen. Du bist derjenige, der nichts falsch gemacht hat. Ich hätte sicherlich genauso reagiert, Es tut mir so Leid.“ Tränen stiegen ihr in die Augen. „Ich dachte ich hätte dich für immer verloren. Aber ich wusste noch einen Ort, wo ich dir nah sein konnte.“ Sie versuchte zu lächeln. Der Augenblick war gekommen. Er ging zu ihr und schloss sie endlich wieder in seine Arme. Die Wärme, die er so brauchte, kehrte endlich wieder zurück. Nie wieder würde er sie loslassen. „Ich weiß nicht warum es uns so schwer gemacht wird.“ Sagte er, „Aber ich weiß, dass unsere Liebe mit allem fertig werden kann.“ Mit diesen Worten zog er sie zu sich und besiegelte ihre Liebe mit all seinen Gefühlen, seiner Leidenschaft und Sehnsucht durch einem Kuss.
Die Sonne über Philadelphia ging auf. Endlich konnte man alles erkennen. Hier auf einem abgelegenem Berg sah man genau über der Stadt, wo man noch vor wenigen Stunden die Sterne gesehen hatte, die ersten Sonnenstrahlen. Von dort oben konnte man alles überblicken: die Hochhäuser, die Menschen, das Durcheinander. Jedoch herrschte hier vollkommende Ruhe. Eine andere Welt in der Nähe der Realität.
Genau hier blicken Alison und Chris zusammen auf einer Bank in einen neuen Tag. „Gut, dass du mich gefunden hast.“ Sagte Alison zu ihm. „Lange hätte ich es ohne dich nicht mehr ausgehalten.“ Lächelnd antwortete Chris: „Ich wusste nicht wo du sein könntest außer an unserem Platz, am schönsten Ort der Welt.
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Kommentare
SiPe schrieb am 2007-04-29 12:56:16:
Hey du!
Es ist eine sehr schöne Geschichte. Aber irgendwie leider immer das selbe. Eifersucht, Wut, Reue, Happy End. Aber mir gefällt sie trotzdem sehr gut! Mach weiter so!
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