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Kategorien > Romantik > Romanze

Bergidyll

von BlackRaven

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“Ist das nicht schön hier?” Luca breitete die Arme aus und sog die reine Bergluft ein. Es war Mitte Dezember und überall lag eine dicke Schicht Schnee, an manchen Stellen war auch Eis zu finden. Alina konnte nur nicken. Wie konnte sie ahnen, dass ihr Freund das verschneite Unkraut hier oben interessanter finden würde als sie? Eigentlich war sie mit ihm hier in die Berge gefahren, um mal wieder mit ihm allein sein zu können. Sie hatte gemerkt, dass in letzter Zeit ein wenig die Spannung aus ihrer Beziehung raus war und hatte im deshalb den Vorschlag gemacht, nur zu zweit zu verreisen. Und was war dabei herausgekommen? Luca verliebte sie alles fünf Sekunden in eine andere Blume oder einen Busch und Alina fühlte sich komplett überflüssig. Sie waren erst seit einem Tag hier und hatten noch inklusive des heutigen Tages noch drei vor sich, doch Alina bereute bereits jetzt, hierher gekommen zu sein.
Sie und Luca gingen gerade spazieren und folgten den schmalen, verschlungenen Pfaden, als Luca eine Felswand entdeckte, die geradezu danach schreite, erklommen zu werden. Luca war ein Profi, wenn es darum ging, Felswände sämtlicher Art zu bezwingen.
“Da muss ich unbedingt rauf”, meinte Luca mehr zu sich selbst als zu Alina. “Kommst du mit rauf?” Er sah sie fragend an und Alina fragte sich, ob er diese Frage ernst meinte. Sie sah ihn einen Moment lang forschend an und erwiderte schließlich, sie wolle lieber noch die Gegend weiter erkunden und sie würden sich dann später in der Hütte treffen. Luca hatte ihr nur noch mal zugelächelt und sie dann sich selbst überlassen, damit er sich seiner Felswand widmen konnte. Alina stapfte wütend davon. Erst als sie eine Zeit lang dem Weg gefolgt war, hielt sie an und wischte sich die Tränen aus den Augen. Wie konnte er sie nur fragen, ob sie mit ihm klettern wollte? Wo er doch genau wusste, dass sie unter Höhenangst litt! Sie atmete ein paar mal tief durch und nahm sich vor, jetzt an etwas anderes zu denken, doch leider schweiften ihre Gedanken immer wieder ab. Sie achtete nicht auf den Weg und da geschah es: Sie rutschte auf eine verschneiten Eisplatte aus und stürzte einen Abhang hinunter.

“Wow, Alina, du glaubst ja gar nicht, was das für eine Erfahrung ist, eine verschneite Felswand ohne jegliche Sicherung zu erklimmen!” Luca stieß die Tür zur Hütte auf und legte seine Jacke ab. Sein Gesicht war von der kalten Luft und der Anstrengung gerötet.
“Alina? Wo bist du denn?” Niemand antwortete ihm. Luca zuckte teilnahmslos mit den Schultern und dachte sich, dass sie wahrscheinlich noch unterwegs war und jeden Moment kommen würde. Also beschloss er, einfach auf sie zu warten. Da es eh bald dunkel werden würde, müsste sie ja bald wieder da sein.
Als Alina jedoch auch nach drei Stunden langen Wartens nicht da war, fing Luca an, sich Sorgen zu machen. War sie etwa gegangen und hatte ihn hier allein gelassen? Doch das ging nicht, ihr Rucksack lag bei der Gardarobe, der kleine Anhänger in Form eines Globus hing am Reisverschluss. Wie vom Blitz getroffen schlug sich Luca mit der flachen Hand an die Stirn. Der Globus! Er hatte ihn Alina damals geschenkt als Zeichen, dass sie die gemeinsam die ganze Welt erkunden würden, ohne dass sie in ein Flugzeug steigen würden. Denn Alina hatte Höhenangst. Und er hatte sie gefragt, ob sie mit ihm eine steile Felswand erklimmen wollte. Wie konnte er nur so blöd gewesen sein? Wie konnte er das nur vergessen?
Für ihn stand fest, dass Alina nicht ohne ihn nach Hause gehen wollte, doch wo konnte sie sein? War ihr am Ende noch etwas zugestoßen? Er musste sie suchen gehen! Wenn sie jetzt noch da draußen war, bei dieser Temperatur, dann musste er sie finden. Er nahm sich seinen Rucksack, steckte eine Decke, einen Erste-Hilfe-Kasten und eine Taschenlampe hinein und verließ die Hütte. Doch wo sollte er mit dem Suchen anfangen? Er entschied sich, zuerst den Weg von der Berghütte zur Felswand abzusuchen, dort hatte er sie immerhin das letzt mal gesehen. Und von dort aus konnte er dann auch die anderen Wege absuchen.

Als Alina aufwachte, wusste sie erst nicht, wo sie war oder was geschehen war. Bis sie plötzlich einen stechenden Schmerz im Knöchel spürte. Sie tastete nach ihrem Fuß und bemerkte die langen blutigen Kratzer, die sich von ihren Händen bis zu ihren Oberarmen zogen. Außerdem waren überall in ihrer Kleidung Löcher und Risse. Als sie sich an den Hinterkopf fasste, spürte sie eine schmerzhafte Beule, als ihr einfiel, was geschehen war.
Nachdem sie Luca mit seiner Felswand allein gelassen hatte, wollte sie eigentlich sofort zur Hütte zurück. Doch dann entschied sie sich, einen kleinen Umweg zu machen, schließlich war sie nur wegen Luca hier, und da der gerade beschäftigt war, sprach nichts dagegen, sich die Umgebung etwas genauer anzusehen.
Obwohl sie den Winter eigentlich mochte, verwünschte sie ihn nun. Er kam ihr hier in den Bergen viel kälter als in der Stadt vor und sie fror am ganzen Körper. Trotzdem wollte sie nicht zurück zur Hütte. Und da war es dann wohl passiert. Sie konnte sich nur noch daran erinnern, auf einer Eisplatte ausgerutscht und einen Hang hinabgestürzt zu sein. Unten war sie dann mit dem Kopf auf einem Felsen aufgeschlagen. Ab da hatte sie dann einen Filmriss. Sie vermutete. ohnmächtig geworden zu sein. Erst jetzt bemerkte sie, dass ihre Kleidung von oben bis unten durchweicht war. Auf ihrer Haut breitete sich eine Gänsehaut aus, die sich einfach nicht vertreiben ließ. Wenn sie noch länger in dieser Eiseskälte bleiben würde, wäre das sicher nicht gut für ihre Gesundheit. Sie versuchte aufzustehen, doch ihr schmerzender Knöchel machte ihr einen Strich durch die Rechnung. Sie ließ sich wieder auf den Boden sinken und lehnte sich an eine Baumstamm. Was sollte sie jetzt tun? Ihr Handy hatte sie nicht dabei, und selbst wenn, hätte sie hier wahrscheinlich nicht mal Empfang. Vielleicht sollte sie schreien. Doch wer sollte sie hier hören? Sie war hier im absoluten Niemandsland, nicht umsonst hatte sie eine einsame Hütte gewählt, um mit Luca allein sein zu können. Luca! Würde er nach ihr suchen? Aber wie sollte er sie finden? Sie versuchte, nicht mehr an das zu denken, was passieren könnte und was nicht, sondern wünschte sich nur noch, das alles vorbei wäre. Alina wagte einen flüchtigen Blick auf ihre Uhr, doch sie konnte nichts erkennen, es war zu dunkel. Wie spät mochte es sein? Um sie herum war bereits alles in tiefe Dunkelheit gehüllt.
Mit der Zeit wurde Alina immer schläfriger und es bereitete ihr Mühe, die Augen offen zu halten. Doch sie sagte sich immer wieder, dass sie nicht einschlafen dürfe. Und auch die quälende Frage, was mit ihr geschehen würde, hielt sie lange wach, nach einiger Zeit jedoch fielen ihr vor Erschöpfung die Augen zu und sie schlief in der kalten sternklaren Nacht ein.

“Alina!” Luca schrie so laut er konnte, doch er bekam keine Antwort. Er suchte nun schon seit mehreren Stunden, es war bereist Mitternacht und noch immer hatte er sie nicht gefunden. So sehr er

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Kommentare

svenlorenz0309@web.de schrieb am 2010-09-29 11:40:05:
Irgendwie kommen mir da enorme Gleichheiten zu meinem Winterurlaub.
Ich glaube die Schreiberin hat eigene Vorkommnisse auf eine Geschichte des verlaufens umgeschrieben.
Trotz der vielen Rechtschreibefehler hat die Geschichte Erkennungswert.

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