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Kategorien > Jugendstory > Freundschaft

Berlin-Gegensätze ziehen sich an

von Lesemaus

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1.Kapitel
Ich komme mir komisch vor. Ich bin Dalena Jakovska 14 Jahre alt und wohne seit 3 Tagen in Berlin. Meine Familie zog wegen des neuen Jobs meines Vaters von Wemding einer Kleinstadt nach Berlin. Eine halbe Weltreise für mich immerhin ist Berlin am anderen Ende Deutschlands. Ich vermisse meine Freunde sehr und diese Klasse in der ich jetzt bin macht es auch gerade nicht besser. Diese neue Klasse ist genau das Gegenteil zu meiner alten. Früher in meiner alten Schule wurden die neuen herzlich aufgenommen. Sicher man schaute sie erst mal genau an wie sie so drauf sind aber man war echt freundlich zu ihnen und half wo es nur ging.
Als ich das Klassenzimmer betrat hatte ich das verlockende Gefühl zu sagen “Oops falsches Klassenzimmer“ und hätte mich aus dem Staub gemacht doch leider ging das nicht denn Frau Köbler so hieß meine neue Klassenlehrerin rief lautstark als sie mich sah: „Ach da bist du ja mein liebes Kind wir haben schon auf dich gewartet!“ Mit einem künstlichen Lächeln stellte sie mich vor die Klasse und sagte meinen Mitschülern: „Das ist Dalena Jakovska sie wird euch jetzt ein bisschen was über sich erzählen. Seit nett zu ihr, denn in eine neue Schule zu kommen ist nicht sehr leicht für einen Neuen!“ Als das mir das nicht schon peinlich genug wäre rief jemand aus der hinteren Ecke: „ Ey die kleine hat ja nen süßen Oberkörper“ Alle lachten sich schlapp den ich war für mein Alter noch nicht sehr weit in meiner Entwicklung was meine Brust betraf.
Stotternd und mit hochrotem Kopf begann ich zu erzählen: „Hallo, ich heiße Dalena Jakovska und komme von einer Kleinstadt nahe München.“ Mir fiel echt nichts weiter ein und das Tuscheln und Grinsen über mich wurde immer lauter so das Frau Köbler mich neben ein vollkommen schwarz geschminktes und angezogenes Mädchen saß die mich eine Sekunde lang ansah und sich dann wieder ihrem Armreif zuwand. „Kinder ich muss jetzt schnell ins sekreteriat um ein paar Formalitäten über Dalena auszufühlen, Sven übernehme du hier derweil die Aufsicht!“ Dieser Sven antwortete mit einem dreckigem Grinsen: „Aber gerne Frau Köbler“ Als Frau Köbler draußen war, grölte ein Junge vor mir laut: „ Hey die passen ja echt zusammen Schon von ihrer echt außergewöhnlichen Optik!“ Wieder lachte die ganze Klasse lautstark über mich außer einem Jungen der zwei Bänke neben mir saß. Boxer, so nannten sie Sven sagte zu ihm: „Hey Jonas was lachsten nicht mit? Sag bloß dir gefällt diese Jakovska?!“ Eine die weiter weg von mir saß meinte: „Jonas lass ja die Finger von der hast heut was auf den Augen, oder seit wann stehst du auf so` n Flachland?“ Jonas antwortete gleichgültig: „ Erstens entscheide ich wann ich lache und zweitens lasse ich mir von euch nix sagen.“ Alle kuckten ziemlich verblüfft drein, sodass ich leise lachen musste doch dieser Sven sah es und blickte mich scharf an und sagte „Das findest du wohl besonders witzig was? Aber eins kann ich dir sagen du wirst hier bei uns nicht viel zu lachen haben!“

2.Kapitel
Nach diesem grauenhaften Schultag wollte ich Berlin besichtigen. Allerdings war ich mir nicht sicher, ob ich wieder nach Hause finden würde deshalb nahm ich mir zur Sicherheit einen Lageplan von Berlin mit, den mein Vater für jeden von uns gekauft hat, um sichergehen dass wir wieder heimfinden würden. Bevor ich losdüste um Berlin zu besichtigen, zeichnete ich mir den genauen Heimweg mit den Straßen ein. Da wir immerhin in der Innenstadt in Berlin wohnten, wollte ich außerdem ausgiebig shoppen, um meinen Kleiderschrank aufzupeppen. Meine Augen weiteten sich immer mehr als ich diese ganzen Schuhgeschäfte und Modehäuser sah! Von meiner Mutter und meinem Vater bekamen ich und meine kleine Schwester Selina 100 Euro, weil sie immer noch ein schlechtes Gewissen wegen dem Umzug hatten. Ich hatte also insgesamt mit meinen eigenen Ersparnissen 250 Euro die ich ausgeben konnte. Nach einer Viertelstunde herumlaufen blieb ich ruckartig an einem Schaufenster stehen, denn ich sah Halbschuhe, die so hammergeil waren, dass ich magisch in diesen Laden gezogen wurde. Sofort kam eine Verkäuferin auf mich zu, die mich zuckersüß fragte: „Kann ich ihnen helfen? Wir haben gestern eine neue Lieferung bekommen ich bin sicher es ist etwas für sie dabei!“ Ich war ganz perplex, denn diese Aufdringlichkeit war ich von den Geschäften in meiner alten Stadt nicht gewohnt. „Ja ich würde gerne diese blauen Schuhe im Schaufenster anprobieren“ „Oh ja, diese Schuhe sind zurzeit der totale Renner unter Teenagern, warten sie hier, ich hole sie!“
Ich sah mich im Schuhgeschäft um. Es waren außer mir noch circa 5 weitere Kunden hier die alle sehr hektisch dreinschauten und nicht gerade freundliche Blicke hatten. „Na toll hier sind ja alle wirklich sehr freundlich“ nuschelte ich in mich hinein, da sah ich auch schon wieder die Verkäuferin mit den Halbschuhen unter dem Arm. „Hier probieren sie doch einmal, sie müssten wenn ich nicht irre passen“ Die Schuhe passten wirklich und waren echt super bequem, deshalb überlegte ich nicht lange und kaufte sie. „ So schnell sind 40 Euro weg“ murmelte ich als ich das Geschäft verließ. Gleich drei Geschäfte weiter fand ich ein kleines Modegeschäft, das ich sofort betrat. „Wow also eines muss man dieser Stadt lassen, die Outfits sind echt mega! Ich fand zwei T-Shirts, eine Hose, einen Minirock und eine Weste die ich sofort in Besitz nahm. Nach dieser Investition hatte ich noch 107 Euro übrig und da gleich daneben eine Imbissbude war beschloss ich meinem Magen etwas Gutes zu tun. Ich setzte mich an einen freien Tisch und bestellte mir eine große Cola und ein Sandwich. Ich war gerade dabei mein übergroßes Sandwich zu verputzen, da kam dieser Jonas von meiner neuen Klasse mit einer ziemlich hübschen Blondine herein. Als er mich entdeckte lief er geradewegs zu mir und fragte: „Hey Dalena so heißt du doch oder? Macht’s dir was aus wenn wir uns zu dir setzen?“ Ohne eine Antwort abzuwarten pflanzten er und seine Begleitung sich neben mich. Ich schaute ihn mit einem hochroten Kopf an und sah wahrscheinlich schrecklich aus, und mein fettes Salatblatt das ich vergebens herauszupullen versuchte, machte es sicherlich auch nicht besser. „Hey Denyo lass mal zwei Colas rüberwachsen!“ Anscheinend kannte er den Typen an der Imbisstheke gut, denn der rief rüber: „Jo Mann wird gemacht“ Jonas erklärte: „Is mein Cousin meinem Onkel gehört dieser Schuppen!“ Na wie ist Berlin hast anscheinend schon kräftig unsere Läden durchstöbert“ Mit einem Grinsen im Gesicht deutete er auf meine Einkaufstüten. „Das hier ist übrigens Karo eine Freundin von mir“ Karo lächelte mich freundlich an und sagte: „Hi, willkommen in Berlin! Bist neu hier was? Aber wir zeigen dir wies hier so abgeht und vor allem wo! Kannst dich ja mal mit uns treffen, morgen um 14 Uhr? Dann können wir dir die Orte zeigen die Berlin erst so richtig geil machen!“ Bis jetzt kam ich noch nicht einmal dazu die beiden überhaupt zu Begrüßen, deshalb meinte ich: „Ja das wäre echt nett

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Kommentare

Jojo schrieb am 2006-04-15 19:34:49:
Die Geschichte ist echt gut, mach weiter so.
Bis dann schnecki!
HDGDL
JUJU schrieb am 2006-04-12 17:44:19:
hi Süße!! Schreibst scho an deiner dritten geschichte?? ich find deine geschichten echt cool, weil die net alle gleich sinn sondern total verschiedene iInhalte haben!! die geschichte ist total gut!! ach übrigens danke für deinen kommentar bei meiner geschichte!! ich freu mich scho auf den zweiten teil der geschichte!! HDSMGDL MfG JUJU
Lesemaus schrieb am 2006-04-12 11:00:04:
Hi Leanyka! Nein bin kein Berliner hab das auch nicht erlebt oder so! Stell mir Berlin einfach so vor!
(Dachte nicht das dass wirklich alles so ist!) Bei der Sprache versuchte ich auf ein bisschen Härte in die ganze Sache reinzubringen.
mfg Lesemaus
Nachtstern schrieb am 2006-04-08 14:09:12:
Die Geschichte ist sehr gut und kommt sehr vielen Jugendlichen bestimmt auch bekannt vor!
Mach weiter so!
Leanyka schrieb am 2006-04-08 10:12:51:
Hey,
hast du das wirklich erlebt oder dir einfach nur ausgedacht? Die Geschichte ist jedenfalls recht gut erzählt, wobei mir
bei der wörtlichen Rede aufgefallen ist, dass du versucht hast die Berliner Sprechweise darzustellen. (Oder
kommt mir das nur so vor?) Jedenfalls hast du mit deiner groben Beschreibung von Berlin ganz recht:
Ausgefallene Klamotten, roher Schulalltag, hektische Menschen, aufdringliche und nicht selten unfreundliche
Angestellte. Bin schließlich Berliner, da fällt mir soetwas laufend auf.;-)
Bye Leanyka

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