Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Horror > Makaber

Black Soul ( Teil 2)

von Lillium

1 2

2

Rose Baker seufzte schwer. Sie sah sich die Akte nochmals durch: „ Catherine Jones, 18 Jahre, brünett, grüne Augen, 1,67 Meter, verschwunden am 29. Mai…..“
Das restliche waren Telefonnummern von den Eltern und Verwandten. Rose überlegte. „ Eine Woche her!“ Rose kratzte sich am Kopf. „ Rose, gehen Sie endlich nach Hause, jetzt werden Sie auch nichts finden!“ Rose sah auf. Mr. Jills stand vor ihr. Ein fülliger Mann, zugegeben, er aß auch sehr gern, ihr Chef. „ Ich suche nur nach einem Anhaltspunkt! Irgendetwas muss doch auf den Ort hinweisen, wo sie sich zuletzt aufgehalten hat!“ Zitternd langte sie nach der Kaffeetasse. „ Diesen Anhaltspunkt suchen Sie morgen, Rose! Um Gottes Willen… es ist doch schon fünf Uhr morgens! Gehen Sie nach Hause!“ „ Was trieb Sie eigentlich zu dieser Zeit noch ins Büro, Chef?“ Mr. Jills lächelte: „ Ich habe meine Lesebrille vergessen!“ „ Die hätten Sie doch heute Früh holen können!“ „ Oh nein! Ich bin sowieso schon viel zu spät! Die Kirche hat schon angefangen! Ich brauche die Brille um mitsingen zu können… wissen Sie, der Jüngste bin ich nicht mehr!“ Rose lächelte müde. „ Gehen Sie nach Hause und schlafen Sie sich aus Rose! Und wehe Sie kommen pünktlich… wenn ich Sie dann nur einmal gähnen sehe, dann…!“ „ Schon gut!“, Rose stand auf und streckte sich. Seit neun Uhr in der Früh war sie auf dem Revier, durchstöberte Akten und wurde nicht schlau, wo sich Catherine Jones aufhalten könnte. „ Vielleicht ist sie bei ihrem Freund!“, sagte ihr Kollege Jeff Clapton immer. „ Ausgeschlossen! Sie wollte zu ihren Verwandten nach Joycity reisen, um ihr Pferd zu besuchen!“ – Und dort ist sie nie angekommen- dachte Rose. „ Schlafen Sie gut!“ „ Danke! Viel Spaß in der Kirche!“ Mr. Jills nickte lächelnd und verließ das Revier. Rose suchte unter den vielen Akten ihre Wagenschlüssel. Ihr Blick fiel auf die Buslinien. „ Moment“, murmelte sie. Sie suchte nach Joycity. „ Wäre sie mit dem Bus gefahren, hätte sie bei Chalingham aussteigen müssen und am nächsten Tag erst hätte sie weiterfahren können!“ Rose ließ ihren Schlüssel fallen und kramte in einem Schrank neben ihrem Schreibtisch nach.
- Chalingham höchste Verbrechensrate; Mordrate: 78%%; Einbrecherrate: 98,5%%; Entführungen des letzten Jahres….“ Rose stockte: „ 567!!!“ Plötzlich klingelte ihr Telefon. „ Wer ruft denn jetzt an!“, fragte sich Rose genervt. „ Rose?“ „ Ja!“ „ Wir haben einen Anhaltspunkt zum Fall Jones!“ „ Wirklich?“ „ Miss Jones hatte den Zug verpasst! Sie fuhr mit dem Bus!“ Roses Finger zuckten vor Aufregung. „ Rose? Hallo? Bist du noch dran?“ „ Ähm…Ja! ich glaube ich weiß wo sie sich aufhalten könnte! Sicher ist es natürlich nicht, aber…!“ „ Rose, dein Instinkt ist meistens der Richtige, also?“ „ Chalingham… wenn sie nach Joycity mit dem Bus gefahren ist, hätte sie in Chalingham umsteigen müssen! Einen ganzen Tag hätte sie warten müssen…“ „ Einen ganzen Tag in Chalingham… verdammt!“ „ Kann man wohl sagen! Jeff, schick mehrere Streifenwagen nach Chalingham… wenn Catherine noch lebt dann müssen wir sie finden!“ „ Du meinst doch nicht, dass sie schon…“ „ Wir können uns nicht sicher sein, Jeff, auch wenn sie tot ist, ihre Eltern wollen sicher nicht, dass ihre Leiche irgendwo in Chalingham verwest!“ Rose war schon immer sehr direkt gewesen. Ihr Kollege war eher zurückhaltend, was die Wörter anbelangte, die mit dem Tod zu tun hatten. „ Okay Rose! Ich werde sehn was ich tun kann, bis dann!“ „ Bye Jeff!“ Rose atmete auf. Wenigstens etwas. Sie stand auf, hob die Schlüssel vom Boden auf und verließ das Revier. Sie stieg in ihren silbernen Alpha. Sie würde jedoch nicht nach Hause fahren, sondern war auf dem Weg nach Chalingham, zwölf Stunden von Nelville entfernt.

Drei Stunden waren vergangen. Rose hatte nach einem Hotel Ausschau gehalten. Sie fand eines. „ Guten Morgen!“, begrüßte sie der Mann an der Rezeption freundlich. „ Morgen!“, stöhnte Rose. Sie konnte sich kaum noch auf den Beinen halten. „ Ein Zimmer für eine Person!“ „ Wollen Sie ein Zimmer mit Aussicht auf den Wald oder auf den Fluss?“ „ Egal!“ „ Wir hätten ein neues Angebot! Wasserbetten, was halten Sie davon! Unterschreiben Sie hier!“ „ Mir egal!“ „ Oh und was noch neu ist….“ „ Hören Sie! Ich will ein Zimmer für eine Person, Lage egal und ohne Wasserbett! Ich will nur Schlafen, VERSTANDEN?!“ „ Ihre Schlüssel!“ „ Danke!“, fauchte Rose und ging die Treppe hoch. „ Oh Gott… ein Bett!“
Voll bekleidet schlief Rose ein und für diese Zeit hatte sie Catherine Jones vollkommen vergessen.
*
Nach ein paar Stunden machte Rose Halt bei einer alten Tankstelle. Der Tankwart wirkte genervt, als sich Rose erkundigte, wie sie am schnellsten nach Chalingham kam. „ Sie müssen bei der zweiten Ausfahrt von links einbiegen und nicht bei der ersten, das ist ne Umfahrung, da brauchen sie eine Stunde länger!“ „ Vielen Dank!“ „ Soll ich Ihnen ein Geheimnis verraten, Lady?“ Rose nickte und der Tankwart winkte sie näher heran. „ Kommen Sie… noch näher!“ Als Rose schon ziemlich nahe an seinem Gesicht war, drückte er ihr einen Kuss auf die Wange. Angewidert wich Rose zurück. Der Tankwart grinste und winkte ihr nach, als sie wegfuhr. – So ein Schwein- dachte Rose, aber seine Anweisung hatte gestimmt. Sie sah das Ortsschild. Aber Chalingham war ganz anders, als Rose es sich vorgestellt hatte. Auf den Straßen gingen alte Damen, die von Kindern über den Zebrastreifen geführt wurden. Zufrieden lachend spielten einige Mädchen Turmspringen. Chalingham wirkte wie eine ganz normale Gemeinde. In den Cafes wurde Eis gegessen, Pärchen spazierten am Gehsteig Händchen haltend. Rose hielt an. Geschickt parkte sie sich zwischen zwei andere Autos ein. Sie starrte auf die Straße und ihr Blick folgte einem Jungen der schleunigst um eine Ecke bog. Plötzlich klopfte es an ihre Scheibe. Sie kurbelte herunter. „ Sieht alles ruhig aus hier, was?“ Jeff Clapton trug ein Hawaihemd und eine Sonnenbrille mit violetten Gläsern. „ Ja vielleicht etwas zu ruhig!“, meinte Rose. Jeff strich sich über die Stirn. „ Puh! Es ist entschieden zu heiß für diese Jahreszeit!“ Das stimmte. Es war erst Ende März und es hatte schon zweiundzwanzig Grad. „ Halt die Augen offen, Jeff!“ „ Geht klar!“ „ Ich horche mich einmal um, vielleicht kennt hier jemand Catherine Jones oder weiß wo sie sich aufhalten könnte!“
Rose stieg aus dem Auto und ging die Straße hinunter. Sie schirmte die Hand gegen die Sonne ab. „ Zu heiß, auf jeden Fall!“, murmelte sie. Sie erspähte ein Cafe. Es befanden sich ausschließlich Jugendliche darin. Ein kühler Wind kam ihr entgegen, wie gerufen. „ Guten Tag!“, sagte sie freundlich und setzte sich an einen Tisch, ganz hinten im Cafe. „ Was darf ich Ihnen bringen!“, fragte die Kellnerin mürrisch und blies ihr Zigarettenrauch ins Gesicht. „ Einen Eistee, bitte!“ „ Sonst noch was, Prinzesschen?“ „ Wie bitte?“ Die Kellnerin lachte:
„ Wir haben keinen Eistee! Orangensaft, Cola und Bier, mehr

1 2

Kommentare

Gruselbarbie schrieb am 2011-05-18 13:05:20:
Total geil. Aber wann geht's weiter?

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.