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Kategorien > HORROR > Makaber

Black Soul ( Teil5)

von Lillium

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Mit einem Schädelbrummen wachte George auf. Langsam öffnete er die Augen. Als er sah, wo er sich befand, musste er plötzlich schneller atmen. Seine Augen rasten durch den kleinen Raum, der mit zahlreichen Blutflecken besprenkelt war. Er saß am Boden und war an ein Waschbecken gefesselt. Mit einem Tuch war er geknebelt. Hysterisch versuchte er das Seil zu lockern. Plötzlich ging die Tür auf. Die Frau, nein das Mädchen, wurde brutal hinein gestoßen, sodass sie stürzte und sich die Lippe
aufschlug. Schließlich kam Arim zum Vorschein. „ Ah!“, sagte er erfreut. „ Du bist wach! Sehr schön!“ Er kam auf George zu, der sich ängstlich an das Waschbecken drückte. „ Keine Angst George! Dir werde ich nichts tun!“ Er entfernte George den Knebel und fügte charmant lächelnd hinzu: „ Noch nicht!“ George brachte kein Wort heraus, mit weit aufgerissenen Augen beobachtete er Arim, der etwas im Waschbecken abwusch. George überlegte, warum das Mädchen nichts tat. Sie könnte Arim von hinten attackieren, oder flüchten, die Türe war ja geöffnet, aber sie kauerte nur in der Ecke und starrte abwesend auf die kalten Fliesen. Sie zitterte und ab und zu rann ihr eine Träne über die Nasenspitze hinweg und landete lautlos auf dem Boden. „ Entschuldige, dass ich dich gefesselt habe!“, sagte Arim schließlich. George sah zu ihm hoch. Arim wirkte noch gefährlicher, als er sowieso schon war. „ Aber ich war mir nicht sicher, ob du abhauen würdest oder nicht, also fand ich die Idee nicht so schlecht“ Arim blickte in die Ecke zu dem Mädchen, es war für ihn offensichtlich eine Genugtuung zu sehen, wie sie noch mehr zu zittern begann. „ Du bist mir doch nicht böse?“, fragte er mit einem unschuldigen Ausdruck auf seinem Gesicht. George schüttelte nur den Kopf. Es wäre sicher unklug gewesen, Arim jetzt zu verärgern. “ Gut! Dann wirst du jetzt auch nicht böse sein, wenn ich jetzt verschwinde! Ich habe noch Wichtiges zu erledigen!“ Arim machte Anstalten zu gehen. „ Ach, Kleine!“ Das Mädchen sah ängstlich auf. Arim grinste: „ Komm ja nicht auf die Idee ihn los zu machen , verstanden?“ Sie nickte hektisch. Arim gluckste:
„ Gut!!!“ Er verließ den Raum. George starrte das Mädchen an. Sie hatte sich nicht von der Stelle gerührt. Als George die Haustür zufallen hörte, schöpfte er Mut und sagte zu dem Mädchen: „ Warum hörst du auf ihn! Mach mich los, verdammt!“ Sie schüttelte nur den Kopf. „ Komm schon! Dann haben wir vielleicht eine Chance“ Wieder nur ein Kopfschütteln. „ Jetzt reiß dich mal am Riemen! Ich will hier nicht sterben, klar?!“ Das Mädchen begann zu weinen und sie machte keine Anstalten damit aufzuhören, als George sich für sein Verhalten entschuldigte. „ Hör mal! Ich habe einfach nur Angst! Was will er?“ Sie sah auf, ihre grünen Augen waren völlig verweint, dann zuckte sie die Schultern. „ Glaubst du er lässt uns laufen?“ Ihr rannen wieder Tränen über die Wangen und sie schüttelte den Kopf. George hatte Mitleid mit ihr. Sie trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „ KnOW wHAt YOU WanT“ und ihr Oberarm war voller blauer Flecken. Der andere Arm, der Rechte sah noch schlimmer aus. Er war angeschwollen und George konnte eine tiefe Schnittwunde erkennen. „ Tut das weh?“ Er nickte mit dem Kopf in Richtung Wunde. Schließlich sagte sie, ganz leise und mit einer wimmernden Stimme: „ Es geht, das da tut aber viel mehr weh!“ Sie krempelte vorsichtig ihr Hosenbein hoch. Ihr Knie war vollkommen abgeschürft und es blutete noch ein wenig. Gleich daneben war eine weitere Schnittwunde, vom Knie bis zum Knöchel. Sie trug keine Schuhe und ihre Jean war schon an mehreren Stellen zerrissen, aber nicht aus modischen Gründen.
„ Ich kann damit nicht gut laufen, aber er wird immer furchtbar böse, wenn ich nicht schnell laufe!“ Sie vergrub ihr Gesicht in ihren Händen: „ Und dann tut er mir wieder weh!!!“ George wäre jetzt gerne zu ihr hingegangen und hätte sie getröstet. „ Wo warst du jetzt? Ich meine... wo hat er dich hingebracht!“ Das Mädchen blickte hoch, langsam stand sie auf und hinkte zu George hin. Sie kam mit ihren Lippen ganz dicht an sein Ohr und hauchte: „ In seinem Zimmer!“ Unheimlich schnell saß sie wieder in der Ecke und wippte verstört hin und her. George überdachte die ganze Situation und fragte Schließlich: „ Wie heißt du?“ Sie starrte ihn an, einen so traurigen Blick hatte George noch nie gesehen. Schnell fügte er hinzu: „ Mein Name ist George Dales!“ „ Jones! Catherine Jones!“

*
Mit sich vollkommen zufrieden stieg Arim die Treppe hinab. Er machte sich gerade Gedanken darüber, was er alles mit George anstellen könnte, drückte ihm jemand einen Stock auf die Brust und hinderte ihn am Weitergehen. „ Hör mal zu Jungchen!“ Sagte ein alter Mann mit dicken Brillengläsern. Arim hob ein wenig sein Haupt und sah überheblich auf den Mann herab, der seinen Arm in die Hüfte gestützt hatte. Sein spärlich angesetztes Haar stand ihm sprichwörtlich zu Berge und seine kleinen Augen, die durch die Brillengläser gigantisch wirkten, verengten sich. „ Ich weiß, was du gestern da oben gemacht hast!“ Er nickte zur Treppe hinüber. Arim lächelte finster und erwiderte: „ Ach wirklich?“ „ Ja! Wenn du das nächste Mal einen Filmabend machst, dreh den Fernseher gefälligst leiser! Da kann ja kein Mensch schlafen!“ Der Alte humpelte zurück in seine Wohnung und begrüßte seinen häßlichen Dackel, der ebenso wenige Haare zu haben wie er selbst. „ Trottel!“, murmelte Arim und öffnete einem kleinen Mädchen die Tür, die ihm einen dankbaren Blick zuwarf, weil ihre Hände mit Einkaufstüten beladen waren. – Niedlich- dachte Arim und grinste böse. – Für die würde mir auch was Nettes einfallen- Er blickte noch einmal zurück und befeuchtete seine Lippen, bevor er das Haus verließ. Ein Tag war vergangen. – Ein gelungener Tag- Für Arim gab es nichts Schöneres, als andere leiden zu sehen. Er genoss es, wenn sie ihn anflehten endlich damit aufzuhören, oder sie sich vor Schmerz windeten, wie Würmer, was sie seiner Meinung auch waren. „ Alles Schwächlinge! Euch gibt es nur auf der Welt, damit ich euch abschlachten kann, wie Vieh! Zu meinem Vergnügen!“, hatte er einmal zu einem seiner Opfer gesagt. Wie hieß sie noch gleich. Caroline Summers. Sie war hübsch gewesen, aber nachdem er mit ihr fertig war, hätten sie alle anderen nur mit Ekel angestarrt und so hatte er, barmherzig wie er war, ihr kleines unbedeutendes Licht ausgelöscht. – Sie war ja nur ein Waisenkind gewesen- dachte er. – Aus ihr wäre zu guter Letzt doch nur eine Straßenhure geworden, die besser verdient hätte, als die anderen- Arim verspürte immer ein Glücksgefühl, wenn er nach Hause kam. Ein Mädchen zitterte in dem kleinen Abstellraum und hatte fürchterliche Angst. Sie wollte doch nur zu ihren Verwandten. „ Traurig!“, murmelte Arim und schüttelte bedauernd den Kopf. Gleich wie George hatte er sie aus dem Bus aussteigen sehen. Auf Anhieb hatte er Gefallen an ihr gefunden. Sie tat so selbstbewusst.

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