Geschichte einsenden Links & Rings AGBs Impressum
Kategorieauswahl
Wir freuen uns über jeden Autor, der hier auf Storyparadies.de seine Geschichten veröffentlichen möchte.Da jeder Autor Feedback braucht, sind Kommentare, solange es sich um konstruktive Kritik handelt, möglich und auch ausdrücklich erwünscht. Bitte verwenden Sie zur Einsendung der Geschichten und Kommentare unser Formular und beachten Sie dabei unsere Regeln.
Suche


Kategorien > Horror > Außergewöhnliches

Blauer Rauch -Teil1-7

von Peter Hoeffer

1 2 3

1


Niemand sah gern irgendwelche Kerle in seinen Vorgarten pinkeln, aber der Druck in seiner Blase ließ es nicht zu länger zu warten. Ach scheiß drauf, dann gieße ich halt ihre Begonien. Er musste unfreiwillig über eine Phrase nachdenken die er erst vor einigen Tagen in „Der Dunkle Turm“ gelesen hatte. „Es wird Wasser geben, so Gott es will.“ Also auch Wasser für des Hausbesitzers schöne Begonien. Er musste lachen.

Sein Weg führte eine lange mit Birken bepflanzte Allee entlang und überall um ihn herum rieselt es unglaubliche Mengen ihrer Samen, welche er sich während des gesamten Weges aus den Haaren wischen musste. Rechts und links von ihm waren in etwa alle 20 Meter Einfahrten im schwachen Licht der Straßenbeleuchtung zu erkennen. Der Himmel war klar und der Vollmond stand deutlich zu erkennen fast senkrecht über ihm. Der kleine Kiosk befand sich am Ende einer dieser Einfahrten. Obwohl es eher ein blauer Container war, in den man Zwei Löcher geschnitten und einige Möbel hineingestellt hat. Er ging in die Einfahrt und klopfte zweimal an das dreckige Fenster was sich kurz darauf auch öffnete.

>>Nabend Dan, das übliche?<<

Ja, der Herr im Kiosk kannte sein Übliches, es wäre auch ein wenig verwunderlich gewesen wenn nicht, er brach schließlich jeden Abend zu dem Kiosk auf.

>>Klar-<<

Der Kioskbesitzer schob eine Schachtel Lucky Strike und 3 Bier über die schmutzige Fensterkante, Daniel Glick legte ihm 6 Euro hin, bekam sein Wechselgeld und trat den Rückweg an.


2


In Gordon Peters Gartenlaube lagerte allerhand unnützer Krempel. Hier warf er einfach alles hinein was er nicht unbedingt benötigte. Das ganze Zeug war bis fast an die Decke gestapelt. Es waren einige Kisten voll Werkzeugen, die sich im Laufe seines langen Lebens angesammelt hatten und er eigentlich nie wirklich benutzt hat, einige Kabel, Insektenschutzmittel in allen möglichen Ausführungen (Wer will schon einen von Blattläusen zerfressenen Garten?) und in der hintersten Ecke eine alte Vespa. Sie war von einer dicken makellosen Staubschicht umhüllt, sodass ihre eigentliche Farbe nicht einmal mehr zu erahnen war.

Gordon stolperte mehr durch den Garten als er ging, diesen Gang, der fast mit dem von einem dieser Zombies aus den neuartigen Horrorfilmen zu vergleichen war, schrieb er seiner „schlimmen Hüfte“ zu, die ihn seit grob geschätzten drei Jahren plagt. Er hatte schon geschlafen, doch irgendetwas in seinem Inneren hatte ihm befohlen, noch einmal aufzustehen und die alte Vespa aus seiner Gartenlaube zu kramen.

Seine langen schneeweißen Haare wehten in der leichten Brise der Nacht. Den Rasen hatte er erst heute Mittag gemäht, seit seiner Pensionierung vor 7 Jahren hatte er dazu auch genug Zeit. Er kümmerte sich gut und gern um seinen Garten. Es war sein Hobby. Der Schuppen war von einem Ring aus Buchsbäumen umgeben, der an vier Stellen unterbrochen war. Es war ein alter Schuppen, der an einigen Stellen Moos angesetzt hatte. Eines der Fenster war eingeschlagen. Vor einigen Tagen wollte er mal wieder das Dach des Schuppens säubern und hatte eine Leiter an den Zaun angelegt. Als er sie danach wieder im Schuppen verstauen wollte, ist sie ihm aus der Hand gerutscht und hatte das Fenster zerschlagen. Der übrige Teil des Gartens war ebenfalls Mühevoll gestaltet. Er hatte viele Blumenbeete in geometrischen Formen angeordnet. Was dem Garten eine außergewöhnliche Aura verlieh. Eine Aura der Ordnung.

Knarrend öffnete sich die Tür des Schuppens während er an der Klinke zog. So ging er hinein und kämpfte sich durch den angehäuften Schrott, wobei ihm der Gedanke kam hier vielleicht doch noch einmal aufzuräumen. Diesen verwarf er jedoch sehr schnell wieder. Wieso sollte er diesen elenden alten Schuppen auch in Ordnung halten? Die letzten Jahre seines Lebens wird er auch mit Müll im Schuppen überleben. Um ihn herum fielen alle paar Sekunden einige Gegenstände aus den Schränken. Er ließ sie liegen und stand jetzt vor seiner alten Vespa, als ihm einer der hinter ihm gestapelten Werkzeugkartons auf den Hinterkopf fiel. Ein starker dumpfer Schmerz breitete sich in seinem Schädel aus und er fiel nach mit dem Gesicht nach vorn auf einen der Griffe am Lenker der Vespa. Er stieß einen kurzen lauten Schrei aus Der Karton landete auf seinem Rücken, er wurde weiter nach unten gedrückt und schlug noch einmal mit seinem Gesicht auf den dreckigen staubigen Boden des Schuppens. Seine Nase brach und er wurde bewusstlos. Nun begannen die übrigen Kisten auf ihn Hinabzustürzen, bis er fast vollständig unter ihnen Begraben war.



3


Daniel war schon fast zu Hause, er musste nur noch einen Block weit gehen, dann würde er sich wie jeden Abend vor seinen Schreibtisch setzten und arbeiten, als er plötzlich einen lauten Schrei aus einem der an die Bongardstraße, auf der er unterwegs war, angrenzenden Gärten hörte. Er musste aus dem Garten mit dem beleuchteten Schuppen gekommen sein. Auf den Schrei folgte lautes Gepolter. Vielleicht sollte er hingehen und nachsehen. Also stellte er die Tüte mit Bier ab und machte sich auf den Weg in den Garten. Im schwachen Licht der Straßenlaternen läuft er auf den Garten zu in dem er das Geschrei vermutete, stieg über ein kleines eisernes Gartentor mit wunderschönen Verzierungen. welches zu seinem Glück keine spitzen Zacken besaß und lief auf den Schuppen zu, der relativ in der Mitte des Gartens platziert ist. Der Garten wurde nur vom Mondlicht erleuchtet, da das Licht der Straßenlaternen komplett von den hohen Brombeerbüschen am Zaun abgefangen wurde. Es war ein hölzerner Schuppen, der von außen stark auf gequollen war, und wahrscheinlich nicht mehr allzu lange bestehen würde, und doch passte er perfekt zum Rest des Gartens.

Die Tür stand weit offen und als er in den Schuppen hineinsah musste er an den Keller seiner Eltern denken. Er hatte eine unfassbare Ähnlichkeit, aber er stellte sich vor, dass wahrscheinlich jedes, mindestens jedoch jedes zweite Haus eine solche Abstellkammer besaß. Auf dem Boden konnte er unter einer Menge Gerümpel und Kisten ein Paar Beine hervorragen sehen. Daniel begann damit, dass auf dem Mann liegende Zeug von ihm herunter zu nehmen, währenddessen forderte er mit seinem Handy einen Krankenwagen an.

In diesem Schuppen ließ sich fast überhaupt nicht Atmen, es war so als würde sich der ganze Staub in der Lunge ablagern und so die Aufnahme von Sauerstoff in den Blutkreislauf verhindern. Den Mann hatte er nun endlich freigeräumt. Er drehte ihm um, uns sah seine Nase stark bluten. Der Mund war offen und er konnte den schwachen Atem des Mannes in seinem Gesicht spüren. Ein atmender Mann ist noch nicht tot. Gut. Er zog den Mann vorsichtig ins Freie, da es sich hier eindeutig viel besser Atmen ließ als in dieser Staubigen alten Todesfalle. Er setzte sich neben ihn und wartete darauf die Sirene des Krankenwagens zu hören, da er der Frau am Notfalltelefon keine genaue Angabe zu ihrem Aufenthaltsort hatte machen können, wird er aus dem Garten

1 2 3

Kommentare

Yannick Emminghaus (wanze@hotmail.com) schrieb am 2009-09-15 17:52:49:
Danke :)
Ja, die "Dark Tower" Reihe von Stephen King hat mich im Grunde auch dazu inspiriert mit dem schreiben anzufangen. Ich hüte sie wie meinen Augapfel :D
Kruemel_x3_@hotmail.de schrieb am 2009-09-14 01:10:27:
also erstmal ist die Geschichte sehr gut geschrieben und wie ich gelesen habe, liest du Stephen King?
Wenn ich mich nicht irre denke ich jedenfalls xD
Nun das gibt nen klaren Zusatzpunkt ;)
nein aber wirklich sehr gute Story :)

Kommentar hinzufügen



Aufgrund des extremen Mißbrauchs der Kommentarfunktion sind wir leider gezwungen, die Kommentare ab sofort redaktionell zu überprüfen. Wir bitten um Ihr Verständnis.