Bloody Creatures
von
Luna ...?
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Fred mir von Anfang an zugeworfen hatte. Von Anfang an hatte er mich komisch angesehen. Endlich verstand ich den Sinn daran.
Ohne zu antworten oder mich zu verabschieden, lief ich davon. Ich drehte mich nochmals um, bevor ich ein Gang zu legte und erblickte dabei Toms irritierten Gesichtsausdruck und Freds abartigen Blick.
Bäh…Wie konnte ein solch reifer Mann an solche Dinge denken. Widerwärtig! Meine Körper begann vor Ekel zu zittern an.
Ich rannte und rannte so schnell wie ich konnte in irgendeiner Richtung, bis ich in einen Park (oder man konnte auch schon Wald dazu sagen) ankam. Doch die ekeligen Gedanken wollten mich nicht gehen lassen. Dieser widerliche Mann namens Fred…Ich hoffte, ich wurde ihn niemals wieder begegnen. Er jagte mir nun Angst ein, mit seinem durchdringlichen Blick. Es war hier ja noch schlimmer, als irgendwo anders, wo ich bereits war.
Ich, als Amerikanerin fühlte mich in diesen Augenblick in mein Heimatland gar nicht wohl. Ich wollte einfach weg von hier…weg von allem.
Ich lief so schnell in ein Wald hin, dass ich aus der Puste war und mich zusammen krümmte und so schnell, dass ich gegen jeden rempelte, der mir in den Weg kam und dabei oft hinfiel, da ich mich immer wieder an den Wurzeln der Bäume verfing. Ich lief so schnell, dass Tom keine Gelegenheit hatte um zu fragen, was plötzlich in mich gefahren war.
Ich atmete tief ein und tief aus, doch ich fühlte mich immer noch nicht wohler. Mir wurde es schon schwindlig von der Hitze und mir wurde es schwarz vor den Augen. Ich lehnte mich an einem Baum. Ich rieb an meinen Schläfen, half jedoch gar nichts.
>>Ich will DICH…!<< Wie aus dem Nichts hörte ich eine gruselige, tiefe Stimme. Aber wie es aussah, konnte wohl nur ich diese Stimme hören. Denn die Leute, die im Wald spazierten oder mit ihren Hunden Gassi gingen, machten keine verdächtigen Hinweise.
>>Deine Gedanken…Ich habe sie zum fressen gern! Ich will sie!<< Ich hielt meine Ohren zu und wurde langsam aber stetig hysterisch. Ich sah mich überall um, aber ich erblickte niemanden. Warum hörte ich bloß diese Stimme? Ich spürte meinen Rücken kaum mehr, weil ich mich so fest an dem Baum anlehnte, da die Stimme immer näher kam.
>>W…Wer bist du?<<, rief ich laut. Ich sah mich währenddessen um und erblickte nichts, außer die verwirrten Blicke der Leute, die an mir vorbei gingen. Sie hielten mich mit höchster Wahrscheinlichkeit für verrückt. Aber ich hörte die Stimme. Ich bildete es mir nicht an. Ich war mir sicher und nicht verrückt.
>>Komm zu mir, hübsches Kind. Komm, schenk mir deine negativen Gedanken, damit ich wachse und stärker werde!<< Die Stimme hallte in meinen Ohren immer wider und wider. Wie ein Echo in einer Höhle. Die Stimme kam immer näher und näher, ich spürte es. Sie war gefährlich nahe. Ich hatte Angst. Schreckliche Angst! Warum half mir niemand? Alle gingen an mir vorbei. Nur keine Hilfe anbieten. Hilft mir doch!, hätte ich gerne aus vollem Halse geschrien. Ich schrie innerlich so laut, wie ich konnte. Aber ich merkte schnell: Ich war allein und auf mich gestellt. Niemand würde kommen um mir Hilfe zu geben. Ich war dazu bestimmt unglücklich zu werden. Das war mein Schicksal.
Ein Schauder lief mir wieder über den Rücken. Ich hatte nämlich große Angst.
>>So ist es gut. Denk weiterhin negativ. Das gefällt mir sehr!<< Meine Hände zitterten. Ich spürte, wie drohend nahe die Stimme war, dass mein Herz auf der heftigste Weise hämmerte. Verdammt, ich wollte weg von hier. Mom, Dad, hilft ihr mir doch wenigstens, schrie ich in Gedanken nach ihnen. Nein! Es war zwecklos. Sie würden genauso wenig kommen. Ich konnte mich nur auf mich selbst verlassen. Niemand war da, der mir helfen konnte. Niemand war da…Ich musste mir alleine helfen.
Nur keine Angst haben!, sprach ich mir zu. Um mich zu beruhigen, beugte ich mich zusammen, wie ein Embryo im Mutterleib und summte mir ein Leidchen vor. Bloß keine Angst, ich habe wenigstens mich! Ich…
Plötzlich rann was über mein Gesicht und ich spürte etwas Warmes. Danach wurde es auf einmal eiskalt. Erst als ich mein Gesicht anfasste, spürte ich danach etwas Feuchtes und begriff, dass ich weinte. Ich weinte und alle gingen trotzdem an mir vorbei, anstatt mich zu trösten. Keiner wagte eine Sekunde zu mir zu kommen. Keiner! Sie blieben zwar kurz stehen und sahen mich von oben herab an, aber dann gingen sie wieder ihre Wege.
Was war dies für ein schlechtes Leben? Von wegen Freunde oder Familie. So was gab es doch nicht auf dieser Welt. Nicht einmal annährend. Jeder war für sich da und für sie galten nur ihre Interessen. Jeder Mensch war egoistisch, manche waren zu viel, dennoch gab es auch manche, die eine Balance dazwischen hatten. Trotzdem war sie meistens schlecht. Aber vielleicht dachte ich falsch von den Menschen, weil ich bis jetzt falsche Menschen getroffen hatte. Vielleicht gab es irgendwo da draußen welche, die mehr so waren, wie ich es in meiner Fantasie hatte: hilfsbreit, freundlich und verständnisvoll.
Doch es könnte auch sein, dass ich mir dies nur einredete, damit es mir besser ginge. Es war nun mal so. Ich war dafür bestimmt, um bis zu meinem Tode alleine zu sein. Ich hatte zwar Menschen um mich herum, dennoch hatte ich das Gefühl, als hätten sie keinerlei Interesse an mich.
>>Hehehe…Es gefällt mir, wie du denkst, Kleine!<<, hallte die raue, männliche Stimme in meinen Kopf wider. Ich summte mir wieder ein Liedchen vor, um die Stimme zu übertönen. Trotz der Lautstärke meines Liedchens hörte ich noch die Stimme.
Zunächst spürte ich es nicht, aber dann fühlte ich mich plötzlich so leicht und als saugte mich etwas vom Boden zu sich.
Ich ließ meinen Blick unter mich schweifen und erblickte ein tiefes, schwarzes Loch. Ein Loch, das mich zu sich saugte. Hysterisch krabbelte ich schleunigst zur Seite, um nicht vom Loch gesaugt zu werden. Doch als wäre die Stimme und das Loch nicht schlimm genug, tauchte urplötzlich eine Hand mit scharfen, langen Krallen vom Nichts auf und wollte mich packen. Ich wich der Hand geschickt – oder ungeschickt, je nachdem wie man es dachte – aus.
Bettelend und flehend sah ich den Menschen zu, die mich verwirrt ansahen und an mir vorbei gingen. Manche von ihnen zeigten mir ein Vogel. Hab ich’s doch gewusst!, ertappte ich die Leute. Sie dachten tatsächlich, ich wäre verrückt oder krank.
Kurz passte ich nicht auf und ich spürte den Griff an meinem Fußgelenk – die Hand hatte mich gefasst.
>>Aaah…Hilft mir! Die böse Hand, die böse Hand…!<<, kreischte ich hysterisch. Niemand kam.
>>Spinnt sie? Dort ist doch nichts…<<
>>Armes Mädchen. Wahrscheinlich ist sie krank…<<
>>Ruft einen Arzt…Sie dreht langsam durch. Sie kann gefährlich für uns und für sich selbst werden…<<
Alle hielten mich für bescheuert. Aber ich war beim klaren Verstand. Ich war mir bewusst, was ich sah. Ich hatte zwar bis jetzt noch nie so was gesehen, aber ich hatte schon
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Kommentare
malin schrieb am 2011-09-12 16:48:19:
gibt es davon eine fortsetzung??
fanpire 1612 schrieb am 2010-03-13 22:19:52:
hey! das hört sich echt cool an. besonders cole gefällt miir :P obwohl er doch einwenig aufdringlich ist >.< würd mich freuen wenn mehr kommen würde. schliesslich bin ich genauso gebannt auf geheimnisse und abendteuer wie ashley ^^
lg
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