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Kategorien > Genmanipulation > Blumen

Blumenmutter

von Fynn

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Blumenmutter

Der Dreck klebte an ihren Händen als sie aufstand und die Hände in den schmerzenden Rücken stützte. Auch ihre Knie taten weh, schon den ganzen Morgen war sie darauf herumgerobbt auf der Suche nach der perfekten Blume. Als sie sich aufrichtete und in die Sonne blickte wurde ihr warm ums Herz. Sie schloss die Augen, um sie kaum einen Augenblick später wieder zu öffnen. Ihr Blick viel auf die Weite des Gartens, der vor dem riesigen Anwesen lag. Eigentlich war es schon fast ein Park. Ihre langen rot, gelockten Haare hatte sie mit einem Bastband am Hinterkopf zusammengenommen. Doch viele der widerspenstigen Locken fielen ihr immer wieder ins Gesicht. Gerade machte sie wieder eine los nur um gleich von ihr genervt aus dem Gesicht gestrichen zu werden. Sie fand ihre Haare schrecklich, am liebsten wären sie ihre gewesen, wenn sie ganz kurz wären. Man müsste sie nicht kämmen, man müsste sie nicht ständig zusammenbinden und sie wären nicht im Weg. Sie wischte sich ihre Hände an ihren kurzen Hosen ab. Die ganzen Beine waren verschmiert mit Erde und auch die Kleidung und das dünne Top das sie trug. Ihr Gesicht war zart und schön. Sommersprossen hatten es sich darin gemütlich gemacht. Die viele Sonne hatte sie gelockt. Ihre ständige Arbeit in der Sonne, aber sie liebte sie und wollten sie keinen Tag vermissen. Über ihren feinen Gesichtszügen lag Freude. Die Freude daran genau damit Geld zu verdiene was ihr Hobby war. Sie sah sich um. Der Garten war ein einziges Blumenmeer. Die roten Rosen gemischt mit den Gelben Dahlien. Umringt von ein wenig Immergrün, das sie erst letzten Herbst gepflanzt hatte. Ihr Rücken schmerzte immer noch. Sie reckte sich, hob die Arme und zog die Schultern nach hinten.
„Fleur“
„Jaaa? Ich bin im Garten“
„Wo auch sonst“
Ja wo auch sonst. Sie liebte die Blumen. Und sie war gerne mit ihnen zusammen, verbrachten den halben Tag bei ihnen draußen, in der Natur und an der frischen Luft. Die Hausherrin hatte nach ihr gerufen, warum auch immer. Sie wollte gerade die Treppen zum Balkon hinaufsteigen, als ihr jemand hinterher schrie.
„Hey! Hallo! Du? Heeeeee warum schneidest du die Rosen nicht?”
Sie drehte sich herum und blickte sich verwundert im Garten um. Sie stand still und konzentrierte ihre Augen, sie versuchte irgendwo jemanden zu erkennen.
„Sag mal wie bescheuert kann man eigentlich sein? Bist du so blöd oder tust du nur so?“
Noch immer konnte sie niemanden erkennen.. Sie sah zu den Rosen hinüber.
„Man du Trampel. Hier unten. Hallo ich muss geschnitten werden“
Sie sah nach unten. Sie stand direkt neben den Rosen und erschrak fürchterlich als die Rose sie aus kleinen Knopfaugen anblickte und mit ihren Blätter wild herumfuchtelte.
„Na also geht doch. Hätte nicht gedacht das du es überhaupt checkst. Naja... na also was ist nun mit meinem Friseurtermin?“
Sie schrie auf als die Rose sie vorwurfsvoll anblickte und sprang einige Schritte zurück.
„Ach ja un Mozart ist schrecklich, das wollte ich dir nur mal sagen. Wie wärs stattdessen mal Heavy Metall?“
Immer noch konnte sie es nicht glauben.
„Hey. Er hat seinen Schnitt wirklich verdient. Du hast dich den ganzen Tag nur um uns gekümmert. Aber ich brauche noch Wasser. Und ich hätte morgen gerne Hip-Hop. Wenn’s irgend möglich ist“
Nun kommunizierte auch die Dahlie mit ihr. Es war erschreckend. Aber länger konnte sie nicht einfach alles nur ignoriere. Warum sollte es im Zeitalter von Genmanipulation nicht auch Mutierte Pflanzen geben. Immerhin wart das wohl nicht ganz abwegig. Genau im neuen Dünger war Atommüll gewesen und die Pflanzen waren daraufhin mutiert. Das war die Lösung. Oder noch besser. Der Dünger stammte direkt aus der Area 51 und es war irgendein Alien Schrott drinnen, den sie entsorgen mussten. Oder aber der Erfinder hatte einfach zu viel mit seinem Chemiebaukasten gespielt. Naja nun hatte sie sich also mit einem etwas seltsamen Heavy Metall Fan zu tun und einem nicht minder anstrengenden wie nervigen Hip-Hop Fan. Noch dazu hasste sie beides. Man sagte ja immer Rosen seien eingebildet, aber nun konnte sie es nachvollziehen.
„Also gut. Ich kann mich euch nicht widersetzten. Dann hole ich wohl mal die Gieskanne“
„Stop, stop, stop. Ich war zuerst dran. Meine Frisur muss dringend gerichtet werden“
„Das ist nicht war, wenn ich kein Wasser bekomme muss ich verdursten“
„Das ist mir scheiß egal. Mein Aussehen ist wichtiger. Und du hältst jetzt besser die Klappe sonst kratze ich dir die Augen aus“
„Dann ziehe ich dich an den Blütenblättern“
„Dann bist du aber nicht mehr meine Freundin“
Die Rose streckte ihre Dornen nach der Dahlie aus und beugte sich zu ihr rüber.
„Hey, hey, hey Jung’s“
Jetzt wandten sie sich beide energisch zu ihr und ließen von ihrer Streiterei ab.
„Damen bitte“
„Ja wir sind Damen“
„Dann bitte meine Damen“
Kaum hatten sie zwei Minuten zusammengearbeitet und gegen einen gemeinsamen Feind gekämpft stritten sie jetzt schon wieder. Die Dahlie war gerade dabei der Rose ein Blütenblatt auszureißen. Vielleicht kam der Dünger doch eher aus Amerika?
„Meine Damen keiner wird seinen Wunsch erfüllt bekommen, wenn ihr euch nicht beherrscht“
Sofort ließen sie einander los aber wenn Blicke töten könnten wären sicher beide gleich verdorrt. Sie ging zum Haus und holte eine Gieskanne und eine Schere. Dann goss sie die Dahlie.
„Stooop, das ist zu viel Wasser“
„Halt den Mund. Du wolltest doch unbedingt zu erst“
Sie hatte sich Kinder schwierig vorgestellt, aber Pflanzen waren eindeutig schlimmer. Vor allem, weil man sie nicht einfach vor die Tür stellen konnte wenn sie einen nervten, oder im Zimmer einschließen. Nun machte sie sich daran die Rose zu schneiden.
„Auaaaaaaa. Das war zu viel“
„Das war genau richtig. Man muss vor den Knospen abschneiden“
„Autsch... spinnst du?“
„Haha das ist die Rache dafür dass du mich einfach hast ersaufen lassen“
Sie verdrehte genervt die Augen, sie waren schrecklich wie im Kindergarten.
„Hey Finger weg von meinen Blüten“
Die Rose grub ihre Dornen in ihre Hand. Sie zog sie schnell weg und schleckte das Blut ab. Sie schüttelte den Kopf, konnte sich ein Lachen dennoch nicht verkneifen.
„Fleur. Kommst du? Es reicht für heute mit der Gartenarbeit“
Sie stand dankbar auf. Als sie sich später in ihr Bett fallen ließ war die Geschichte mit den Blumen schon fast vergessen. Die gesamten nächsten Wochen hatte sie Ruhe. Alles war sicher nur ein schlechter Traum gewesen.
Sie ging die Treppe hinunter mit dem tragbaren Rekorder. Es lief Mozart. Sie wiegte sich mit der Musik. Sie stellte sie neben das Blumenbeet und kniete sich hin.
„Hey du Trampel. Ich wollte Heavy Metall. Man bist du

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Kommentare

Faraday schrieb am 2009-06-12 15:48:49:
ja schöne geschichte find ich auch... vorallem weil sie von mir ist....

raus damit aber schnell...
Mary schrieb am 2008-07-23 21:08:26:
Das ist ja cool. Könntest du nicht ne Fortsetzung schreiben? Bitte?

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