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Kategorien > Drama > tod

Blutende Tränen

von sina franke

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Seine Lippen berühren die meinen und ich weiß, es ist zu spät. Zu spät für ihn und zu spät für uns.
Ich versuche die Tränen zu unterdrücken, will ihm keine Angst machen. Denn obwohl er versucht zu lachen, sehe ich den Kummer und den Schmerz in seinen Augen. Es schmerz ihn sich von mir zu trenne. Es schmerzt ihn sich von seinem Leben zu trennen.
Ich halte seine Hand und mein Kopf sinkt auf seine Brust. Seine Brust, die ich sooft berührte, die ich sooft streichelte und küsste. Die so weich war, dass ich ihn darum bat sein Shirt auszuziehen. Doch nun?
Seine Augen sehen mich verzweifelt an und bitten mich stumm um Hilfe. Ich würde ihm so gerne sagen, dass ich für ihn sterben will. Das ich sterbe und er weiterleben kann. Ich würde für ihn sterben! Doch was würden diese Worte nützen? Nichts! Sie würden nur Tränen und noch mehr Verzweiflung bringen. Blutende Tränen laufen meine Wangen entlang und ich kann sie nicht stillen. Nicht ich und auch nicht er. Niemand wird sie stillen können.
Wortlos nimmt er meinen Kopf in seine Hände und küsst mich. Ein Abschiedskuss? Ein Abschied, der sich hinauszögert und dann leise und wortlos alles beendet. Auf einem Schlag. Und wir sind dann nicht vorbereitet!
Ich versuche zu lächeln, doch meine Augen tun es nicht, meine Lippen kräuseln sich gequält über diese Lüge. Ich kann nicht lügen, mich nicht selber anlügen.
Alles wird gut, sagten sie. Aber es wird nichts gut. Es ist nur eine Floskel. Es wird immer schlimmer!
Und irgendwann werde ich den leichten Druck seiner Hände nicht mehr spüren. Nicht mehr sein Herz schlagen hören und seine Lippen küssen.
Wieso passiert das uns? Was haben wir denn getan? Was hat er getan? Keiner verdient einen solchen Tod.
Ich hebe meinen Kopf und sehe ihn an. Ich liebe dich, will ich sagen, doch vor lauter Trauer kann ich meine Lippen nicht bewegen und küsse ihn. Ganz sanft, als könne er zerbrechen.
„Hab keine Angst mein Stern. Ich werde doch immer bei dir sein. Ich werde dich immer lieben und du wirst mich niemals aufhören zu lieben, auch wenn ein anderer Mann kommt. Werde mit ihm glücklich, doch vergesse mich nicht. Erinnere dich an unsre schönen Stunden, die wir gemeinsam verbrachten. Und lache darüber, was wir alles zusammen gemacht haben. Weine nicht, dass es zu Ende ist, lache, weil wir uns gefunden haben. Sei glücklich.“
„Wie soll ich glücklich werde, ohne dich? Wie soll ich jemals jemand anderen lieben? Du bist der einzige, den ich will. Bitte gehe nicht fort.“
Ich breche in Tränen aus. Ich schreie vor Wut, weil ich nicht mehr entscheiden kann. Weil ich nur ein kleiner Mensch bin, der sich dem Tod fügen muss. Doch ich will mich nicht fügen. Ich will nicht, dass man ihn mir wegnimmt. Doch es wird geschehen.
„Mausi, sei froh, dass du mich geliebt hast. Wenn wir uns darauf einlassen zu Lieben, dann müssen wir uns auch auf Abschiede einlassen. Wollten wir etwa nicht lieben oder geliebt werden, nur um keine Abschiede zu erleben!? Ich werde dich immer lieben, vergebe mir, ich will auch nicht gehen und dich alleine lassen. Doch wir werden uns wieder sehen. Das verspreche ich dir.“
Wo im Himmel? Ich kann nicht glauben, dass es Hoffnung dafür gibt. Doch wenn ich nicht hoffe, dann bin ich verloren. Ich kann nicht antworten, bin verstummt. Höre sein Herz leise und schwach schlagen. Ich will in seine Augen schauen, doch er hält sie geschlossen. Ich widme mich wieder seinem Herzen, doch ich höre es nicht mehr. Ich drücke seine Hand, doch sie erwidert nichts.
Der Ausdruck in seinem Gesicht ist friedlich. Er ist wunderschön- endlos.
Es ist vorbei.
Bitte nicht, flehe ich. Bitte, bitte, bitte nicht. Nicht er. Wie kannst du nur?
Und ich höre seine Worte sagen: „Wir werde uns wieder sehen.“
Und bevor ich verstehe was ich tue, folge ich ihm in unser gemeinsames Leben.

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Kommentare

Kristin schrieb am 2008-01-24 22:02:10:
also erstmal zu dir Andrea:
das sind finde ich ziemlich schwere Anschuldigungen die du da erhebst und meiner persönlichen Meinung nach total unbegründet. Dass sich Geschichten hier auf der Seite sowohl vom Stil her als auch vom Thema her ähneln ist doch klar. Ich habe schon viele Geschichten von Sina gelesen und ich persönlich finde sie hat einen eigenen Stil. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie vor jeder ihrer (wirklich tollen) Geschichten erstmal guckt, wen sie jetzt kopieren wird. Also ihren Geschichten fehlt am wenigsten die Seele.

Liebe Sina,
mich hat deine Geschichte wirklich mal wieder umgehauen! Mach weiter so ;)
Andrea Habermann schrieb am 2008-01-20 00:38:15:
Steh wenigstens dazu das du ne schlechte Kopie bist!!!
Stilkopierer haben in Storyparadies nichts zu suchen!
franke sina schrieb am 2008-01-19 15:58:59:
an Andrea Habermann
ich habe mir dein durchaus nicht ernstzunehmendes kommentar mehrmals durchgelesen. spricht da etwa der
Neid? Weil fassen kann ich es nicht! Glaubst du echt ich hock daheim und versuche einen Schreibstil
nachzueifern, der mir jedoch in die Wiege gelegt wurde? Diese Geschichte ist schon sehr alt, vielleicht ealter als
diese Seite hier und ich finde deine Worte sehr unverscheamt. wenn du mehr von mir lesen wuerdest, wuerdest du erkennen, dass nichts kopiert wurde, un unterlasse deine Eintreage unter anderen namen, dass ist doch ein bisschen peinlich fuer dich.
ich werde dich suchen und etwas von dir lesen und schauen, warum du so etwas schreibst...
sina
Andrea Habermann schrieb am 2008-01-17 00:50:08:
Deine Geschichten ähnlen wirklich noch anderen hier, könnte glatt ein paar reinsetzen finde es nicht ok andere schreibstile zu kopieren.
Da vergeht einem Lust zu schreiben da du dir anscheinend wirklich viel zeit nimmst um die wörter genau zu studieren und sie praktisch nachzumachen, deinen geschichten fehlt die seele da esnur Kopien sind tut mir leid!
Alfie schrieb am 2008-01-17 00:38:22:
viel zu übertrieben und das wort Mausi passt nicht in die Geschichte
Dos Susanne schrieb am 2007-12-25 01:07:44:
wow(sry,blödes wort, mir fällt grad kein besseres ein)...die geschichte ist echt....hammer(noch so ein bkldes wort)...total einfühlsam geschrieben...man erlebt es wirklich mit......danke für den kommentar...ich hab da mal ne frage. hoffe, das kommt jeztzt nicht unhöflich...wie alt bist du? das hat mich schon immer interessiert, welche "altersgruppen" welche themen haben oder ob sich das quer durchzieht, was ich eher glaube...
lg
Lucia Iezzi schrieb am 2007-12-24 15:05:19:
Ich finde deine Geschichte wünderschön und traurig zugleich...sie berührt einen ganz tief drinnen, weil wir wissen, dass das jedem von uns mal passieren kann!

Und danke für die lieben Kommentare, die du bei meinen Geschichten hinterlassen hast.
Ganz liebe Grüsse
Lucia Iezzi
Stern schrieb am 2007-11-20 13:11:15:
Hallo Sina!

Ich muss mich erst einmal bedanken für die vielen netten Kommentare die du bei meinen Geschichten lässt =)
Nun will ich noch deine Frage beantworten: sie sind real, und es ist auhc immer noch ein und dieselbe Person, und ich liebe diesen Menschen noch immer.

Zu dieser Geschichte: ich musste sehr weinen, da ich vor einem Monat meinen Vater an Krebs verloren habe, und auch er war noch verhältnismäßig jung (47), udn ich konnte die Gefühle meiner Mutter in deinem Text wiederfinden.
Wirklich schön und herzergreifend.
Bina schrieb am 2007-09-07 17:34:58:
Du schaffst es immer wieder mich mit deinen Geschichten zum nachdenken, und in diesem Fall sogar zum weinen zu bringen.
Eine unglaublich gute, gefühlvolle Story, herzlichen Glückwunsch zu diesem Meisterwerk!
Bina
melina ludwig schrieb am 2007-08-10 12:29:45:
unendlich traurig...hat aber genau meinen Geschmak getroffen!!
Lg
brummberr@hotmail.com schrieb am 2007-08-09 21:36:20:
eine sehr tiefgründige geschichte, man kann sich richtig in sie hinein versetzen und den schmerz spüren wenn man einen geliebten menschen verliert egal auf welcher weise. es ist zwar traurig wenn jemand stierbt aber das gehört zum leben dazu, das leben ist nur geborgt und die zeit vorbestimmt, es leigt an sich selbst was man damit anfangt.

lg brummberr

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