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Kategorien > Kinder Geschichten > Gute Nacht Geschichte

Bobby, der kleine Spatz

von Iris Feller

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1) Bobby erblickt das Licht der Welt

Es war ein warmer Frühlingsmorgen. Die Sonne lachte. Bienen und Schmetterlinge flogen fröhlich umher. In einer schönen großen Birke wohnte eine Großfamilie Spatzen, unter ihnen das frisch verheiratete Pärchen Emmi und Philip, die gerade Nachwuchs erwarteten. Sie hatten fünf Eier und freuten sich schon riesig, wenn ihre Küken endlich schlüpfen würden.

Doch plötzlich tauchte eine große hungrige Ratte auf und alle Spatzen waren in heller Aufregung. Gemeinsam versuchten sie, die Ratte mit ihren spitzen Schnäbeln zu pieksen und sie damit in die Flucht zu schlagen. Sie jagten der Ratte hinterher. Doch sie hatten dabei eine zweite Ratte übersehen, die sich unbemerkt an das Nest von Emmi und Philip heranschlich, während alle Spatzen der ersten Ratte folgten und das Nest unbewacht gelassen hatten. Als die Spatzen hörten, wie die Eier zerbrachen, flogen sie in großer Sorge sofort zurück, allen voran natürlich Emmi und Philip, die ihre Babys retten wollten. Sie konnten die zweite Ratte zwar auch verjagen, aber das Nest war übersät mit Eierschalen. Emmi brach sofort in Tränen aus. „Meine armen Babys, meine armen Babys!“ schluchzte sie. Philip versuchte verzweifelt, zu retten, was zu retten war.

Und tatsächlich. Ein Ei war unversehrt geblieben. Ein einziges. Dann auf einmal fing dieses Ei an, sich zu bewegen. Kleine feine Risse entstanden in der Schale. Emmi und Philip und alle anderen Spatzen scharten sich um das Ei. Dann lugte ein winziger Schnabel hervor, dann das ganze Köpfchen. Das kleine Spatzenküken befreite sich mit aller Kraft von den Schalen und blieb dann erst einmal erschöpft sitzen. Die erwachsenen Spatzen flatterten erregt und neugierig um das Küken herum. „Was ist es denn? Ein Junge oder ein Mädchen?“ fragte einer. „Ist es gesund?“ fragte ein anderer. Emmi und Philip rückten an ihr Küken heran und liebkosten es. „Es ist ein Junge!“ jubelte Philip. „Wie wollen wir ihn denn nennen?“ fragte Emmi. Das kleine Küken hob den Kopf und piepste mit noch schwacher Stimme „Bobby! Bobby möchte ich heißen!“ Alle Spatzen lachten vergnügt und Emmi und Philip sagten wie aus einem Munde „Willkommen Daheim, Bobby!“

2) Erste Flugversuche

Bobby hatte seine Eltern schon oft beobachtet, wie sie ihre Flügel ausbreiteten und losflogen, um etwas zu essen zu besorgen. Seit dem Überfall der Ratten auf das Nest hatten die Spatzen in der großen Birke immer ein paar Wachen aufgestellt, solange die anderen auf Nahrungssuche waren oder Zweige und Blätter holten, um neue Nester zu bauen oder ihre alten Nester zu renovieren. Deshalb hatten Emmi und Philip keine Angst, ihren kleinen Sohn Bobby im Nest zurück zu lassen. Sie wussten ja, dass die anderen Spatzen auf ihn aufpassen würden.

Kaum waren seine Eltern aus dem Blickfeld verschwunden, dachte Bobby, dass er doch auch mal versuchen könnte zu fliegen. Emmi und Philip hatten ihm zwar verboten, ohne sie Flugversuche zu unternehmen, aber Bobby war halt ein kleiner neugieriger Spatz und wollte es dennoch wagen. Also hüpfte er auf den Rand des Nestes, breitete seine kleinen Flügel aus und sprang. Seine Flügelchen schlugen auf und nieder, auf und nieder. Bobby mühte sich ab und war schon nach ein paar Sekunden völlig außer Puste. Und leider waren Bobbys Flügel einfach noch nicht stark genug. Er verlor immer mehr an Höhe und dann machte es „Plumps“ und Bobby war auf den Boden gefallen. Wie gut, dass sein Nest nicht allzu hoch war, sonst hätte er sich bestimmt weh getan. Glück gehabt, Bobby! Die erwachsenen Spatzen, die eigentlich Wache schieben sollten, hörten den Plumps und waren total erschrocken. Als sie jedoch sahen, dass Bobby nichts passiert war, fiel ihnen ein Stein vom Herzen und sie schworen feierlich, nie mehr so unachtsam zu sein. Denn es hätte Bobby ja wirklich etwas Schlimmes zustoßen können. Sie halfen ihm wieder zurück in sein Nest, denn alleine hätte er es nicht geschafft.

Als Emmi und Philipp nach Hause kamen, saß Bobby wieder quietschvergnügt im Nest und freute sich über den leckeren Wurm, den seine Eltern für ihn mitgebracht hatten. Als er satt und gestärkt war, beichtete Bobby seinen Eltern, dass sein Flugversuch fehlgeschlagen war. Emmi und Philip schimpften mit ihm, weil er nicht auf sie gehört hatte. Aber sie waren total froh, dass ihrem Küken nichts zugestoßen war.

3) Elisa

Bobbys Flugkünste wurden immer besser. Jetzt traute er sich schon zu einer Pappel, die fast zehn Meter von der heimischen Birke entfernt war. Seine Eltern Emmi und Philip waren richtig stolz auf ihn. Eines Tages, als Bobby wieder einmal in der Pappel saß, entdeckte er ein Eichhörnchen, das sich richtig abmühte, von Ast zu Ast zu hüpfen. Es war noch ganz klein und Bobby schaute sich um, ob vielleicht die Eltern des Eichhörnchens irgendwo in der Nähe waren. Aber er sah außer diesem kleinen Fellknäuel keine anderen Eichhörnchen.

Da Bobby von Natur aus sehr neugierig war, flatterte er auf das Eichhörnchen zu und fragte, wie es denn heißt und was es hier so macht. Das Eichhörnchen erschrak zuerst, weil Bobby sich von hinten genähert hatte und nun ganz dicht hinter dem Eichhörnchen war. Daher war Bobbys Stimme sehr laut. Als sich das Eichhörnchen umdrehte und sah, dass nur ein kleiner Spatz hinter ihm saß, hatte es keine Angst mehr. „Elisa heiße ich“, sagte das Eichhörnchen. Doch dann fing Elisa plötzlich an zu weinen. Bobby versuchte sie zu trösten aber Elisa schluchzte nur „ich weiß nicht mehr, wo meine Eltern sind“.

Elisa war nämlich mit ihren Eltern, sie hießen Sarah und Toby, unterwegs gewesen, um Nüsschen zu sammeln. Und obwohl ihre Eltern ihr verboten hatten, sich zu weit von ihnen zu entfernen, ist Elisa einem Schmetterling nachgehüpft, weil der so schön bunt war. Dabei hatte Elisa nicht gemerkt, dass ihre Eltern schon nicht mehr in Sichtweite waren. „Meine Eltern sind bestimmt böse auf mich. Und vielleicht finden sie mich gar nicht mehr“, weinte die kleine Elisa. Aber Bobby, der ja schon ganz stolz auf seine Flugkünste war, bot Elisa an, ihre Eltern zu suchen. Sie solle in der Pappel sitzen bleiben und er würde dann von hoch aus der Luft nach ihren Eltern Ausschau halten. Denn schließlich habe er ja einen besseren Überblick von dort oben.

Gesagt, getan. Bobby düste in die Lüfte und suchte mit seinen scharfen Augen die Gegend ab. Und tatsächlich. Nur ein paar Bäume weiter sah er zwei Eichhörnchen hektisch umher hüpfen. Das konnten nur Elisas Eltern sein, denn man sah ihnen die Sorge um ihr Kind förmlich an. Bobby flog sofort auf sie zu und fragte sie, ob sie Elisas Eltern seien. „Oh ja“ riefen sie, „weißt du wo unsere Kleine ist?“ Klar, Bobby wusste es und erzählte ihnen von seiner Begegnung mit Elisa. Dann führte er Elisas Eltern zu ihrem Kind und alle drei waren überglücklich. Die Eltern waren so froh, dass sie Elisa wieder hatten, dass sie gar nicht mehr mit ihr schimpfen wollten.

Von da an waren Bobby und Elisa die besten Freunde.

4) Susi, Anna, Dora

Bobby war außer sich

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Kommentare

PinkSkill schrieb am 2010-12-20 05:41:57:
die geschichte ist echt total süß habe auch zwei wellensitiche darum habe ich sie gefunden könnte sie mir so oft durchlesen echt sehr süß^^ danke an den jenigen der sie rein gestellt hat^^
Lukas schrieb am 2009-04-13 01:40:29:
Echt super geschichte kann man echt jedem weiter epfehlen bin zwar nicht eingeschlafe liegt aber nur daran das die geschichte einfach zu gut ist um sie einfach zu beenden!!!!
Pierre schrieb am 2008-08-31 01:48:38:
Eine super tolle Geschichte sogar für Erwachsene ^.^
www.Tobias-Riefer.de schrieb am 2007-10-07 22:23:19:
Schöne Geschichte... gefällt mir sehr gut, darf ich die mit einem Link auf oben genannter adresse veröffentlichen ??? MFG Toby
Yvonne+Patrick schrieb am 2007-02-04 15:23:41:
Hat mir ganz oft zum einschlafen geholfen! supersüße Geschichte!
David schrieb am 2007-01-11 00:28:39:
Was haben die eigentlich gegen Ratten, ich finde das voll gemein...
Storyparadies Moderator Klaus schrieb am 2006-03-03 20:26:12:
Ja, ja wie im richtigen Leben bei uns Menschen. Schöne Geschichte. Aber ich würde sie als eins schreiben, ohne zwischen Überschriften.

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