Böser Engel | Vers 2
von
Black Berry
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Böser Engel | Vers 3
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Warum ist der Abschied nur so schwer,
Warum musst du gehen?
Ich brauche dich so sehr,
kannst du das denn nicht sehen?
Du gehst von mir ohne ein Wort,
lässt mich allein,
kaum drehe ich mich um bist du schon fort,
doch sagtest du nicht du wärst für immer mein?
Nun bist du fort für alle Zeit,
hier stehe ich verloren,
preisgegeben der Einsamkeit,
wäre ich doch niemals geboren!
Doch irgendwann,
du wirst es sehen,
ich glaub daran,
werde ich mit hoch erhobenen Kopf im Leben stehen.
-dark Soul-
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Rückblick in die Vergangenheit:
Ich wurde während dem Anbeginn der Regierungszeit des Tiberius, nach eurer Zeitrechnung im Jahre 14 nach Christi, geboren.
Die Römerin hatte als mater familias, oder bei euch Ehefrau genannt, eine angesehene Stellung in der römischen Gesellschaft. Wenn sie auch in der Regel mehr Zeit im Hause als der Ehemann verbrachte, war mein Leben doch bei weitem nicht so eingeschränkt wie das der griechischen Frau, die das Haus nur selten verließ. Die Römerin besuchte Theater, Gladiatorenkämpfe und Circusspiele, machte Einkäufe und Besuche bei Freunden und Bekannten. In der Politik allerdings hatte sie keinerlei Mitspracherecht, sie konnte kein öffentliches Amt bekleiden und nicht wählen. Ihr Bereich als Herrin war das Haus. Meine Mutter kümmerte sich sehr sorgsam um mich und meine zwei Geschwister. Obwohl sie selbst nicht gerade wenig zutun hatte. Sie versuchte uns das zu geben was die meisten Kinder nicht bekamen.
Mein Bruder hatte einen Angenehmen Ruf und machte im Senat eine bemerkenswerte Karriere. Ich lernte viel von unseren Hauslehrern, ich konnte bereits mit 5 fließend Latein.
Oft beschreib mich mein Vater als ein kleines Energiebündel, dass es schaffte über zwei Stunden ohne Pause zu reden. Ich konnte sehr gut dichten und besuchte mit meiner Mutter wichtige Termine. Hatte aber auch meinen eigenen Kopf, ich war stur und ließ mich von anderen nicht rumkommandieren.
Wir hatten natürlich wie jede Familie ebenso viele Probleme mit dem Kaiser und der Regierung. Aber als Augustus verstarb, brach auch im Senat ein Tumult aus. Senatoren wurden wegen Verrats bezichtigt und ermordet. Wir waren ebenfalls auf der ‚falschen’ Seite.
Eines Abends wurde unser Haus von Agenten gestürmt. Mein Bruder hatte sich bereits selbst ermordet. Ich und meine Mutter waren als Einzigste übrig und versteckten uns in der Sklaven Kammer.
„Ich liebe dich Ather, mein Mädchen! Bitte vergieß das nie.
Es gibt einiges was du noch nicht verstehst. Ich und Papa sind stolz auf dich.“
Meine Mutter nahm mich noch ein letztes Mal in den Arm und drückte mich an sich.
„Wo ist Papa?“ fragte ich besorgt.
„Ich weiß es nicht. Vielleicht haben Tiberius Leute ihn mitgenommen.“ antwortete sie mit Tränen in den Augen.
„Mach dir keine Sorgen, Mutter. Papa geht es bestimmt gut. Alles wird bestimmt wieder wie vorher!“
Die Tränen, die sich in ihren Augen angesammelt hatten, konnte sie nun nicht mehr halten und sie begann zu weinen.
„Nein das wird es nicht, Ather. niemals“
Verwirrt nahm ich sie in meine Arme.
„Du bist noch zu klein um das zu verstehen. Er wird nicht wieder kommen.“
Schluchzte sie panisch.
„Wie? Nein! Papa kommt bestimmt wieder.“
Sagte ich nun nicht mehr Verwirrt, sondern entsetzt.
Das gleiche hatten sie bei meiner Oma gesagt als ich sie das letzte Mal sah. Dann war sie weg. Verschwunden.
Sie drückte mir einen liebevollen Kuss auf die Wange und ging schnell zur Tür.
„Mama. Geh nicht! Bitte nicht! Ich habe Angst!“
schrie ich und rannte ihr hinterher. Ich fiel ihr um den Hals doch sie schüttelte mich ab.
„Mach es nicht noch schlimmer. Das mache ich nur für dich.“
Sie hielt mich eine Weile fest umarmt, dann ging sie weg und war verschwunden.
Das war der Tag an dem meine Eltern starben und sich alles veränderte. Ich war damals 7 Jahre und beschloss die Menschen zu hassen.
Ich ging als Flüchtling auf ein Schiff. Ich sah das Elend von gefallenen Familien. Tränen. Krankheiten. Buchstäblich den Tod vor der Augen.
Zuerst wurden wir nach Europa gebracht. Dort blieb ich auch einige Zeit. Doch als die Zeit begann, als die katholische Kirche mehr Macht bekam und Hexenverfolgungen jeden Tag mehr Tode forderten und ich mehrere Male selbst einen Termin mit dem Galgen hatte, ging ich ein zweites Mal ins Exil: in das neu entdeckte Amerika.
Zurück in die Gegenwart:
Ich nahm mir gedankenverloren einen Flayer von dem Pult vor mir:
„’Mädchen mit Perle’ von Jan Vermeer. Entstanden um 1665.“
Ich zerknüllte ihn und steckte das Heft in meine Tasche und schlenderte weiter zum nächsten Bild. Eine junge Frau stand vor mir und machte heimlich ein paar Bilder. Erst jetzt bekam das Schild „Nicht fotografieren“ eine Bedeutung für mich, und ich schaute ihr überrascht hinterher, die Frau versuchte unbemerkt aus der Tür zu verschwinden. Ich zog die Augenbrauen nach oben und suchte nach den versteckten Security-Leuten.
Die Tür ging auf und das Mädchen verschwand.
Glück gehabt, dachte ich gelangweilt und drehte meinen Kopf in Richtung Gemälde.
Ich beugte mich vor und las das kleine Schild darunter:
„’Guernica’ von 1937“
Ich beugte mich wieder nach oben und schaute mir das Chaos-Bild an.
„Von Picasso, wirklich sehr schön.“ Sagte plötzlich eine kultivierte Stimme neben mir.
Ich machte erschrocken einen Satz zur Seite und schaute eine ziemlich kleinen Frau
ins rundliche Gesicht.
Diese kicherte über meine Schnelle Reaktion und drehte sich dem Bild zu.
„Wenn sie es sagen, dann stimmt es auch sicher.“ sinnierte ich trocken.
„Kennen sie die Bedeutung des Gemäldes? Ich habe gehört Picasso habe ein Ziel vor Augen gehabt?“ fuhr sie fort, als hätte sie meine Stichelei nicht mitbekommen.
„Ja-es zeigt symbolisch die Auswirkungen des Krieges.“ erklärte ich gelangweilt.
Ich ging in eine andere Richtung und versuchte sie abzuschütteln. Doch sie folgte mir wie eine hartnäckige Stalkerin.
Erbost blieb ich stehen und setzte mich auf ein kleines Sofa. Platz für EINEN, dachte ich belustigt.
Sie schaute mich einige Sekunden lang an und erkannte mein Ziel. Zornes Röte stieg auf ihre Wangen und sie machte auf den Absatz kehrt und ging in eine andere Richtung.
Ich nahm mir meine Tasche und setzte sie mir auf den Schoß und kramte darin nach ein wenig Kleingeld. Nahm mir ein paar Münzen heraus stellte mich wieder auf meine Füße. Und stäukelte in Richtung Ausgang.
Vor der Tür stand der Ticketschalter. Mein Ziel.
Ein pickeliger Junge schaute von seinem Magazin auf und musterte mich misstrauisch.
„Hallo Junge. Weißt du wie ich von hier zur Columbia University komme?“ fragte ich.
„Einen Moment.“ sagte er und schaltete den Computer ein.
Als ich nach einigen Minuten immer noch keine Antwort hatte beugte ich mich nach vorne und bot so einen perfekten Einblick in mein Dekòlte.
Der Junge bekam einen hochroten Kopf und versuchte schnell den Bildschirm aus meiner Sichtweite
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