Bran, der Rabe Kap. 2
von
Simi
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Ich habe sehr oft dran gezweifelt,
dass es Freunde gibt wie dich.
Doch deine Art mir gegenüber,
spricht sehr positiv für sich.
Kapitel 2
Es war in der siebten Nacht als das Heulen der Wölfe, dass ich inzwischen als tröstlich empfand, einfach verstummte. Von der plötzlichen Stille aufgeschreckt, tastete ich nach meinem Speer und dem Dolch. Dann sah ich ihn. Er trug dunkle Kleidung, sowie einen Umhang aus einem schwarzen, mir fremden Material, der am Kragen mit Pelz besetzt war. Die langen schwarzen Haare umwehten seine große Gestalt. Als er näher trat sah man das die Augen, die silbergrau schimmerten, anfingen rot zu leuchten. Eine Stille setzte ein, die schon fast laut war. Zitternd stand ich dort neben dem Feuer, den Speer hatte ich fallen lassen, nur den Dolch umklammerte ich fest. Die rot leuchtenden Augen fixierten mich, sie hielten mich in ihrem Bann. Der schwarze Mann trat langsam und völlig lautlos nähr.
In den Augen war kein Mitleid und keine Reue zu erkennen, man sah nur Gleichgültigkeit und Hunger.
Meine Gedanken rasten, ich sollte nur ein Opfer von vielen sein. Namenlos, getötet weil es seiner Natur entsprach.
So sehr ich mich auch gegen seinen Blick wehrte, ich kam einfach nicht los. Er streckte seine Hand aus und legte sie ganz sanft an mein Gesicht. Einen kurzen Moment ließ seine Konzentration nach und der Dolch zischte durch die Luft. Er schnitt durch die bleiche Haut als wäre sie nicht da. Aus dem Schnitt rann Blut, es lief seinen Arm herunter und tropfte zu Boden. Langsam hob der Fremde seinen Arm und begann seine Wunde zu lecken, dabei ließ er mich nicht aus den Augen und festigte denn Bann seiner Augen wieder. Unbeweglich stand ich da, die Arme hingen lose herunter, den Dolch noch in der Hand. Wieder wurde die Hand ausgestreckt und strich über mein Gesicht, durch die Haare und hielt inne. "Es ist schade darum, doch nicht zu ändern.", flüsterte der Schwarze mit samtener Stimme und griff nach den zwei kleinen, geflochtenen, goldenen Zöpfen an der Schläfe. Die andere Hand fuhr zu dem Dolch in meiner Hand und entnahm ihn ihr. Blitzschnell schnitt er die zwei Zöpfe ab und trat einen Schritt zurück. Mit einen Faden verknotete der Dunkle die Enden und steckte sie in einen schwarzen Beutel. Immer noch Bewegungs unfähig sah ich alles mit an und mein Herzschlag schien sich irgendwie zu beruhigen und doch im wilden Stakkato zu schlagen. Meine Angst verschwand allmälig und als er wieder näher trat, gab er mir den Dolch zurück. Er steckte ihn wie selbstverständlich in den Gürtel. Dann schritt er langsam um mich herum, seine kalte weiße Hand fuhr meinen Hals entlang. Meine Angst war weg, als hätte sie nie existiert. Vergessen war, dass er ein Monster, vergessen das ich nur sein Opfer. So genoss ich die Berührungen und sehnte mich nach mehr.
Schließlich blieb er hinter mir stehen und bog meinen Kopf schräg nach hinten, seine kalten Lippen streiften sacht die meinen. Die langen schwarzen Haare streiften meinen Körper. Das Rot der Augen vermischte sich mit dem Silbergrau. Tiefe Trauer und großer Hunger bekämpften sich darin, dann senkte sich sein Mund an meinen Hals und ein heißer Schmerz durchfuhr mich. Dieser war jedoch genauso schnell verschwunden wie er entbrannt war, nun erfüllte mich nur noch Wärme.
Es waren nur Minuten, doch mir erschien es wie die Ewigkeit. Dann ließ er von mir ab. Es verschwamm mir alles vor den Augen und ich machte einen Ausfallschritt um nicht zu Boden zufallen, als sich seine Arme um mich legten. "Vorsicht! Du darfst dich nicht so schnell bewegen. Hm... ich hab wohl etwas zu viel genommen.", seine Stimme flüsterte sanft in meinem Ohr. "Hab keine angst, du wirst nicht sterben, ich habe etwas anderes mit dir vor..." Dann wurde alles schwarz um mich herum.
Das erste was ich spürte waren irre Kopfschmerzen und ich konnte mich nicht bewegen. Mein ganzer Körper fühlte sich schwach und träge an. Vor Schmerzen aufstöhnend, öffnete ich die Augen und sah auf eine schwarz gekleidete Brust.
"Na, wieder aufgewacht.", sprach eine samtene Stimme über mir und meine Augen folgten dem Klang. Ich sah in silbergraue Augen, die mit einer Mischung aus Mitleid und Humor auf mich nieder blickten. "Es tut mir Leid, ich hab wohl etwas zuviel genommen." Sein Blick wurde schärfer, dann hob er mich etwas an, was ich mit einem keuchen quittierte. So benommen wie ich war versuchte ich mich an dem einzigen festzuhalten was ich klar und deutlich vor mir sah: seine Augen.
Einen kurzen Moment später spürte ich einen Becher an meinen Lippen. Das Zeug schmeckte fürchterlich. Angeekelt verzog ich mein Gesicht. "Trink, es wird dir helfen." Nachdem er mir etwas von dem Trank eingeflöst hatte, lehnte er sich wieder zurück, wobei mein Kopf auf seiner Brust zu liegen kam. Ich spürte seine Hände, wie sie mich festhielten und über meinen Kopf strichen. Kurz darauf schlief ich wieder ein.
Als ich abermals erwachte, waren die Kopfschmerzen zu einen leisen Pochen geworden. Es war schön warm und ich kuschelte mich tiefer hinein. Einen Augenblick später spürte ich wie mir jemand durchs Haar fuhr und die Strähnen aus meinen Gesicht strich.
Mein Herz setzte zu einen Trommelwrbel an und ich öffnete erschrocken die Augen. Dabei richtete ich mich halb auf. Das Schwindelgefühl ließ mich aber sogleich wieder zurück sinken. Langsam beruhigte ich mich wieder etwas und
hörte jetzt auch das der Fremde mit mir sprach. Irritiert sah ich ihn an und seufzend fing er noch einmal von vorn an. "Du brauchst keine Angst haben, vor mir hast du nichts zu befürchten, jedenfalls nicht sofort. Hier trink." Er drückte mir einen Becher an die Lippen und stützte mich. Misstrauisch sah ich den Becher an und presste meinen Mund zusammen. Grimmig blickte ich ihn an und er erwiederte ihn mit einem Grinsen. Auf meinen fragenden Blick hin, seufzte er und sagte:" Es sind Kräuter gegen Schmerzen gemischt mit meinem Blut. Es wird dir helfen." Er hob den Becher und ich trank.
Etwas später wollter er mich wieder hinlegen doch ich wehrte mich dagegen. Schließlich lehnte ich gegen seine Brust und registrierte nun erst, dass wir in einem dunklen Raum waren der von zwei Kerzen erleuchtet wurde. Die Wände waren aus grauem Stein herausgeschlagen worden, die Tür war aus dunkelm Holz. Die einzigen Einrichtungs Stücke waren ein Tisch, ein Stuhl und das Bett.
Während ich mir den Raum angesehen hatte hatte er die Decke um uns gelegt. Seine Hände tasteten nach meinen. Eine Weile saßen wir still aneinander gelehnt auf dem Bett.
"Wer bist du?", meine Stimme klang heiser. Ich drehte den Kopf um ihn ansehen zu können. Mit einem lächlen antwortete er:" Mein Name ist Gregorius Demetri Valerius, was >Wächter aus der Erde< bedeutet. Du kannst mich Gregory nennen. Du solltest jetzt schlafen." Mein Körper war an seinem zusammen gesunken. Das heben und senken seines Brustkorbes hatte etwas beruhigendes und langsam fiehlen mir wieder die Augen zu.
Ich hab wahrlich schon
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