Caligoras
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Savana ritt durch das Dorf Galduin. Sie wurde von vielen Menschen herzlich gegrüßt und eingeladen bei ihnen zu speisen. Doch Savana schüttelte jedes Mal den Kopf sie hatte etwas anderes vor. Sie hielt vor einer kleinen Hütte, band ihr Pferd an einem Pfosten fest und klopfte leise an der Tür. „Herein“, hörte sie eine tiefe männliche stimme bei der sie sofort lächeln musste. „Ah Savana schön das du mich besuchst.“ Empfing sie ein alter bärtiger Mann, mit grauen haaren und einem freundlichen lächeln.
„Ja Garog. Wie geht es dir?“
„Ganz gut, setzt dich doch Kind.“ Lächelnd setzte sich Savana auf einen der Stühle. Garog schenkte ihr einen Tee in einen Holzbecher und setzte sich dann ihr gegenüber. Er hatte die ganze zeit über die Stirn gerunzelt und blickte nachdenklich ins Leere.
„Geht es dir gut, Garog?“ fragte Savana besorgt.
„Ja natürlich, Kind.“
„Garog lüg mich nicht an ich kenne dich jetzt schon mein Leben lang. Sag mir was los ist.“
Garog seufzte. „eigentlich sollte ich dir das gar nicht erzählen.“
Savana hob nur eine Augenbraue. „schon gut, schon gut. Ich weiß ich habe dir es nie erzählt aber ich habe einen Bruder.“
„einen Bruder?“ Savana runzelte die Stirn. Sie kannte Garog schon seit ihrer Kindheit er war ihr immer wie ein Vater gewesen. Bei ihm hatte sie sich immer wohl und geborgen gefühlt. Alle Ängste und Sorgen hatte sie ihm erzählt und er hatte sie immer getröstet und ihr mut gemacht. Doch er hatte nie von seiner Familie erzählt.
„Ja einen Bruder der im Land Regnum lebt.“
„Oh“, war das einzige was Savana sagte.
„Ja oh, na ja und er ist verheiratet, seine Frau heißt Frances und nun ist sie schwer Krank geworden und es fehlt ihn Geld und die entsprechenden Kräuter.“
„was soll das heißen?“
„das heißt, dass ich mir überlege ob ich meinen Bruder besuchen sollte um ihm das nötigste zu bringen.“
„oh nein du willst doch nicht...“
„doch, Savana ich werde nach Regnum gehen, zu meinem Bruder.“ Angsterfüllt starrte ihn Savana an. Wenn er erwischt wurde würde er sterben das konnte sie nicht zulassen.
„nein das erlaube ich nicht.“ Garog schnaubte nur verächtlich.
„ich sag doch ich hätte es dir besser nicht erzählen sollen. Geh wieder nach hause, Savana.“ Er stand mühselig auf und stöhnte. Garog war viel zu schwach um irgendwo hinzureiten, doch sie würde ihn nicht überzeugen können hier zu bleiben. Es blieb ihr nur eines übrig.
„nein ich erlaube dir nicht zu gehen. Nur…“
„Nur?“
„Nur wenn ich dich begleiten darf.“ Garog schüttelte nur den Kopf und begann seine Tasche zu packen. Er stopfte dort seine Anziehsachen, Brot, Wasser und einen Beutel voller Kräuter.
„Nein, Prinzessin, für euch ist da viel zu gefährlich. Ich gehe allein.“
„nein Garog. Ich werde mit dir gehen oder die wachen meines Vaters rufen, du hast die Wahl.“ Garog hielt inne und schaute sie eine lange zeit nur an, dann lächelte er und strich ihr eine der rotbraunen Locken zur Seite.
„na gut du kannst mitkommen, morgen früh brechen wir auf“, murmelte er und schüttelte wieder den Kopf. „ich bin so ein dummer Narr, mir hätte klar sein sollen, dass du mit willst wenn ich es dir sage. Du warst schon immer so stur:“ Savana lächelte ihn an und gab ihm einen Kuss auf die Wange.
Kurze Zeit später kam sie im Schloss an, führte ihr Pferd in den Stall und huschte die Wendeltreppe hinauf zu ihrem Zimmer. Sie hatte immer noch das schmutzige Kleid an und wollte so auf keinen Fall zum Abendessen erscheinen. Ihre Eltern waren sowieso immer so penibel, oder besser gesagt ihr Mutter. Seit Satin, Savanas ältere Schwester einen Heiratsantrag von Antony bekommen hatte, waren alle in Hochzeitsstimmung, so nannten es alle. Es war wirklich nervig, ständig redete man über das Kleid, die Gäste und das Essen. Überall huschten Dienstmägde durchs Schloss und machten alles bereit für das große Ereignis. Savana verdrehte die Augen als sie die hohe Stimme ihrer Mutter vernahm.
„Savana Schatz, es gibt gleich Abendessen. Beeil dich bitte. Ich will nicht das du zu spät kommst, ja.“ Sie kam die Treppen hinauf geschwebt und runzelte die Stirn. „Und wie du wieder aussiehst. Ich habe dir schon hundertmal gesagt, dass du diese Ausritte bleiben lassen sollst. Du brichst dir noch den Hals, Kind.“
Savana lächelte und gab ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange. „Schon gut Mutter, ich beeile mich.“ Flüsterte sie und eilte die Treppen hinauf, bevor ihr Mutter irgendetwas sagen konnte. Doch ihre Mutter war wie immer unschlagbar.
„Savana wir müssen aber noch über dein Kleid reden und dein haar. Vergesse das nicht.“ Rief sie Savana hinterher. Savana blieb auf der obersten stufe kurz stehen und schloss die Augen. War klar dass ihre Mutter so etwas nicht vergessen konnte. Seufzend öffnete sie die Türe ihres Zimmers. Sie wusch sich schnell das Gesicht und schlüpfte in ein dunkelblaues schlichtes Kleid. Sie bürstete ihr haar kurz durch gab es dann jedoch schnell wieder auf. Ihr Haar machte sowieso was es wollte, es sah immer ungezähmt und wild aus, das war normal. Savana betrachtete sich kurz im Spiegel und eilte dann die Stufen wieder herunter in die große halle. An einem langen Tisch war für Fünf Personen gedeckt, am Ende des Tisches saß ihr Vater, an der rechten Seite ihr Mutter daneben wie immer Satin. Sie redeten aufgeregt miteinander und wirkten beide überaus begeistert. Rose saß artig wie immer neben ihrem Vater und redete leise mit ihm. Sie war mal wieder die Letzte. Wie immer.
„Ah das ist sie ja.“ Ertönte die Tiefe Stimme ihres Vaters. Alle Anwesenden blickten auf. Savana lächelte kurz und setzte sich schnell.
„Guten Appetit.“ Murmelte sie und senkte den Kopf. Sie hatte kein Lust auf Gespräche vor allem nichts was mit weiß kleid und Ehemann zu tun hatte. Sie fing darauf gleich an zu essen.
„Also ich denke wenn du dein Haar hochsteckst, können wir deinen Schleier perfekt befestigen, Satin.“ Erklärte ihr Mutter und Satin nickte eifrig.
„Ja das ist Ok aber ich will kleine Strähnchen draußen haben sonst sehe ich ja aus wie abgeschleckt.“
„nein du siehst dann doch nicht aus wie… ach wirklich Satin du musst schon alle haar nehmen, sonst sieht es doch so zerzaust aus.“
„Nein Mutter das will ich nicht. Ein paar Strähnchen bleiben.“ Sagte Satin und wandte sich wieder ihrem Teller zu. Savana, Rose und ihr Vater seufzten gleichzeitig, das ging jetzt schon Wochenlang so. Keiner hatte mehr den Nerv über Satins Hochzeit zu sprechen. Zum Glück war Antony heute nicht zu essen da.
„Satin wo ist überhaupt Antony?“ fragte Savana.
„Ach er musste ins Dorf reiten um mit irgendwelchen Bürger über Geschäfte zu sprechen.“ Satin verdrehte die Augen.
„Na ja er sollte lieber bei seiner Verlobten sein und über seine bevorstehende Hochzeit sprechen, schließlich findet die in 2 Wochen statt.“ erwiderte ihre Mutter. Rose seufze. „Mutter bitte, ihr habt doch schon fast alles fertig geplant, das kriegt ihr schon hin.“
„natürlich Rose.“
„ich bin fertig. Ich geh ins bett.“ Murmelte Savana und erhob sich.
„Gute Nacht.“ Erwiderten alle.
„warte
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Kommentare
lille-peach schrieb am 2009-01-26 19:15:48:
ich mag wie du schreibst......liest sich super.....:) die story ist fantastisch....bitte um fortsetzung
andrea schrieb am 2008-09-29 14:47:45:
echt klasse. super geschrieben, flüssiger schreibstiel, spannend, einfach klasse. hoffe du schreibst bald weiter . lg andrea
jess schrieb am 2008-01-19 12:55:18:
ich find die geschichte voll toll!!^^ freue mich darauf wies weiter geht!! lg jess^^
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