Chaos - Ein Junge erzählt...
von
Klio
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Robins Geschichte:
Chaos...ja ich denke das ist das richtige Wort um mein Leben zu umschreiben. Grob, versteht sich, wenn man Alles in Allen betrachtet. Es gab auch durchaus Zeiten, in denen alles perfekt lief, zu perfekt eben.
Begonnen hat das alles, also diese Veränderung, als ich gerade sechzehn geworden bin. Die Sommerferien waren gerade vorbei und das zehnte Schuljahr hatte angefangen. In den Ferien war ich mit sechs Freunden, darunter mein bester Freund Alec, in Holland campen. Alec und ich waren unzertrennlich, wussten alles voneinander. Wir erzählten uns unsere Probleme, unser erstes Mal und redeten über jede Beziehung. Hört sich wahrscheinlich komisch an, doch die meisten Frauen wissen gar nicht wie Männerfreundschaften so sind.
Allerdings geriet dann alles aus den Fugen. Ich bemerkte, wie sich etwas änderte. Zuerst war da dieses Desinteresse bei Frauen. In den Augen eben dieser war ich attraktiv, schon immer. Ich denke sie stehen einfach auf meine provokante Art, was ich noch verwirrender finde. Ich wurde teilweise von den begehrtesten Mädchen angebaggert, sogar eine Lehrerin machte mir deutliche Angebote. Doch ich wollte nicht. Ich war keine Jungfrau mehr, meinen ersten Sex hatte ich kurz vor meinem sechzehnten Geburtstag. Sie war viel älter als ich, doch ich hatte nicht wirklich Spaß. Obwohl ich damals schon auf ein dominanten Gegenüber stand. Ich lasse mich gerne „quälen“, solange es nicht auf SM zugeht.
Jedenfalls folgten auf diesen Flop feuchte Träume in denen Männer eine, meiner Meinung nach, zu wichtige Rolle spielten. Ich traute mich kaum mehr zu schlafen. Eigentlich hätte ich damals einfach akzeptieren sollen, was da vor sich ging, aber in erster Linie hatte ich Angst, so nicht mehr akzeptiert zu werden.
Welch Ironie…
- Irgendwie beginnt es immer -
Ich hasse Montage. Montage bedeuten nicht nur, dass das Wochenende zu Ende ist, sondern sie bedeuten auch unweigerlich, früher Aufstehen zu müssen. Wegen der Schule, und wenn Ferien waren, wurde man meistens durch das Aufstehen anderer geweckt, oder sonst irgendwelchen unglücklichen Zufällen (feuchte Träume z. B.). Unglückliche Zufälle können zwar jederzeit auftreten, allerdings sind sie leichter hinzunehmen, wenn man sowieso früh aufgestanden wäre (abgesehen von feuchten Träumen).
Diesmal bin ich allerdings einfach so früher wach als mein Wecker. Noch ein Grund Montage zu hassen. Ich bin generell eine Stunde früher wach, als ich eigentlich müsste und kann dann auch nicht mehr einschlafen.
Also liege ich wach im Bett und starre an die Decke. Ich muss an Maggy denken. Sie ist erst in diesem Jahr zu uns gekommen und spielt die verführerische Geheimnisvolle. Zuerst hat sie sich mit allen Mitteln an Alec rangeschmissen und nun…ja nun bin ich dran.
In den ersten Wochen bin ich ihr nicht aufgefallen, da ich wegen einer erheblichen Sommergrippe nicht in der Schule war. Erst nach drei Wochen kam ich, brach dann allerdings in der Schule wieder zusammen und musste mir zu Hause sowohl von meinen Eltern als auch von meiner kleinen Schwester Marion, die zehn Jahre alt ist, und sogar von Alec eine Moralpredigt über Auskurieren anhören. Durch den Zusammenbruch bin ich ihr allerdings aufgefallen (Da! Unglücklicher Zufall, passiert mir auch im Laufe des Tages) und seitdem hab ich sie am Hals. Aber es ist ja nicht so, als ob sie sich nur in der Schule an mich hängt, nein, sie weiß mysteriöser Weise auch immer, wo ich mich gerade mit Freunden aufhalte. Leider habe ich den „Maulwurf“ unter meinen Freunden noch nicht gefunden. Nur zu mir nach Hause traut sie sich nicht mehr, nachdem sie eine für sie wohl äußerst peinliche Begegnung mit meinen Eltern hatte. Doch auch da fehlen mir genauere Informationen.
Ich stehe auf, da mein Wecker endlich klingelt und der alltägliche Ablauf beginnt. Toilette, Zähne putzen, Anziehen, Haare bearbeiten.
Zwischenbemerkung: Obwohl ich eigentlich blond bin, sind meine Haare im Moment grün. Meine Mutter ist in Ohnmacht gefallen, meine Schwester war milde geschockt und mein Vater hellauf begeistert. Er unterstützt mich meist bei solch skurrilen Dingen, vielleicht weil er das als guter Ehemann und seriöser Geschäftsmann nicht tun kann. Dafür liebe ich meinen Vater. Als ich den ersten Sex hatte, haben wir eine ganze Nacht über Frauen und Sex geredet und ich habe diverse Tipps von meinem Vater bekommen. Hätte meine Mutter dieses Gespräch belauscht, hätte der Haussegen mit Sicherheit noch einige Wochen schief gehangen, sehr schief.
Weiter im Text: Kurz frühstücken und dann ab in die Schule.
Ich schmiere mir nie Brote, schließlich gibt es eine Cafeteria in der Schule. Nachdem ich das Haus verlassen habe, trete ich den Schulweg an und sehe bereits Alec an der Ecke. Ja ja, unsere coole Sportskanone. Seine braunen Haare trägt er kurz, natürlich mit Gel frisiert, und er ist in eine Jeans und ein Hemd gekleidet. Wir tragen beide nicht diese Hip Hopper Kleidung, diese weiten Sachen, die aussehen wie Jogginganzüge. Allerdings kleidet sich Alec meist heller als ich. Heute hat sein Hemd ein helles rosa, für das ich ihm gerne eine scheuern würde. Ich hingegen habe ein dunkelblaues Shirt zu meiner dunklen Jeans an.
„Kauf es dir noch eine Nummer kleiner und ich besorge dir die passende Schminke dazu.“, ist meine Begrüßung und seine Antwort lautet: „Aus deinem eigenem Schminkkästchen?“
Ich grinse und reiche ihm wie jedes Mal die Hand. Nachdem er eingeschlagen hat gehen wir Richtung Schule.
„Hast du am Wochenende Zeit?“, fragt er mich. „Es ist lange her, seit wir mal was alleine unternommen haben. Wir könnten einen Videoabend machen. Ich habe ein paar coole neue Filme.“
„Ja, find ich gut. Ich hab auch neue Filme von meinem Onkel.“, ich freue mich, dass er mir diesen Vorschlag macht. Wir waren sonst nur mit Freunden in irgendeiner Kneipe oder Disco und so kommt es mir ziemlich genehm, eine Ausrede zu haben. „Bei mir?“, ergänze ich.
Er nickt und mir fällt zum ersten Mal auf, dass er anders ist als sonst. Ich frage ihn, was los sei, doch er zuckt nur mit den Schultern. Noch etwas, was ich hasse. Ich habe sowieso das Gefühl, dass ich Alecs Gefühle nicht so leicht durchschaue wie er meine. Wenn es mir schlecht geht, merkt er das sofort und errät meist auch den Grund. Aber ich…
Ich bleibe stehen. Alec geht noch zwei Schritte, bis er merkt, dass ich ihm nicht mehr folge. Er dreht sich um und sieht mich fragend an.
„Irgendetwas ist mit dir, ich merke das doch.“, sage ich. Da Alec meinem Blick ausweicht, ist klar, dass ich Recht habe, allerdings habe ich keine Ahnung, was es sein könnte.
Er hat einige Probleme zu Hause. Seine Eltern sind ziemlich konservativ und haben bereits Pläne für seine Zukunft, jedoch erfüllt er nicht die schulische Leistung für diese Zukunft. Doch bevor ich weitergrübeln kann, verrät er mir von sich aus den Grund.
„Meine Eltern haben meine Schwester aus dem Haus geworfen. Sie wohnt jetzt bei ihrem Freund und ich habe das Gefühl, ich sollte auch so schnell wie möglich da
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Kommentare
das Chaos schrieb am 2006-11-18 19:12:57:
echt klasse mir gefällt die geschichte ^^
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