Christmas Carol
von
Michael Behofsics
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Ein Streifzug durch die Straßen an Heiligabend
Atonaler Singsang bricht durch Häuserwände,
lässt Fenster klirren.
In vorübergehendem Frieden umarmen und küssen,
es feiern die Irren.
Während Frauen und Kinder zittern vor Angst,
sitzen wir vor dem Baum.
Das Menschen gerade verhungern,
interessiert uns da kaum.
Lichterketten an Fenstern und Türen,
geschmacklos und teuer.
Auch in Bagdad leuchten die Häuser,
leider nur durch das Feuer.
Punsch und Glühwein sind begehrt,
da sich alle drum drängen.
Im Trubel und Jubel sieht jedoch keiner,
den Mann am Baum sich erhängen.
Konsumgewitter und Kaufanstürme,
kosten vielen Menschen das Leben.
Weil gierige Sklaventreiber,
nach Macht und Reichtum streben.
So geht sie zu Ende die heilige Nacht.
Gott sei dank! Wie krank sie mich doch macht!
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Kommentare
Traumfänger schrieb am 2008-12-19 13:22:18:
Mal was anderes als die stets fröhlichen Weihnachtsgedichte, die nur den Kitsch und die Liebe zeigen.
Sehr gut geschrieben!
Grüße,
Silke
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