Chronik einer Mutter
von
Axel Lüdtke
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Chronik einer Mutter
Von Gottes Hand erkoren, wurde sie als kleines Kind geboren.
Zwar nicht allein in diesem Haus, doch sie war klug und sah gut aus.
Trotz wenig Geld und Bescheidenheit, durchlief sie glücklich ihre Jugendzeit.
Sie wuchs heran zur schönen Frau, und stellte sich somit zur Schau.
So manchem verdrehte sie den Kopf, doch einer nahm sie gleich beim Schopf.
Was nun geschah, das ist doch klar, sie heirateten und wurden ein Paar.
Schon nach kurzer Zeit war’s aus zu Zweit, das Mutterglück es war so weit.
Erst eins dann zwei und auch die Drei, es waren nur Mädchen welch Zauberei.
Doch endlich dann die Nummer vier, ein schöner Bub stand vor der Tür.
Ein Stammhalter war nun geboren, welch Glück halt es in aller Ohren.
Noch zweimal durfte sie gebären und die Kinderzahl auf sechs vermehren.
Mit dieser Schar, man glaubt es kaum, erfüllte sich ihr Kindertraum.
Zwar war ihr Traum damit erreicht, doch was nun kam war nicht sehr leicht.
Acht Personen wie auch immer, zusammen gepfercht in nur drei Zimmer.
Das Essen knapp und sehr bescheiden, doch Hunger musste niemand leiden.
Wie sie es machte und womit, keiner von uns Kindern bekam es jemals mit.
Sie zauberte an ihrer Ratterbank, die schönsten Klamotten mit flinker Hand.
Zwar nicht neu und aus dem Laden, doch sehr schön man konnte sie tragen.
Was sie machte hatte Hand und Fuß, sie erledigte es perfekt in einem Guss.
Ob beim Kochen oder Waschen, auch beim Stricken verlor sie nie die Maschen.
Doch trotz harter Arbeit war sie bereit und schenkte uns Kindern die nötige Zeit.
Sie war perfekt und hatte Format, stets hatte sie für uns eine Überraschung parat.
Mit vollem Rucksack ging’s dann auf Tour, zum Strolchen hinaus in die Natur.
Ja sie war klasse und hatte Elan, auch wenn sie bei Allem stets musste sparen.
Denn Geld war knapp und oft nichts da, verprasst hat’s wieder mal der Herr Papa.
Er war ein alter Pascha der feinen Garde, drum war für ihn auch nichts zu schade.
Die Frau hatte einfach nur zu parieren, der Mann hingegen durfte sich präsentieren.
Auch wenn keiner es zu glauben mag, doch Mutter hielt durch und blieb sehr stark.
Mit Gottes Willen hat sie’s vollbracht, aus ihren Kindern hat sie was Tolles gemacht.
Sie hat sich im Leben nie je geschont, endlich wurde auch sie einmal dafür belohnt.
Auch den alten Nörglern ist heute klar, dass der Weg dieser Mutter der richtige war.
Wir Kinder hatten das schon lang erkannt, welch gute Fee uns stets zur Seite stand.
Du bist unsere Mutter und wirst es bleiben, wir Kinder in Erfurcht uns vor dir verneigen.
Zum Dank schenken wir dir tausend Nelken, die mögen bei Gott niemals verwelken.
Ein herzlicher Kuss von Mund zu Mund, bleib uns noch lang erhalten vor allem gesund.
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Kommentare
zhara schrieb am 2008-02-01 10:47:48:
wow, hast du das alles selber gereimt? Wenn ja dann Respekt. zhraa
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