Chrow Doll 2nd-revenge
von
Demeter
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Ich legte Blumen auf ihr Grab.
Stets rotgelbe Tulpen, ihre Lieblingsblumen.
Sie hatte sich nebenberuflich der Botanik verschrieben und ihre Pflanzen waren zum größten Teil an mich gefallen, als der Haushalt mit ihrem Freund aufgelöst wurde.
Das ist inzwischen sieben Jahre her.
Sieben lange Jahre...
Und mir kommt es unwirklich vor in dieser Welt zu leben.
Es ist nicht unbedingt... der Verlust von Serena... sicher, fehlt sie mir, aber...
die Teilnahmslosigkeit frisst mich innerlich auf.
Ich blute aus, bis ich hohl bin.
"Hallo."
Ich blickte erstaunt auf.
"Frau Soltani!"
Serenas Mutter. Ich war ihr lange nicht begegnet.
Nach Serenas Tod war sie am Boden zerstört gewesen.
Ich hatte das Zugunglück überlebt und lag aufgrund meiner schweren Verletzungen wochenlang im Krankenhaus. Sie besuchte mich häufig; wir gaben uns gegenseitig Halt.
Als es ihr wieder besser ging, bin ich sofort umgezogen.
Ich schätze, ich habe es nicht mehr länger ertragen, ständig von Erinnerungen an Serena umgeben zu sein.
Ich holte tief Luft, schloss die Augen... und sah die Federn wieder fallen.
Ich zwang mich zu einem Lächeln und nickte Frau Soltani zu:
"Entschuldigen sie mich. Schön, dass wir uns mal wieder getroffen haben."
Ich stand auf und flüchtete in Richtung Ausgang.
"Lauf doch nicht weg!", rief sie mir noch hinterher.
Und wieder.
Glassplitter rieseln auf mich herab.
Große Teile der Decke sind heruntergekommen.
Ich liege auf dem Boden zwischen Glas, Beton und toten Körpern.
Manche Leichen wurden von herabfallenden Bruchstücken erschlagen und zerquetscht, aus anderen ragen Glassplitter heraus.
Ich schließe die Augen.
Regen prasselt durch das Loch in der Decke auf mein Gesicht.
Was... ist nur geschehen?
Die Neueröffnung des Einkaufscenters.
Ein Erdbeben.
Chaos.
Plötzlich spüre ich etwas auf meinem Gesicht.
Träge ziehe ich meine Hand zu meinem Kopf und greife Etwas weiches und flauschiges.
Ich öffne mit Mühe meine Augen.
Vor Schreck bleibt mein Herz fast stehen.
Eine schwarze Feder.
Und am regenverhangenen Himmel kreisen krächzende Krähen.
Nein.
Nicht noch einmal.
Doch schon beginnt es erneut, ohne, dass ich etwas ausrichten kann...
"Finster ist die Nacht...
Das Leben... wird ausgelacht,
Schwach ist das Licht,
Oh, Hel, halte dein Gericht..."
Es ist abermals eine abstoßende Mischung... ein kleines Mädchen mit Rüschenkleid,
welches Seelen sammelt... und doch war sie es, die mir Serena weggenommen hatte.
"Gib sie mir zurück."
Ich stehe auf.
"Gib sie mir zurück!!"
Sie sieht mich an und schüttelt den Kopf.
Ich balle die Fäuste.
" Wenn du die Macht zu all diesem hier hast, wirst du mir jawohl Serena zurückgeben können?!"
Ich schreie sie an.
Ich drohe ihr.
Sie sagt die ganze Zeit kein Wort.
Irgendwann versagt meine Stimme und ich sacke schluchzend zusammen.
Immer wieder schüttelt sie den Kopf.
Und plötzlich rollt eine Träne über ihre Wange.
Ich verstehe.
Wir sind also beide nichts weiter als Schachfiguren auf dem Spielbrett des Schicksals.
Ich bin ein Bauer; doch sie ist keine Königin.
Sie kann Leben weder geben noch nehmen. Sie geleitet lediglich Seelen ins Totenreich.
Sie kommt zu mir und legt mir tröstend ihre kalte Hand auf die Schulter.
Mein Kopf ist leer.
Alles ausgelöscht von ohnmächtiger Wut und Traurigkeit.
Mit brüchiger Stimme frage ich:"Und...wie kann ich sie wiedersehen?"
Da erhellt ein Lächeln die Züge des Mädchens und sie streckt mir ihre Hand entgegen.
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Kommentare
Tenebra schrieb am 2008-01-31 23:31:47:
Ich gucke gerade nach sehr langer Zeit mal wieder hier herein und bin selbst ganz erstaunt, dass ich Deine Geschichte bei mir entdeckt hab...sorry.. aber hab ich nix mit zu tun..ich war bestimmt seit über nen Jahr hier nicht mehr auf der Seite.. lass es dir von anderen erklären...ich weiß nicht wie das passieren konnte. Ich kopier ganz bestimmt nicht andere Storys und setz sie dann bei mir rein. Ich hoffe das reicht Dir als Erklärung !!!
lea schrieb am 2007-10-25 14:12:24:
teilweise sehr verwirrend aber ansonst ganz gut geschriben
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