Circle of Light 1
von
Mari77
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Vor langer Zeit, die schon längst in Vergessenheit geraden ist, erlebte die Welt Sunaru ein dunkles Zeitalter, als die Herrscherin des Lichts und der Herrscher der Dunkelheit gegeneinander Kämpften.
Mehrere Tage hielt dieser Kampf an, bis der dunkle Herrscher Osmor, die Herrscherin Siphonia besiegen konnte.
Als ihre Seele ihren Körper verließ, fing Osmor sie ein und sperrte sie in eine Schwarze Schatulle. Seither erging es der Bevölkerung schlecht.
Der Herrscher der Finsternis brachte den Menschen Hungersnöte, die für viele Tote sorgten.
Mutige Kämpfer stellten ein gigantisches Heer auf um der finsteren Zeit ein Ende zu bereiten und konnten Osmor besiegen.
Sie bannten seine Seele in einen schwarzen Obelisken, wo dieser, auf dem höchsten Berg einer einsamen Insel, die nie wieder betreten werden durfte, in ewig eingesperrt sein sollte.
Nach Kopeika brachte man die Seele von Siphonia, wo sie in die Obhut ihres Tempels übergeben wurde, um natürlich wiedergeboren zu werden, in einem, Menschen, dessen Bestimmung es sein sollte.
Ein Jahrtausend lang erblühte das Land in seiner schönsten Pracht. Könige kamen und gingen.
Bis eines Tages schreckliches passierte. Durch einen Vulkanausbruch konnte die Seele Osmors aus ihrem Verlies entkommen, und war nun auf der Suche nach einem schwachen Menschen mit dunklen Energien.
In Besitz eines neuen Körpers, baute er sich eine Armee von Zombiekriegern auf, und krönte sich selbst zu einem Herrscher.
Unter seiner Herrschaft wuchs sein Land zu immenser Größe an.
Er unterdrückt sein Volk und lässt Nachbarländer ausplündern um mehr und mehr Macht zu erlangen.
Immer mit dem Gedanken, Siphonia zu finden …Sich ihre Macht anzueignen….
Der Regen prasselte gegen die Scheiben des schweren Wagens, der eilig durch den nächtlichen Wald raste.
Am Steuer saß ein Mann, der aufmerksam alles ringsum im Auge behielt, während er der holprigen Straße folgte, die aus diesem Wald heraus führte. Der Regen war ungewöhnlich stark und er konnte kaum sehen, wo die Straße lang führte, denn die Scheibenwischer schafften kaum, eine etwas genügende Sicht sicherzustellen. Aber es war keine Zeit zu verlieren.
Da lichtete sich endlich der Wald und er konnte in der Ferne verschwommen die Lichter des Klosters erspähen welches sein Ziel war. Nun musste der Jeep nur noch die steile Straße hinauf auf den Berg, dann hatte er es endlich geschafft.
Das besorgte Gesicht des Mannes zierte eine lange Narbe, die von seinem linken Auge über die ganze Gesichtshälfte verlief. Diese Verletzung hatte er sich vor einigen Jahren in einem unerfahrenen Kampf zugezogen.
Er sah hinter sich. Sein Blick ging zu dem kleinen Mädchen, das mit seinem Mantel zugedeckt, erschöpft auf der Rückbank schlief. Ihre blonden Locken waren ganz zerzaust und schmutzig vom Dreck der Erde.
In dieser Nacht ist schreckliches passiert.
Zusammen mit ihrer Mutter war das Mädchen auf der Flucht vor der Zombiearmee Osmors. Leider kam der Mann zu spät und konnte nur das Mädchen retten.
Nun kam er vor dem Eingangstor des Klosters an. 2 Mönche öffneten es, und schlossen es eilig wieder nachdem der Jeep in den Hof hinein gefahren war.
Das alte großzügige Gebäude war in einem Quadrat erbaut worden, auf der Plattform eines Berges.
Durch diese Klostertypische Bauweise konnte ein schöner Hof gestaltet werden, in dessen Zentrum sich ein Brunnen befand, der von Blumen- und Kräuterbeeten umgeben war.
Hinter dem Hauptgebäude befanden sich Gärten und kleinere Häuschen, sowie ein kleiner Turm, den wahrscheinlich ein Magier bewohnte. Das war eigentlich überall der Brauch. Auf der ganzen Welt lebten Magier, die die Geschicke der Menschen lenkten.
Der Wagen hielt nun an einer der Türen, aus der gerade ein Mönch heraus eilte.
„Sir Rufus! Schnell, kommt herein!“
Der Mann trug das schlafende Mädchen ins Innere des Gebäudes, gut eingehüllt in seinem Mantel, damit es nicht nass werden würde vom Regen und dadurch erwachte.
Drinnen legte er es auf eine bequeme Sitzlandschaft, die vor einem Kamin stand in dem ein warmes Feuer loderte.
Der Raum war groß und warm. Die Wände waren Naturstein belassen, wie das gesamte Gebäude und Wandkerzenleuchter brachten genug Helligkeit.
In dem Turm hinter dem Hauptgebäude wohnte tatsächlich der Magier Severin.
Mit seinem langen grauen Schnauzbart trat dieser gerade in den Raum, sein langer rotbrauner Umhang reichte bis auf den Boden. Er und Rufus kannten sich seit vielen Jahren.
Rufus wandte sich an Vater Gregorius, der ihn hereingelassen hatte. „Danke dass Ihr mir zu so später Stunde Einlass gewährt habt.“
„Wir haben dich bereits kommen sehen. Wem hast hasst du hier mitgebracht?“
Rufus sieht zu dem schlafenden Kind.
„Das Mädchen ist die Thronerbin von Kopeika. Sie wurde mit ihrer Mutter von Zombiekriegern verfolgt. Leider konnte ihre Mutter nicht mehr gerettet werden. Wir müssen sie vor Osmor verstecken!“
Der alte Magier machte ein sehr besorgtes Gesicht. „Dann ist Osmor also doch wiedergeboren. Ich habe es in den Sternen kommen sehen.“
Gregorius sah ebenfalls besorgt aus. „Er hat sie gefunden. Das ist kein gutes Zeichen.“
Der Magier sieht zu Rufus. „Bist du dir sicher, dass sie diejenige ist?“
„Ja.“ Er holte einen leuchtenden hellblauen Kristall aus der Tasche an seinem Gürtel und hielt ihn zu dem Mädchen. Je näher der Kristall ihr kam, umso heller erleuchtete dieser.
„Sie kann auf alle Fälle bei uns bleiben. Hier wird sie sicher sein.“ Vater Grecorius lässt für sie ein Zimmer herrichten.
Rufus hatte noch etwas. „Ihre Identität muss jedoch geheim bleiben. Nur so können wir sicher gehen, dass sie nicht entdeckt wird!“
Gregorius nickt zustimmend.
„Auch sie selbst darf es nicht erfahren.“ Sagte Severin. „Nur so können wir sicher sein, das sie niemand entdeckt.“
Sie einigten sich damit, das Gedächtnis des kleinen Mädchens zu blockieren.
„Wenn die Zeit gekommen ist, werden wir den Zauber über ihr wieder lösen.“
Nach dem ihr Gedächtnis durch ein Ritual blockiert wurde, legte Rufus sie in das Bett ihrer kleinen Kammer.
Da er wusste dass sie hier gut aufgehoben war, machte er sich auf den Weg nach Thirnhaag, der Hauptstadt des gleichnamigen Landes, wo der Königspalast stand, dessen Herrscher er diente.
Jahre später.
König Aron regierte über Thirnhaag, dem Reich des Feuers.
In der gleichnamigen Hauptstadt stand der viertausend Jahre alte Königspalast, der am Stadtrand schon von weitem zu sehen war.
Die Stadt erstreckte sich über einen weiträumigen Radius. Häuser an Häuser wurden hier errichtet. Bereits am Stadttor erblickte man die vier hohen, weißen, Türme des Palastes, die mit ihren goldenen Spitzdächern die Sonnenstrahlen wie Spiegel reflektierten.
In wenigen Tagen wolle der König sich mit anderen Staatsoberhäuptern zusammenfinden. Den Königreichen des Wassers, der Erde und des Windes. Seit einiger Zeit werden die Grenzgebiete und wichtige Versorgungsorte von unbekannten Gestalten überfallen.
König Aron bereitete sich auf diese Zusammenkunft
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