DAS ERBROCHENE HERZ
von
Lex Divina
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DAS ERBROCHENE HERZ
Ich versuche ohne Glück, Deine Fußspuren zu finden,
denn neugefallener Schnee ließ sie vor mir verschwinden.
Ich glaube, ich sehe Dich hinter den Schneeflocken winken,
doch es sind bloß meine Tränen, die in Eiskerzen versinken.
„Du hast dich verlaufen“, flüstert ins Ohr mir der Wind.
„Ich weiß, aber der schreckliche Winter macht mich blind!“
Plötzlich wird mir schlecht und im Todesschmerz
erbreche ich auf die weiße Kälte mein blutendes Herz.
Mit gläsernen Augen falle ich in den Schnee,
ich stünde auf, täte es nicht so grausam weh.
Ich sehe nun mein Herz, wie es kriecht von mir,
und ich lasse es ziehen, denn es wünscht zu Dir.
Mit letztem Atem strecke ich aus meine Hand,
zeige dem Herzen den Weg durch das Land.
Doch mein Herz kennt den Weg durch das Weiß,
bevor ich sterbe, bitte, weiß:
Dich zu lieben, höre ich niemals auf!
Mein Herz! Pass auf es auf. Pass auf. Pass auf.
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