DER VERBOTENE ENGEL
von
Lex Divina
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DER VERBOTENE ENGEL
Brennendes Licht düstere Wolken durchstieß,
als Gott Dich vom weinenden Himmel fallen ließ.
Inmitten meiner staubtrockenen Herzenswüste
erstrahlte wieder die Oase meiner tiefsten Gelüste.
Mein Atem stockte,
mein Herz frohlockte,
mein Mund Deinen Namen brannte
in meine Seele, die heiß entbrannte.
Bitte, lock mich mit gespreizten Flügeln nicht,
denn viel zu warm ist Deiner Umarmung Licht.
Kehre ab Deine meerestiefen Augen,
hör auf, mich mit Leib und Seele aufzusaugen.
Erbarme Dich und schließ Deine Lippen,
sonst stürze ich mich auf die scharfen Klippen.
Verbirg Deine perlenglatte nackte Haut vor meinen Blicken,
wer und wo sind bloß die Gefallenen, die Dich schicken,
um mich zu quälen?! Warum bloß solche feindliche Mühe,
dass ich aus entfachter Liebessünde zu Dir verglühe?!
Ach, könntest Du bloß hören,
dann könnte ich Dir meine Liebe schwören!
Ach, sprächest Du bloß meine Sprache,
dann wüsste ich, ob ich mir falsche Hoffnung mache!
So nah und entblößt, bist doch so entfernt und verborgen,
was in mir entflammt, macht mir unzählige Sorgen.
Gott schickte den Verbotenen Engel aus dem Paradies,
unreine Liebe mein leidendes Herz durchstieß.
Wieso, o lieber Herr,
prüfst und strafst Du mich so hart, so streng, so sehr?!
Hol doch den Engel zu Dir zurück,
peitsche mich nicht mit unerreichbarem Glück!
In Tränen wünsche ich mir nun am meisten,
Dir alles zu sagen, könnte ich mir leisten.
Dass wärest Du ein Engel ohne Geschlecht,
dann dürfte ich dich Lieben und Gott wäre es recht.
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Kommentare
Traumfänger schrieb am 2009-01-29 13:54:08:
Wunderschn.
Man spürt die Emotionen, das Verlangen, die Qual.
Große Klasse!
Viele Grüße,
Silke
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