DIe Fährfrau - überarbeitet 2010
von
arthurious1967
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Die Fährfrau
Von
Erhard Vobel jun.
Ab 09. 09. 2009 –bis- 27.10.2010 (Überarbeitet)
Wie ich heiße ist egal. Nennen wir mich eben Arthur Rabe. Ich bin 40 Jahre alt und immer noch ledig. Meine Hobbys sind eben schnelle Autos, Frauen und Partys, und ich meine diese Art von Partys. Von so einer Orgie, na ja, sie wissen schon, mit Weibern auf Stangen und jede Menge Drogen und was immer so dazu gehört, von so einer bin ich damals gerade gekommen. Es war bereits früh am Morgen und es dämmerte schon. Es sollte ein schöner Tag werden. Aber es kam eben etwas anders auf der Landstraße. Vielleicht lag es ja daran das ich mich verfahren habe und die falsche Landstraße genommen habe, oder einfach nur am Alkohol und der lauten Musik. Na ja, ich bin eben nicht perfekt. Ich bin eben mal etwas zu schnell gefahren. Irgendwo in einer Kurve ist es dann einfach passiert. Etwas stand da auf der Straße. Ich weiß heute noch nicht was das war. Ein dunkler Schatten versperrte mir den Weg und ich musste ausweichen. Das ist alles was ich jetzt noch weiß. Dann fühlte ich nur noch Stille, absolute Stille.
Es war ein Gefühl als ob ich schweben würde. Dann sah ich ein Auto als Schrotthaufen tief in einem Gebüsch vergraben zerschellt an einem Baum. Überall lagen Trümmer herum. Schmutzige Flüssigkeiten liefen aus dem Wrack und versickerten im Boden. Dampf zischte in Schwaden aus dem Wrack und stieg auf. Der Öl-und Benzingeruch mochten wohl Meilenweit zu riechen gewesen sein. Das blubbern der austretenden Flüssigkeiten durchdrang leise die Stille. Ich näherte mich dem neugierig dem Autowrack und begutachtete das unförmige Metallgebilde. Ich sah das Kennzeichen und es kam mir verdammt bekannt vor. Ich konnte durch die gesprungenen Scheiben nur schemenhaft eine blutüberströmte Gestalt am Steuer erkennen. Durch ein Loch in der Scheibe erkannte ich das der da drin fast den Gleichen Anzug trug wie ich. Das schockierte mich und ich wusste zu diesem Zeitpunkt nicht mal warum. Dann durzuckte es mich in meiner Seele wie ein Blitzschlag.
Blitzartige Gedanken, Fragen und Ahnungen schossen mir durch den Kopf; „Wann war ich eigentlich ausgestiegen. Sollte ich eigentlich nicht noch fahren? Wo bin ich und was mache ich hier? Was war das eben auf der Straße? Bin ich das etwa?“
Das wahren so ziemlich die schlimmsten Minuten oder Stunden die ich jemals gehabt hatte. Dagegen waren mein Überfall vor ein paar Jahren und die Nacht in der ich mich mit den Rockertypen da mal angelegt hatte ja noch ziemlich harmlos. Ich versuchte verzweifelt mich näher an das Wrack durch das Gestrüpp vor zu arbeiten um den Fahrer besser erkennen zu können. Es gelang zu mühelos. Wer war das da nun wirklich im Auto? Fragte ich mich immer wieder und ich weigerte mich zu glauben dass das vielleicht ich sein kann, oder? Ich wollte den Fahrer vom Lenkrad hochzeihen, aber ich konnte ihn nicht anheben. Meine Handgriffe gingen durch ihn und das Metallgewirr hindurch wie durch Nebel. Wie konnte das sein wollte ich damals gerne wissen. Ich fühlte immer mehr Panik in mir hochkommen. Schließlich wollte ich einfach nur noch weg. Ich suchte am Straßenrand verzweifelt mein Auto. Da sah ich ein am Ende der Straße fremdes Auto auf mich zukommen. Die Sonne ging gerade auf und die Scheinwerfer waren noch an. Ich winkte verzweifelt am Straßenrand konnte aber den Fahrer nicht dazu bewegen kurz mal an zu halten. Ich wartete eine Weile. Weitere Fahrzeuge kamen vorbei. Ich wollte nun endlich jemanden zum Anhalten überreden, aber die ignorierten mich scheinbar alle absichtlich, oder? „Saubande, Mistkerle“ dachte ich nur. Dann kam wieder ein Fahrzeug auf mich zu. Diesmal aus der anderen Richtung. „Egal“ dachte ich und streckte wieder meinen Daumen hoch. Und wieder fuhr Es einfach vorbei ohne mich auch nur zu beachten. Keine Reaktion. Nicht mal einen Blick hat diese feine alte Dame riskiert.
Es wurde langsam heller. Die Sonne stieg auf. Es war eine bedrückende und Panikartige Stimmung in mir aufgekommen, wie ich diese nie zuvor kannte. Als ein weiteres Fahrzeug herankam wollte ich es einfach nur wissen.
Ich stellte mich diesmal auf die Straße und wollte dem Fahrer einfach nur den Weg verstellen. „Irgendwie muss der jetzt ja anhalten“ dachte ich und sah das Auto auf mich zurasen. Es war schneller als ich es eingeschätzt hatte. Ich erstarrte vor Schreck als ich das Augenpaar des Fahrers plötzlich erkennen konnte und kniff die Augen zu aber es geschah nichts. Es war einfach wag. Erst als ich mich umdrehte sah ich wie sich ein Auto von mir wieder entfernte. Es muss mitten durch mich durchgefahren sein.
Nun wollte ich das da eben einfach mal nicht wahrhaben. Ich versuchte mir ein zu reden das das alles nur ein Traum ist. Ich bin zu Hause oder sonst wo und Träume das hier alles nur. Ganz Sicher!
Ich versuchte erneute das Wrack zu identifizieren. Ich wollte nach einigen Metallstücken greifen aber ich konnte einfach nichts fassen.
Ich setzte mich am Straßenrand hin und schloss die Augen. „Aufwachen Alter, wach einfach auf“ redete ich mir immer wieder zu.
Ich versuchte mich zu kneifen und zu schlagen. Nichts davon half.
Nach einer Weile stand ich wieder auf und begann die Gegend erneut etwas gründlicher zu erkunden.
Ich versuchte irgendetwas zu erkennen. Ich wollte einfach nur wissen wo ich nun wirklich war. Ich sah etwas weiter in den Wald hinein und erkannte erst jetzt einen Abhang unter den sich ein jetzt Fluss befand. Ein ziemlich breiter Fluss. Ich hatte bis dahin keine Ahnung, dass es in dieser Gegend überhaupt einen Fluss gab. Ich muss mich ja ziemlich gründlich verfahren haben. Während ich da so nachgrübelte sah ich auf einmal eine schwarze Gondel an dem Ufer des Flusses treiben.
„Die muss sich da auch verfahren haben. Die sieht ja fast so aus wie eine alte Venezianische Gondel“ dachte ich als ich so da stand und das Wasser unter mir dahin treiben sah. Eine dunkle Schwarze Gestalt stand an der Stelle des Gondolieres. Der Lange Rumpf des Bootes trieb fast wie von Geisterhand an das Ufer. Wortlos und regungslos stand der schwarzgekleidete Gondoliere auf dem Heckteil der Gondel. Ich hatte unheimliche Angst. Wer war diese Gestalt wollte ich wissen aber die Furcht vor dieser unheimlichen und Rätselhaften Gestalt war einfach zu groß. Ich setzte mich hin und starrte einfach auf die Gondel am Ufer.
Nebel zog auf und die aufgehende Sonne brach das Licht, so dass die ganze Landschaft wie in ein unreales überirdischen Leuchten getaucht erschien. Die Gondel mit der Schwarze Gestalt, ich glaubte zu sehen dass die Gestalt eine schwarze Kutte an hatte mit übergezogener Kapuze, drohte langsam im leuchtenden Nebel meinen Blicken zu entschwinden.
Die Sonne war ohne dass ich es bemerkt hatte, verschwunden. Im fahler werdenden Licht des Nebels drohte nun auch noch das Gefühl der einsamen Verlassenheit über mich zu kommen und ich beschloss mich zu überwinden und einfach die Gestalt da unten mal so an zu sprechen. Vielleicht kann ich ja diese Person
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