Dark Seraphim - Engel des Todes (Teil 1)
von
Asom
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Das ist so ziemlich die erste Geschichte, die ich bisher geschrieben habe, darum wollt ich mal eure Meinung hören.
Dark Seraphim – Engel des Todes
Was ist ein Leben schon wert, wenn es nie endet?
Diese Frage habe ich mir schon oft gestellt und in all den Jahren noch immer keine Antwort gefunden. Doch heute ist die Nacht, in der ich die Lösung erhalten soll.
Die letzte Nacht bricht an, mit mir wird alles enden und ich werde der Grund dafür sein.
Also hört mir gut zu, damit ihr die gesamte Geschichte erfahrt und sie nie vergessen werdet.
Dies ist die Geschichte der Welt, allen Lebens und doch nur eines Einzelnen.
Dies ist meine Geschichte.
Die Nacht brach an und der aufgehende Mond tauchte die uralten Ruinen in fahles Zwielicht.
Die hohen Gebäudekomplexe der alten Welt warfen gespenstige Schatten, die zum Leben erweckt wirkten. Vor tausend Jahren ist dies einst eine blühende Metropole gewesen, doch nun lebten hier nur noch die Schrecken der Nacht. Menschen mieden diesen Ort, die wenigen Mutigen, welche sich hierher verirrten, wurden von der Nacht verschlungen. Jedoch gab es Gerüchte über Menschen die zurückkehrten um das Blut ihrer Angehörigen zu trinken und sie mit in die Abgründe der Hölle zu zerren.
In den umliegenden Dörfern wurden diese lebenden Toten gefürchtet, als wären sie die apokalyptischen Reiter des Jüngsten Gerichts selbst, was wahrscheinlich auch zutraf.
Niemand wusste wo sie herkamen und was ihre Ziele waren. Es war nur bekannt, dass diese Kreaturen der Nacht zeitgleich mit dem Ende der Alten Welt auftauchten und seither Nacht für Nacht auf der Jagd nach Blut die Länder durchstreiften und jeden Unglückseligen, der nach Sonnenuntergang noch auf den Straßen wanderte, in Stücke rissen.
Einst wurde die Welt von einer großartigen Zivilisation bevölkert, denen es nicht nur gelang die Erde zu unterjochen, sondern auch die Welten hinter dem Horizont.
Sie bauten Gebäude, so hoch, dass sie die Wolken berührten und erschufen Kutschen, so stark wie tausend Pferde. Jedoch besaßen sie auch Waffen mächtig genug zu töten, bevor der Gedanke daran überhaupt beendet wurde. Und als sie alles unterjocht hatten, begannen sie sich selbst zu bekämpfen. Ein erbitterter Krieg entbrannte, der Jahrzehnte andauerte.
Als auch nach hundert Jahren noch immer kein Sieger feststand, holten sie ihre mächtigste Waffe hervor.
Damit war alles, wofür sie kämpften innerhalb von Sekunden verloren. Eine Jahrtausend alte Zivilisation verschwand vom einen Augenblick auf den anderen aus der Geschichte der Welt.
Das einzige, was blieb war eine zerstörte Welt und die wenigen Überlebenden, die sich unter der Erde versteckt hielten. Doch zeitgleich kroch eine neue Gefahr aus der Dunkelheit.
Um sich zu schützen, gründeten sie den Orden des Exodus, welcher Jagd auf den Feind aus der Dunkelheit machte.
Meine Geschichte beginnt in jener verhängnisvollen Nacht in der ich zu dem wurde, was ich heute bin.
Damals, vor fünf Jahren, war ich nichts weiter als ein armer Bauernjunge in einem Dorf, am Rande der Großen Stadt.
Mein Vater warnte mich ständig vor den Gefahren der Nacht.
„Nachdem die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, kriechen sie hervor auf ihrer ewigen Suche nach einem neuen Leben. Hüte dich davor das Haus zu verlassen!“
Doch in meiner jugendlichen Naivität wollte ich nicht hören. Wie Kinder so sind, war ich fasziniert von den Kreaturen, die jedem Erwachsenem Angst einflößten. Ich wollte sie bezwingen, das schaffen wovor sich Jeder im Dorf fürchtete.
Die Nacht war eiskalt und kein einziger Stern war am Himmel zu sehen, nicht einmal der Mond strahlte sein Licht, als fürchte selbst er sich vor den Schrecken der Nacht und verstecke sich hinter der dicken Wolkendecke.
Die Straßen des kleinen Dorfes waren menschenleer, die Türen und Fenster verriegelt, Kein Kerzenschein, kein Laut drang zwischen den schmalen Ritzen in den spärlich aus Holz zusammengezimmerten Häusern.
Als der Mond kurz aus seinem Versteck hervorblickte, konnte man im Schatten eines der Gebäude zwei kleine Augen erkennen. Fest auf einen Punkt in der Ferne fixiert starrten die beiden Augen durch die Dunkelheit.
Für einen kurzen Moment erfassten sie eine Gestalt hoch oben, an der Spitze eines der zahlreichen Türme der Großen Stadt.
Alex hat sich, als seine Eltern tief und fest schliefen, durch ein kleines Loch herausgeschlichen um den lebenden Toten von Angesicht zu Angesicht gegenüber zu stehen.
Doch jetzt, da er die Gefahr bereits in der Ferne erkannte, stand er dicht an die Wand des Hauses gepresst, als könnte sie ihm Schutz in dieser gottlosen Nacht bieten.
Ein Schrei durchschnitt die Stille der Nacht, so grässlich, dass sich selbst der Mond wieder in sein Versteck zurückzog.
Alex versuchte so schnell wie möglich wieder nach Hause zu finden und so huschte die schlanke Gestalt des fünfzehnjährigen Jungen von einem Gebäude zum anderen.
Nachdem er sich voller Übermut auf den Weg machte, packte ihn nun die Angst, er verspürte einen stechenden Schmerz in seinen Brust, als ob die Kreatur in der Ferne ihn bereits mit seiner riesigen Klaue gepackt hätte.
Alex wusste auch ohne das Gesicht des Wesens erkannt zu haben, dass sie ihn genau so gut sah wie er sie. Schlimmer noch, sie starrte ihm genau in die Augen.
Die dunkle Aura der Kreatur erfasste ihn und er spürte, dass sie sich näherte. Mit jedem Flügelschlag verstärkte sich auch der Schmerz in seiner Brust und als er die den großen Platz inmitten des Dorfes, war der Schmerz schon fast unerträglich.
Sie war hier.
Alex spürte den Blick der Kreatur förmlich seinen Rücken durchbohren. Keine fünf Meter entfernt stand sie reglos da und beobachtete ihn.
Gelähmt vor Angst und Schrecken hielt Alex seinen Atem, als fürchte er mit jedem weiteren Atemzug seine Seele auszuhauchen.
Nun näherte sich die Kreatur langsam, bis sie direkt hinter dem Jungen stehenblieb. Alex hörte das leise Hecheln und roch den fauligen Atem der Kreatur, es war der Gestank von Tod und Blut.
Auch der Mond schien wieder aus seiner schützenden Wolkenschicht hervor zu spicken, als wolle er das Schicksal des armen Jungen nicht verpassen.
Im bleichen Mondlicht erkannte man nun das Wesen, das den Jungen um gut einen Meter überragte. Die Haut der Kreatur hatte die bläulich-graue Farbe von Verwesung und die Augen waren dunkler als die Dunkelheit selbst. Seine zerfledderten und mit schwarzen Federn besetzten Flügel hatte es weit ausgebreitet und die riesigen Klauen schienen den Jungen umarmen zu wollen.
Im Bann der Kreatur gefangen, konnte Alex sich nicht mehr bewegen. Am gesamten Körper zitternd, sah er seinem Schicksal entgegen.
Doch genau in dem Moment, als die Kreatur ihre langen Fangzähne in den Hals des Jungen bohrte, wurde auch sie durchbohrt, und zwar von einem Pfeil. Aus dem Schatten abgeschossen, ragte er nun aus dem rechten Auge der Kreatur die, mit einem letzten, markerschütternden Schrei, ihre gesamte Lebensenergie aushauchte und zu Staub zerfiel.
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Kommentare
Henry Oak schrieb am 2008-09-20 10:36:58:
also deine Geschichte ist wirklich nicht schlecht, gar nicht schlecht sogar! Würde mich auch interessieren wie es weitergeht.
Und ich finde, dass der Hauptcharakter doch ganz gut gelungen ist. "Flach" wirkt der nicht auf mich.
Also weitermachen *thumps up" :D
mfg Henry
TJ Omar schrieb am 2008-09-19 23:52:51:
Eine Sache kann ich dir nicht abkaufen. Das soll deine erste Geschichte sein???? Kaum zu glauben. So gut du es geschrieben und beschrieben hast, dazu noch Fehlerfrei, kann ich mir schwer vorstellen, dass du in Sachen Schreiben zum ersten mal zu tun hast. Ich hab hier schon einige Geschichten gelesen, doch deine Geschichte ist mehr als gelungen und gehört, meiner Meinung nach, zu denn besten. Du hast sehr viel Talent. Wenn du weiter so gut schreibst, wirst du vielleicht eines Tages noch ein Bestsellerautor sein. Eines will ich dir noch sagen, schreib an dieser Geschichte weiter, denn wenn du so weiter schreibst wie bisher, dann kann ich behaupten, dass diese Geschichte zu denn besten gehört die ich in letzter Zeit gelesen habe.
Ich kann dir nur noch ein großes Lob für deine erste Geschichte aussprechen und sehr viel Respekt zollen. Mach weiter so!!!
MfG TJ Omar
PS: Herzlich Willkomen bei Storyparadies ;)
Asom schrieb am 2008-09-19 11:17:17:
Danke erstmal für die positive Kritik^^
Eine Fortsetzung wird es auf jeden Fall geben. Es wird aber wahrscheinlich etwas dauern, da ich nicht so viel Zeit habe. Also bitte nicht steinigen^^
Mfg Asom
jess schrieb am 2008-09-18 17:50:34:
wirklich sehr gut! kaum zu glauben, dass das deine erste geschichte sein soll...!! freu mich auf den zweiten teil!!:)
Jeiy schrieb am 2008-09-18 13:46:14:
Hallo Asom!
Dies ist wirklich deine erste Geschichte? (na, dann erstmal: Herzlich Willkommen hier ^^)
Hat mir echt gut gefallen muss ich sagen. Du bist sprachlich schon auf einem wirklich hohen Niveau, finde ich und du hast es gut hinbekommen, eine dunkle, gefährliche Atmosphäre zu erzeugen (und alles, was in irgendeiner Weise dunkel oder böse ist, gefällt mir ja ohnehin schon mal!).
Klingt wirklich interessant und ich würde mich freuen, wenn diese Geschichte noch eine Fortsetzung erhalten würde.
Lohnen würde es sich auf jeden Fall und ich werde mir auch sicherlich alle Mühe geben, weiter zu kommentieren ^^
Mfg
Jeiy
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